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Rhein


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Der Rhein (englisch Rhine rätoromanisch Rain französisch Rhin niederländisch Rijn ) ist ein Fluss (bzw. Strom ) in Europa mit einer Länge von 1320 Kilometern.

Inhaltsverzeichnis

Namensursprung

Der Name Rhein (bzw. Rhen) ist keltischen Ursprungs und bedeutet in etwa fließen . Gemeinsam mit der Donau bildete der Rhein den größten Teil nördlichen Grenze des Römischen Reichs die Römer nannten den Fluss Rhenus . Seit dieser Zeit ist der Rhein belebte Wasser- und Handelsstraße.

Flussverlauf

Allgemein

Seine beiden Quellflüsse Vorderrhein und Hinterrhein entspringen im Sankt-Gotthard -Massiv (Kanton Graubünden ) in den Schweizer Alpen. Der Rhein mündet in der Nähe von Rotterdam in den Niederlanden in die Nordsee ; allerdings gabelt er sich zuvor - 30 km nach der bundesdeutschen Grenze auf Gebiet - in die Waal und in einen Wasserweg der zunächst Kanaal heißt. Beide Arme wechseln im weiteren noch mehrmals ihre Namen: der südliche Arm die Waal (der Haupt-Schiffahrtsweg) wird zunächst Merwede dann zur Beneden-Merwede Noord Neue Maas Rotterdam fließend) und mündet schließlich als Nieuwe in die Nordsee. Der nördliche Arm der Panerdens Kanaal wird zum Neder-Rijn und schließlich zum Lek . Genaugenommen existiert also gar kein Fluss "Rhein" der in die Nordsee mündet.

Bis zum Tertiär floss der Rhein im Bett der Rhône ins Mittelmeer da ihm durch den Isteiner Klotz der Weg in Richtung Norden versperrt

Der Zusammenfluss von Vorder- und Hinterrhein bei in der Schweiz

Quelle bis Bodensee (Vorder- und Hinterrhein/Alpenrhein)

Die erste größere Ortschaft am Vorderrhein aus dem Gotthard-Massiv kommt ist Ilanz . Der Hinterrhein entspringt in der Nähe San-Bernardino-Passes. Hinterrhein und Vorderrhein vereinigen sich bei (Chur) zum Alpenrhein . (Dieser wird von der Via Mala begleitet.) Nachdem er der Grenze zu Liechtenstein folgt fließt er durch das Rheintal . Er mündet seit der Kanalisierung und seines Wasserlaufs als "Neuer Rhein" bei Hard in Österreich in den Bodensee. Der ursprüngliche "Alte mündet auch heute noch an der schweiz-österreichischen bei Rheineck. Dieser alte Rhein ist aus Bodensee für ca. 1 km schiffbar bis auf Höhe des Schweizer Ortes St. Margrethen . Die Begradigung wurde vorgenommen um die Überschwemmungen in Kombination mit starken Sedimentierungen im Rhein-Delta zu verringern. Inzwischen ist klar dass Rhein auch im neuen Bett sehr grosse an Ablagerungen in den Bodensee hineinträgt und permanenter Kiesabbau mit Schwimmbaggern möglich und vor nötig ist.

Im Bodensee selbst vermischt sich das meist graue Gebirgswasser des Neuen Rheins nur mit dem eher warmen eher grünlichen Wasser Sees. Der Strom fließt vielmehr ein gewisses oberflächlich im freien Wasser bevor er abrupt die Tiefen des Sees abtaucht um dann der Insel Lindau in Richtung See-Mitte und weiter nach abzubiegen.

Rheinfall bei Schaffhausen

Bodensee bis Basel (Hochrhein)

Nach dem Verlassen des Obersees vom an der Engstelle der Rheinbrücke in Konstanz (Stein am Rhein) Rheinkilometer 0 erweitert der Hochrhein noch einmal kräftig zum sogenannten bis er bei Stein am Rhein wieder ein Strom wird der dann wenig später weiter westlich bei Schaffhausen den Rheinfall hinunterstürzt. Der Überlinger See genannte Teil Bodensees wird vom Rhein nicht durchflossen. Von fließt er als Hochrhein zuerst noch Richtung Süden mit einer Schlinge am Städtchen und Kloster Rheinau vorbei er am Tösseck (Einmündung der Töss ) in Richtung Westen dreht und bald zum Grenzfluss zwischen der Schweiz und Deutschland

Später fließt bei Koblenz (Schweiz) von Süden her die Aare als erster größerer Nebenfluss in den Erwähnenswert ist dabei dass die Aare der Fluss von beiden ist.

Basel bis zur Nahemündung (Oberrhein)

Ab Basel fließt er Richtung Norden als Oberrhein und wird Grenzfluss zwischen Deutschland und Frankreich . Seit dem Tertiär fließt der Rhein von hier aus Oberrheingraben entlang. Zwischen Basel (Rheinkilometer 150) und Iffezheim ist der Rhein kanalisiert und mit Schleusen aufgestaut. Speziell zwischen Basel und Breisach führt das alte Flussbett des Rheins Wasser. Die Wassermassen werden parallel dazu im (Grand Canal d'Alsace) geführt und dort zur in Wasserkraftwerken und für den Schiffsverkehr verwendet.

Für die nächsten 200 bis 300 erstreckt sich das Rheinbett in der oberrheinischen Tiefebene ein rund 40 Kilometer breites Tal Schwarzwald und Vogesen bzw. Pfälzerwald und Kraichgau / Odenwald . Dieser Teil wurde ab 1817 durch Johann Gottfried Tulla mit seiner Rheinkorrektur oder Rheinbegradigung von immer wieder in der Rheinniederung mäandernden Schlingenfluß ein gerades von Dämmen flankiertes Flußbett gezwungen. Straßburg münden der Rhein-Marne-Kanal und der Rhein-Rhone-Kanal in den Rhein.

Von Lauterburg bis Mannheim bildet der Rhein die Grenze zwischen (rechtsrheinisch) und Rheinland-Pfalz (linksrheinisch). Bei Mannheim (Rheinkilometer 420) mündet von Südosten kommende Neckar als zweiter großer Nebenfluss und Hessen folgt Baden-Württemberg auf der rechten Rheinseite. bei Mainz (Rheinkilometer 500) der Main in den mündet strömt er über einen kurzen Abschnitt Rheinknie nach Westen und dreht anschließend bei Bingen an der Nahemündung (Rheinkilometer 530) bis hier nennt man Oberrhein nach Nordwesten.

Nahemündung bis Bonn (Mittelrhein)

Anschließend durchströmt der Mittelrhein in einem engen Tal den südlichen Teil des Rheinischen Schiefergebirges ; linksrheinisch liegt der Hunsrück rechtsrheinisch der Taunus . Hier liegt der schönste Teil des der von Bingen / Rüdesheim an ein Weltkulturerbe ist. Schon bei Rheinkilometer 533 (Assmanshausen) man den romantischen Rhein pur sehen. Auf nächsten 10 Kilometern bis Rheinkilometer 543 ( Lorch ) hat Hessen auf der rechten Rheinseite seinen Anteil am Unesco Weltkulturerbe Mittelrhein bevor Rheinland-Pfalz beide Ufer beherrscht. An Rheinkilometer 546 die Pfalz bei Kaub malerisch im Rhein. An Rheinkilometer 550 der Rhein einen wunderschönen Bogen. Bei Rheinkilometer befindet sich die unvermeidliche Loreley wobei die Felsenwand bei Rheinkilometer 563 genauso schön ist. An Rheinkilometer 567 stehen die beiden ansehnlichen Burgen ?die feindlichen Brüder?. Höhepunkt des Mittelrheins erreicht man schließlich an 573 bei der imposanten Rheinschleife von Boppard . Das Weltkulturerbe Mittelrheintal zieht sich danach weiter bis Koblenz (Rheinkilometer 590) wo von Südwesten die Mosel und von Nordosten die Lahn einmünden. Rechtsrheinisch liegt nun der Westerwald linksrheinisch die Eifel .

Bonn bis zum Rheindelta (Niederrhein)

An der Stadtgrenze von Bonn wird der Rhein Teil Nordrhein-Westfalens . Von der Siegmündung bei Bonn (Rheinkilometer 660) aus stromabwärts der nun Niederrhein genannte Fluss NRW. Wichtigste an diesem Flussabschnitt sind die größte Stadt Rhein: Köln (Rheinkilometer 690) sowie die Landeshauptstadt Düsseldorf (Rheinkilometer 740). Entlang der Ruhr die bei Duisburg einmündet befindet sich das Ruhrgebiet eines größten Industriereviere der Welt. An der Grenze den Niederlanden bei Rheinkilometer 860 ist der Rhein 730 Meter breit.

Schon einige Kilometer nach der Grenze Rheinkilometer 868 beginnt das große Delta des An Rheinkilometer 1031 gabelt er sich in Waal und Ijssel und in den Pannerdens Kanaal (später Neder-Rijn und dann Lek genannt). Waal und Lek vermischen sich mit Maas bevor sie in die Nordsee münden. erreichte der Fluss bei Katwijk nördlich Den Haag das Meer (Oude Rijn).

Rechte Nebenflüsse des Rheins

Linke Nebenflüsse des Rheins

Städte am Rhein

((L) für linksrheinisch gelegene Städte (R) rechtsrheinisch gelegene Städte)

Siehe auch:

Ökologie

Gemäß den Angaben des Umweltbundesamts wird der Rhein seit etwa 1960 sauberer. Dies ist einerseits auf die immer eingesetzten Kläranlagen zurückzuführen und andererseits auf die dass die Industrie immer weniger mit Chemikalien und Schwermetallen belastete Abwässer in den Rhein einleitet. leben wieder etwa 40 Fischarten im Rhein. der deutlichen Reduzierung der Gewässerbelastung durch Haushalts- Industrieabwässer transportiert der Rhein jährlich noch immer Mengen an Schwermetallen und Chemikalien wie Pestiziden Richtung Nordsee.

Am 1. November 1986 brannte eine Lagerhalle der Firma Sandoz an der Schweizerhalle bei Basel am Rhein. Die mit dem Löschwasser den Rhein gelangten Chemikalien vernichteten praktisch das tierische und pflanzliche Leben im Rhein. Es einen jahrelangen Prozess bis der Rhein sich erholt hatte.

Schadstoffbelastung des Rheins 1985 und 1992 in t )
Schadstoff 1985 1992
Ammonium-N2    37.000 16.800
AOX    4.675 890
Blei    550 330
Cadmium    9 5 9
Chrom    500 220
Phosphor (total)    32.000 13.000
Quecksilber    6 3 2
Zink    3.600 1.900

Viele andere den Rhein belastende Giftstoffe z.B. Pestizide sind in der Tabelle noch berücksichtigt.

Weblinks



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