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Christliche Konfessionen in Hamburg


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Hamburg ist eine traditionell evangelisch-lutherisch geprägte Stadt (34 % der Bevölkerung Durch seine Stellung als wichtige Hafenstadt war aber schon lange offen für andere Konfessionen. entstand hier zum Beispiel 1834 die erste deutsche Baptistengemeinde . Hamburg ist Sitz eines römisch-katholischen Erzbistums .

Die Stadt Hamburg gehörte anfangs zum Verden. Im Jahre 834 wurde Ansgar Leiter der Klosterschule in Corvey von Kaiser Ludwig dem Frommen zum Erzbischof mit Sitz in Hamburg ernannt. 845 wurde der Erzbischofssitz von Bremen nach verlegt. Danach erfolgte von Hamburg aus die Norddeutschlands und ganz Nordeuropas . Das Erzbistum Hamburg-Bremen umfasste im 11. Jahrhundert ganz Norddeutschland Dänemark Schweden Norwegen Finnland und Island . Ab 1522 hielt die Reformation Einzug (erste evangelische Predigt). Seit 1526 war fast die gesamte Bürgerschaft ab 1528 auch der Rat der Stadt vollständig lutherischen Bekenntnis überzeugt und 1529 führt die Freie Reichsstadt Hamburg unter Mitwirkung von Johann Bugenhagen eine neue Kirchenordnung ein. Diese gilt Geburtsstunde der Evangelisch-Lutherischen Kirche im Hamburgischen Staate . Sie war in den folgenden Jahrhunderten das kirchliche Leben in Hamburg zuständig. Geleitet die Kirche von einem Superintendenten der bereits 1532 eingesetzt wurde. Die katholischen Klöster wurden und die Spitäler in evangelische Stiftungen umgewandelt. konnten keine Bürgerrechte mehr erhalten. Auch das reformierte Bekenntnis wurde nicht geduldet. Daher gilt bis heute als traditionell evangelisch-lutherisch geprägte Stadt. Konfessionen konnten ihre Gottesdienste nur im benachbarten Altona abhalten. Erst 1785 erlaubte der Rat der Stadt in Bereichen auch nicht lutherische Gottesdienste zu halten. konnte sich bereits seit dem 17. Jahrhundert im Schutze des holländischen Gesandten eine reformierte Gemeinde etablieren die ab 1710 auch einen ständigen Geistlichen hatte. 1744 entstand eine französisch-reformierte Gemeinde. Eine vollständige aller Konfessionen konnte jedoch erst im 19. Jahrhundert erreicht werden. Damals entstand auch wieder katholische Gemeinde die 1811 bzw. 1824 die kleine Michaeliskirche zur Nutzung erhielt.

Die Verwaltung der Evangelisch-Lutherischen Kirche im Hamburgischen Staate oblag bis 1918 dem Senat als Kollegium. Geistliche Leiter zunächst Superintendenten die seit dem 16. Jahrhundert den Titel "Senior" trugen. 1923 erhielt die Kirche eine neue Verfassung die Kirchenverfassungen von 1870 und 1896 bzw. die Notverordnung von 1919 ablöste. An der Spitze der Hamburgischen stand fortan der von der Landessynode aus Reihe der Hauptpastoren (die Pastoren der Hauptkirchen Petri St. Nikolai St. Katharinen St. Jacobi St. Michaelis) gewählte "Senior" der ab 1933 den Titel "Landesbischof" erhielt. Spätestens seit 1938 als die Stadt Hamburg durch das Groß-Hamburg-Gesetz erheblich vergrößert wurde war das Kirchengebiet mehr mit dem Staatsgebiet identisch. Doch dauerte noch fast 40 Jahre bis diese Situation ausgeglichen wurde. Denn 1977 schloss sich die Evangelisch-Lutherische Kirche im Staate mit anderen Landeskirchen auf dem Gebiet Schleswig-Holsteins zur Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche zusammen. Hier wurde Hamburg Sitz einer drei Sprengel (Bischofsbezirke) der sich in die Kirchenkreise Alt-Hamburg Altona Blankenese Harburg Niendorf und gliedert und somit alle Kirchengemeinden der heutigen Hamburg umfasst sofern es sich nicht um Freikirchen handelt.

Die oben genannte reformierte Gemeinde Hamburg 1928 Gründungsmitglied des Bundes Evangelisch-reformierter Kirchen Deutschlands einer losen Vereinigung selbständiger reformierter Gemeinden bis heute besteht. Sie gehört also nicht einer Landeskirche .

Die im 19. Jahrhundert zugezogenen Katholiken Hamburgs befanden sich in der Diaspora Mission). Die Jurisdiktion dieses Gebiets wurde 1841 dem Bistum Osnabrück unterstellt. 1868 gehörte es zur Norddeutschen Mission und 1930 wurden diese Gebiete formell dem Bistum angegliedert das seinerzeit zur Kirchenprovinz Köln gehörte. Im Zuge der Wiedervereinigung beider deutscher Staaten wurden auch die Sturkuren neu geordnet und 1993 das neue Erzbistum Hamburg eingerichtet dessen Gebiet die Länder Hamburg Schleswig-Holstein sowie den Landesteil Mecklenburg des Landes Mecklenburg-Vorpommern umfasst. Die faktische Errichtung erfolgte am 7. Januar 1995 . Dem Erzbistum Hamburg wurden die Bistümer Osnabrück und Hildesheim als Suffragane zugeordnet. Die Pfarrgemeinden der Stadt Hamburg zu den Dekanaten Altona Harburg Hamburg-Mitte Hamburg-Nord und Wandsbek.

Durch seine Stellung als wichtige Hafenstadt Hamburg aber schon lange auch offen für Konfessionen. So entstand hier 1834 die erste deutsche Baptistengemeinde . Sie wurde von Johann Gerhard Oncken gegründet und war Keimzelle der meisten Baptistenkirchen. Die Baptistengemeinden Hamburgs gehören heute wie beiden großen Kirchen und die reformierte Gemeinde zur Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Hamburg (ACKH). Mitglieder der ACKH sind: Evangelisch-methodistische Kirche Die Heilsarmee Mennonitengemeinde zu Hamburg und Altona Herrnhuter Brüdergemeine Griechisch Orthodoxe Metropolie (Kirchengemeinde Heiliger Nikolaos) Kirche von Antiochien (Rum-orthodox) Syrische-Orthodoxe Kirche von Serbische-Orthodoxe Kirche (St. Michael-Gemeinde) Rumänisch Orthodoxe Kirche Ausland) Ukrainische Katholische Kirche Altkatholische Kirche Koptische Orthodoxe Kirche Indonesisch Christliche Gemeinschaft KKI Armenische Apostolische Orthodoxe Kirche Englisch-Bischöfliche Gemeinde Kirche) African Christian Council Finnische Seemannskirche Äthiopisch Kirche Russisch-Orthodoxe Kirche (Patriarchat Moskau zu Hamburg) Gemeinde des Johannes von Kronstadt.
Gaststatus haben folgende Kirchen Freikirchen bzw. Gemeinschaften: Religiöse Gesellschaft der Freunde ( Quäker ) Russische Orthodoxe Kirche im Ausland Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden (KdÖR) Christus-Gemeinde im Mülheimer Verband Freikirchlich Gemeinden Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche (SELK) Freie Evangelische Gemeinden (Stiftung Elim) Neue Koreanische Gemeinde in Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten Koreanische Evangelische Gemeinde e.V. Vineyard Christliche e.V.
Darüber hinaus genießen die International Ministerial of Germany e.V (IMCOG) der Ökumenische Jugendrat und weitere Kirchen und kirchliche Gemeinschaften darunter Glory Chinese Curch Comunidad Cristiana Dänische Seemannskirche Seemannskirche Norwegische Seemannskirche Beobachterstatus innerhalb der ACKH.

Neben all den genannten Glaubengemeinschaften gibt weitere religiöse Gruppierungen in Hamburg so etwa Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten die Neuapostolische Kirche die Christengemeinschaft und die Christliche Wissenschaft (Christian Science).




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