Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSonntag, 23. November 2014 

Richterskala


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Mit der internationalen Richterskala kann die Stärke eines Erdbebens mit Hilfe von Instrumenten einheitlich bestimmt Der angegebene Wert (die Magnitude ) gilt dabei als Maß für die im Hypozentrum (bzw. für die freigesetzte seismische Energie einem bestimmten Frequenzbereich). Ein Punkt mehr auf Skala bedeutet einen etwa zehnfach höheren Ausschlag die 32-fache Energiefreisetzung ( logarithmischer Anstieg).

Eine Magnitude von 2 oder weniger als Mikroerdbeben bezeichnet da es von Menschen wahrgenommen werden kann und nur von lokalen erfasst wird. Beben mit einer Magnitude von 4 5 und höher sind stark genug von Seismographen auf der ganzen Welt erfasst werden. Allerdings muss die Magnitude über 5 um als mäßiges Erdbeben angesehen zu werden.

Aufgrund ihrer Definition ist die Richterskala oben theoretisch unbegrenzt die physikalischen Eigenschaften der machen ein Auftreten von Erdbeben der Stärke 5 oder höher nahezu unmöglich da das nicht genug Energie speichern kann und sich Erreichen dieser Stärke entlädt.

Die Richterskala wurde von Charles Francis Richter und Beno Gutenberg am California Institute of Technology 1935 als mathematisches Hilfsmittel zum Vergleich der von Erdbeben entwickelt und anfänglich als ML (Magnitude Local) bezeichnet.

Für die Beschreibung der Intensität und eines Erdbebens wird hingegen häufig die modifizierte weiterentwickelte Mercalliskala des Italieners Giuseppe Mercalli ( 1850 - 1914 ) verwendet.

Auf der sog. MSK-Skala (Medvedev-Sponheuer-Karnik-Skala) wird die Intensität eines Bebens 12 Stärkegraden angegeben. Die Abstufung orientiert sich an subjektiven wie an objektiven Kriterien.

Richter- und Mercalli- Erdbeben -Skala

Stärke nach Richter

Stärke nach Mercalli

Wirkung

Energie

Zahl von Beben pro Jahr

Exposions-Vergleich

Ergs

0 bis 1 9

I

nur durch Instrumente registrierbar

450 Gramm TNT

kleiner 2x10 10

Große Zahl

2 bis 2 9

II

nur von sehr wenigen ruhenden Menschen spührbar; Pendel schwingen leicht

bis 20kg TNT

4 bis 9000x10 10

300.000

3 bis 3 9

III

nur von wenigen Menschen wahrgenommene Schwingungen; Erschütterung einem vorbeifahrenden Lastwagen; leises flirren aneinanderstehender Gläser

 

1 bis 7x10 15

49.000

4 bis 4 9

IV zu V

wird von den meisten Menschen bemerkt; freies schwingt deutlich; Gläser und Teller klappern Fensterläden geringste Schäden.

Nahe einer kleinen Atombombe (20 Kilotonnen)

1 bis 30x10 16

6.200

5 bis 5 9

VI

von allen Menschen mit Schrecken wahrgenommen; viele verlassen ihre Häuser; Schornsteine können einstürzen; Möbel sich; einzelne Risse im Putz; es besteht Gefahr von Verletzungen

 

1 bis 200x10 18

800

6 bis 6 9

VII bis IX

Menschen mit großem Schrecken; teilweise Panik möglich; Schocks treten auf; Menschen verlassen rasch ihre Gebäude können erhebliche Beschädigungen erleiden; es kann Einstürzen kommen; es gibt oft Verletzte; es Gefahr für Leib und Leben; an Küsten möglich.

Ab einer Wasserstoff-
bombe
(1 Megatonne)

4 bis 230x10 20

120

7 bis 7 9

X bis XI

weitverbreitete Panik; Menschen versuchen in Panik ins zu kommen; akute Lebensgefahr in Gebäuden; nur Gebäude bleiben stehen; Spalten im Boden reißen es gibt Tote und Verletzte; Wasser- und brechen in großen Mengen; teilweise katastrophale Auswirkungen; Küsten vernichtende Flutwellen möglich.

Ab 100 Wasserstoff-
bomben

4 bis 50x10 22

18

8 bis 8 6

XII

Verwüstung; alle Gebäude unbewohnbar; flächendeckende Zerstörungen; an katastrophale Flutwellen möglich.

Ab 60.000 Wasserstoff-
bomben

Mehr als 1x10 25

alle 5 Jahre ein Beben


Der logarithmische Zusammenhang zwischen Energie und lässt sich näherungsweise zusammenfassen mit

<math>M=2+\frac{2}{3}\log_{10}W\textrm{\quad bzw. \quad}W=10^{\frac{3}{2}(M-2)}\ </math>

wobei M die Magnitude und W die äquivalente (explosive) Energie in Tonnen TNT ist.

Siehe auch : Seismograph Seismometer Momenten-Magnitude

Weblinks:



Bücher zum Thema Richterskala

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Richterskala.html">Richterskala </a>