Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSonntag, 18. November 2018 

Rezeptor


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Unter einem Rezeptor versteht man in der Biologie
  1. auf zellulärer Ebene eine spezialisierte Zelle die bestimmte äußere und innere chemische physikalische Reize in eine für das ZNS verständliche Form bringt oder
  2. auf molekularer Ebene eine Zellstruktur die aus Oberfläche einer Biomembran herausragt und für die Bindung verschiedener Partikel sorgt welche in die Zelle importiert oder in ihrem Inneren biochemische Signalprozesse auslösen.

Inhaltsverzeichnis

Sinneszellen

Sinneszellen als Rezeptoren kann man grob einem biologischen Sensor vergleichen. Der Rezeptor ist das erste unserer Sinne . Jeder Rezeptor ist auf einen speziellen ausgelegt - und zwar nur auf diesen und wandelt diesen Reiz proportional zu der in ein Rezeptorpotential das ab einer gewissen Reizschwelle als Aktionspotential an das ZNS weiter geleitet wird. So wandelt die Netzhaut des Auges Lichtimpulse um reagiert aber auf Druck allerdings so dass auch hier Eindrücke an das ZNS vermittelt werden.

Es werden drei Arten von Rezeptoren

  1. Nozizeptoren als freie Nervenendigungen die u.A. Hitzereize starke mechanische Reize "Schärfe" über den allgemeinen chemischen Sinn vermitteln.
  2. Mechanorezeptoren: sensible Endorgane als spezialisierte Rezeptorenden Nervenfasern die durch mechanische Reize wie Dehnung Druck erregt werden. Dazu gehören die Berührungsrezeptoren Haut (vgl. Tastsinn ) aber auch die [[Propriozeptor]en von Muskeln Bändern Sehnen.
  3. sekundäre Sinneszellen als spezialisierte Sinneszellen wie für den Geschmack die sich aus Schleimhautzellen unter dem der Geschmacksneuronen bilden und die in sog. zusammenliegen.

Alle Rezeptoren mit Ausnahme der Photorezeptoren werden bei Erregung depolarisiert. Die Photorezeptoren hyperpolarisiert. Rezeptoren sind spezifisch für eine Sinnesempfindung .

Membranrezeptoren

Die Rezeptoren die an der Oberfläche Biomembranen sitzen sind Proteine die häufig mit zusätzlichen Modifikationen versehen (z.B. Kohlehydratketten ). Sie besitzen eine bestimmte Passform für Moleküle die sog. Liganden oder Teile größerer Moleküle die nach Schlüssel-Schloss-Prinzip an die Rezeptorstruktur andocken. Sie dienen Signalübertragung (z.B. von Zelle zu Zelle) oder Import von Substanzen in die Zelle können auch von Viren genutzt werden um in eine Wirtszelle

Rezeptoren des Cytoplasmas und des Zellkerns

Außerdem existieren noch ligandenbindende Rezeptoren die in der Membran verankert sind. Diese erkennen Beispiel hydrophobe Hormone wie den Cholesterinabkömmling Cortison oder das Schilddrüsenhormon Thyroxin . Bei Bindung derselben entsteht ein aktiver Transkriptionsfaktor welcher die Expression der Gene im Zellkern steuert.

Bei Rezeptoren der Signalübertragung unterscheidet man ionotropen und metabotropen Rezeptoren.

Siehe auch

Transmembranrezeptor - Adrenozeptor - Barorezeptor - Osmorezeptor- Thermorezeptor -



Bücher zum Thema Rezeptor

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Rezeptor.html">Rezeptor </a>