Rendsburg ist eine Stadt in der Mitte Schleswig-Holsteins am Nord-Ostsee-Kanal und dem historischen Ochsenweg . Durch Rendsburg fließt die Eider . Sie ist Sitz der Kreisverwaltung des Rendsburg-Eckernförde. Gegenwärtig hat die Stadt ca. 30.000 Nächst größere Städte sind Kiel 32 km östlich Flensburg 65 km nördlich Husum (Westküste) 58 km nordwestlich Eckernförde (Ostküste) 25 km nordöstlich Lübeck 94 km südöstlich und Hamburg 103 km südlich.
In unmittelbarer Nähe von Rendsburg befinden die Naturparks Hüttener Berge (10 km) Westensee (20 km) und (15 km).
Die Stadt Rendsburg wurde 1150 gegründet und 1199 erstmals urkundlich erwähnt. 1339 wurde Rendsburg das Stadtrecht verliehen. Im Jahr 1999 feierte Rendsburg das 800-jährige Stadtjubiläum.
In Rendsburg befindet sich das imposante der zwischen 1911 und 1913 aus Stahl gefertigten Eisenbahn -Hochbrücke über den Nord-Ostseekanal über die beinahe gesamte Nord-Süd-Bahnverkehr zwischen Südschleswig und Holstein abgewickelt wird. Von der Eisenbahnbrücke herab Reisende den besten Überblick über die Stadt die meistbefahrene künstliche Wasserstraße der Welt. Unter der Eisenbahn-Hochbrücke findet man eine der zwei von weltweit sechs Schwebefähren . Zu Details siehe auch: Rendsburger Hochbrücke
Rendsburg liegt zu beiden Seiten des Nord-Ostsee-Kanals inmitten Schleswig-Holsteins . Der größte Teil Rendsburgs befindet sich der nördlichen Seite. Der Hafen von Rendsburg der wichtigste Hafen im Verlauf des Nord-Ostsee-Kanals.
Beschreibung : Das Stadtwappen zeigt in Silber über abwechselnd silbernen blauen Wellen eine rote freistehende Ziegelburg . Diese hat eine Zinnenmauer und drei blauen Spitzdächern versehene Zinnentürme von denen der etwas höher und breiter ist. Die Zeigelburg ferner ein offenes Tor in dem das Wappen - in Rot das silberne Nesselblatt steht.
Bedeutung : An dem Ort an dem sich die Stadt Rendsburg befindet befand sich früher Burg Reinoldesburch. Sie spiegelt sich in der Burg im Wappen wieder. Das im Wappen Wasser symbolisiert den Fluss Eider der durch Rendsburg fließt.
1287 Beim Wiederaufbau nach dem Stadtbrand von 1286 wird die Marienkirche errichtet. (Bis in das 15. Jahrhundert hinein wurde Rendsburg mehrfach von Feuersbrünsten die immer wieder umfangreiche Neuaufbauten notwendig machten).
1339 Gerhard III der Große bestätigt das Stadtrecht und überlässt Rendsburg ausgedehnte Ländereien.
ab 1690 Zweiter großer Erweiterungsbau unter dem dänischen Generalmajor Jobst Scholten. Im Zuge dieses Festungsbaus 1691 der Abbruch des Dorfes Vinzier ("Vindeshier") Kampener Kirche und einiger Teile von Büdelsdorf . Errichtung des "Kronwerks" im Nordwesten und "Neuen Werks" im Südwesten als Bestandteile der
1700 Einweihung der Christkirche in Neuwerk nach Bauzeit.
1765 Ein Privileg erteilt die Genehmigung zum der "Rendsburgischen Fayance-Fabrique" deren hochwertige Fayencewaren über Grenzen hinaus Absatz finden.
1777 - 1784 Bau des Schleswig-Holsteinischen Kanals ("Eiderkanal").
1808 "Gemeinnütziges Wochenblatt für Rendsburg und die Gegend" - 1. Ausgabe am 1. Januar ; Erscheinungsweise wöchentlich.
1827 Gründung einer Eisenhütte nebst Gießerei auf Vorwerksgelände in Büdelsdorf : Die "Carlshütte". Damals größter Eisen verarbeitender Norddeutschlands .
1845 Eröffnung der Eisenbahnlinie Rendsburg- Neumünster durch die "Rendsburg-Neumünstersche Eisenbahngesellschaft".
1850 Explosion des "Laboratoriums" eines Gebäudekomplexes zur und -lagerung.
1852 - 1881 Rendsburg steht erneut unter dänischer Landeshoheit. Beginn der Schleifung der Festungswerke Kronwerk und Die damit einher gehenden Aufschüttungen führen zu Veränderungen im Stadtbild. 1853 : Abriss des Kronwerker Tores im Nordwesten 1855 : Abriss des Schleswiger Tores im Norden 1856 : Abriss des Alt-Holsteiner Tores im Osten 1881 : Abriss des Neu-Holsteiner Tores ("Königstor") im
1861 Die "Gaserleuchtungsanstalt" nimmt ihren Betrieb auf versorgt die Gaslaternen in der Stadt.
1864 Nach dem Krieg gegen Österreich und Preußen tritt Dänemark im "Frieden von Wien" a. das Herzogtum Holstein ab.
1913 Eröffnung der 1911 begonnenen Rendsburger Hochbrücke über den Kanal mit ihrer darunter Schwebebahn des wohl markantesten Bauwerks der Stadt. 2 5 km lange Stahlkonstruktion die zum Wahrzeichen Rendsburgs und einem der bedeutenden technischen Deutschlands wurde.
1939 Zwangsverkauf der Synagoge und der ehemaligen an die national-sozialistischen Machthaber. Lebten 1933 noch 30 Juden in Rendsburg so wurde bis 1942 jüdische Gemeinde durch Auswanderungen Abtauchen in die Illegalität Deportationen und Freitod restlos aufgelöst. Heute befinden sich in ehemaligen Synagoge und Schule das Jüdische Museum und Dr.-Bamberger-Haus.
1939 - 1945 und danach Im Zweiten Weltkrieg wird Rendsburg weitgehend direkten Kriegseinwirkungen verschont. Wie überall in Schleswig-Holstein jedoch die Unterbringung ortsfremder Personen ( Kriegsgefangene Zwangsarbeiter Verwundete und Flüchtlinge) vielschichtige und große auf. Die Einwohnerzahl steigt von 20.000 auf
1945 8. Mai : Die Stadt wird offiziell den britischen Truppen übergeben. Zugehörigkeit zur britischen Besatzungszone.
ab 1952 Schaffung neuen Wohnraums hauptsächlich im Nordwesten Stadt ("Mastbrook").