Richard Schneider Sohn eines Gastwirtes wurde Ortsgeistlichen früh gefördert und mit dem Ziel Priesterberufs auf das Knabenkonvikt Tauberbischofsheim geschickt. Am 1921 wurde er zum Priester für die Erzdiözese Freiburg geweiht und war seit Mai 1930 Beuggen Dekanat Säckingen als Pfarrer tätig. Bereits vor der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten war er mit NSDAP in Konflikt geraten. Öffentlich hatte er Hitler sei sowenig rasserein wie die Hunde Karsau. Die NSDAP bezeichnete er als Partei Faulenzer und Bankrotteure. Als einer der wenigen hatte er nämlich Hitlers "Mein Kampf" bereits der Machtergreifung gelesen und die Zuhörer auf NS -Versammlungen damit konfrontiert.
Dies trug ihm die nachhaltige Feindschaft NS-Größen ein. Bereits im Mai 1933 wurde erstmals polizeilich verhört weil ein Schüler wahrheitswidrig hatte er habe im Unterricht gesagt die sollten nicht zur "Dreck-HJ" gehen. Weitere Denunziationen sich zunächst ohne unmittelbare Wirkung an.
Richard Schneider vereitelte durch rechtzeitige Vermögensverlagerungen Versuche der Partei sich des Vermögens katholischer zu bemächtigen. Dem Verbot einen kritischen Hirtenbrief zuständigen Erzbischofs Conrad Gröber von der Kanzel verlesen kam er durch vorzeitiges Verlesen zuvor. Angriffe der NS-Presse und NS-Redner wies er zurück wobei er in geeigneten Fällen die als vorbestrafte Kriminelle entlarvte. 1939 nahm er Ärger der Partei im Pfarrhaus einen Regimentskameraden dem 1.Weltkrieg einen getauften Juden auf.
Mit Ausbruch des 2.Weltkrieges verschlechterte sich politische Situation der Pfarrei u.a. dadurch dass einheimisches zur NSDAP eher fern stehendes Personal Lehrer und an der nah gelegenen Grenze Schweiz tätige Grenzbeamte durch überzeugte Parteianhänger und SS -Angehörige ersetzt wurden. Das Verbot der Gestapo mit den zum Kriegsdienst eingezogenen Angehörigen Pfarrei brieflich Kontakt aufzunehmen umging Richard Schneider er den Soldaten Päckchen schickte.
Seine Versuche 2 abtrünnige Kinder wieder die Christenlehre zu gewinnen führten zu seiner am 7. September 1940 durch die Gestapo. dass gegen ihn strafrechtliche Vorwürfe erhoben oder ein Strafverfahren durchgeführt worden wäre wurde er zu seiner Überführung in das KZ Dachau im Waldshuter Gefängnis festgehalten. Ihm wurde ein am Oktober 1940 von Heydrich unterzeichneter sogenannter Schutzhaftbefehl übergeben. Er habe sich wiederholt gegenüber zur SS eingezogener Kinder abfällig über die geäußert und dadurch äußerste Empörung hervorgerufen. Es zu erwarten dass er auch fernerhin besonders der Kriegszeit Unruhe in die Bevölkerung trage. 22. November 1940 kam er in Dachau Was ihn dort erwartete war ihm noch er in Waldshut erfahren hatte wohin es sollte klar. Er hatte nämlich das in Schweiz erschiene Buch Die Moorsoldaten gelesen. Er hatte erwogen sich durch dem Leid zu entziehen widerstand jedoch dieser
In Dachau angekommen rissen baumlange SS-Männer Türen des Transportwagen auf schlugen wahllos auf Gefangenen ein und versetzten ihnen Fußtritte. Schneider die Häftlingsnummer 21613. Diese Behandlung wie auch völlige Entkleidung Entfernen jeglicher Körperhaare und Abduschen kaltem Wasser - gerichtet auch auf die was bei älteren Gefangenen schon fast den herbeiführen konnte - dienten der Entpersönlichung und nur der Beginn eines langen Programms die physisch und psychisch zu zerstören.
Zunächst wurde Schneider dem "Strafblock 17" dessen Insassen zum Tode bestimmt waren und deshalb auch die "Todeskompanie" genannt wurde. Damals diesem Block fünfzehn Geistliche darunter auch 2 an.
Zur Arbeit mussten die Gefangenen mit unzureichender Bekleidung bei jedem Wetter in knöcheltiefes stehen und Sand und Kies ausheben. Schwere waren die alsbaldige Folge. Eine Behandlung wurde Richard Schneider entging dieser planmäßigen Vernichtung nur knapp weil am 11. Dezember ein sogenannter Priesterblock der vom übrigen Lager durch Stacheldraht und Wachen abgegrenzt war eingerichtet war. Hier waren die Bedingungen etwas besser.
Am 23. Dezember 1940 wurde Richard wegen der im Strafblock zugezogenen schweren Erkrankung Krankenblock aufgenommen. Dort sah er wie Kranke übergroße Dosen Gift durch Luftembolien oder Einspritzen Benzin getötet wurden. Nachdem er sich einigermaßen hatte kam er wieder in den Priesterblock.
Am 24. Juni 1942 entkam er Zufall der ihm als einem von 300 zugedachten Ermordung in einem Vergasungswagen . Dem im Sommer 1942 einsetzenden hunger- krankheitsbedingten Massensterben entging Richard Schneider weil er Sonderkommando der sog. "Plantage" zugeteilt wurde. Dieses unterstand Franz Vogt. Dadurch konnte er sich ansonsten (insbesondere polnischen) Priestern zugedachten tödlichen "medizinischen" des Tropenmediziners Prof.Dr. Klaus Schilling durch Ansteckung Malaria/Vergiftung oder Dr. Sigmund Rascher durch Unterkühlung Unterdruck entziehen.
Am 29. März 1945 wurde Richard - gesundheitlich schwer gezeichnet - kurz vor am 29. April 1945 erfolgten Befreiung des durch die alliierten Streitkräfte entlassen. Erzbischof Conrad vielfältige Versuche Richard Schneider aus den Fängen Gestapo zu befreien waren bis dahin völlig gewesen und meist gar nicht beantwortet worden. hatte man Richard Schneider bereits für ermordet
Richard Schneider war trotz der erlittenen Verfolgung im Geist ungebrochen. Er wurde als nach Schlierstadt heute einen Ortsteil von Osterburken versetzt und war dort bis zu Pensionierung im Jahre 1960 tätig. Er war des Jugenddorfes Klinge. In Würdigung all dieser erfuhr er hohe öffentliche Ehrungen unter anderem den 80'er Jahren durch Verleihung des Bundesverdienstkreuzes und der Konradsplakette des Erzbistums Freiburg.