Reinhold Frank wurde als das jüngste sieben Kindern geboren. Nach Kriegsdienst im 1. Weltkrieg studierte er in Freiburg im Breisgau Rechtswissenschaft. Nach der Referendarzeit betrieb er gemeinsam mit Dr. Honold in Karlsruhe eine Reinhold Frank stand aus christlicher Überzeugung der ablehnend gegenüber. Mehrfach verteidigte er Verfolgte aus politischen und religiösen Bereichen darunter auch römisch-katholische Priester die während der Zeit des Dritten Reiches wegen kritischer Äußerungen über den Nationalsozialismus angeklagt worden waren. Reinhold Frank gehörte dem Umkreis der von Dr. Carl Friedrich Goerdeler gegründeten Widerstandsgruppe. Er hatte sich bereit in Baden an führender Stelle im Wiederaufbau zur zu stehen falls der Umsturz glücken sollte. wurde deshalb schon am Tage nach dem von 20. Juli 1944 auf Adolf Hitler verhaftet. Auf die des Hoch- und Landesverrats verurteilte ihn der Volksgerichtshof am 12. Januar 1945 zum Tode. Das Todesurteil wurde am 23. Januar 1945 durch Erhängen im Zuchthaus Berlin-Plötzensee vollstreckt.
Zu seinen Ehren ist auf dem Karlsruher Hauptfriedhof ein Gedenkstein errichtet. Die Straße der die Rechtsanwaltskammer Karlsruhe ihren Sitz hat trägt seinen Die Forschungsstelle Widerstand gegen den Nationalsozialismus im Südwesten ehrt ihn in Verbindung mit der Universität Karlsruhe der Stadt Karlsruhe und dem Bundesarchiv alljährlich im unmittelbaren Umfeld des 20. mit einer Gedächtnisvorlesung.
Rehberger Horst Reinhold Frank. Rechtsanwalt in Karlsruhe in: Der Widerstand im deutschen Südwesten hrsg. von Michael Bosch und Wolfgang Niess 1984
Michael Kißener Der Widerstandskreis um den Karlsruher Rechtsanwalt Reinhold Vortrag anläßlich des wissenschaftlichen Symposiums im der 12. Europäischen Kulturtage Karlsruhe 1994
Reinhold Frank zum fünfzigsten Todestag hrsg. v. der Stadt Karlsruhe/Stadtarchiv Karlsruhe
Uwe Schellinger Dr. Reinhold Frank (1896-1945) in: Zeugen für Christus. Das deutsche des 20. Jahrhunderts hrsg. von H. Moll der Deutschen Bischofskonferenz Paderborn u.a. 1999 226
Detlev Fischer: Anwälte im Widerstand gegen das NS-Regime RuP 2002 181