In den 1950er Jahren war der Verkehrszuwachs bei der so groß dass die Leistungen der Ge 6/6 I (den Krokodilen ) und der Ge 4/4 I nicht mehr ausreichten und man nach Ersatz suchte. Auch für die Kraftwerksbauten in Bergell wo pro Tag bis 1.000 Tonnen Zement von Zürich angeliefert wurde benötigte man ein Zugfahrzeug mit einer Anhängelast von 400 Tonnen die Steigungen von 45 Promille (zwischen Küblis und Davos ) mit 46 km/h schaffen konnte. Daher beschlossen leistungsfähigere Lokomotiven zu kaufen.
Die zwei Loks der ersten Bauserie 701 und 702 im Jahre 1958 ) kosteten 230.000 Franken die Nachfolger (Nummern 703 bis 707 Jahre 1965 ) waren dann aber 200.000 Franken teurer. 1985 begann die Umlackierung von grün auf und 1998 wurden die alten Scherenstromabnehmer durch moderne Einholmstromabnehmer ersetzt. Die ersten zwei Loks waren mit Übergangstüren an den Stirnfronten versehen. Diese 1968 und 69 zugeschweißt der Angleich an die zweite mit dem noch heute vorhandenen Stirndesign erfolgte erst gegen Ende der 1980er Jahre. Heute sind die Ge 6/6 sehr oft vor Güterzügen anzutreffen doch auch Personenzügen sind sie immer noch zu sehen. Maschine ist mit einem Gemeindenamen versehen.
Die Ge 6/6 II sind 80 schnell haben ein Gewicht von 65 Tonnen und leisten 1.776 kW bei 46 km/h.