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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 28. Mai 2012 

Riemengetriebe


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Riemengetriebe auch Riementrieb oder Riemenantrieb zeichnen sich durch ihr prägendes Lastübertragungsmittel Riemen aus. Man ordnet sie der Gruppe Zugmittelgetriebe zu.

Sie finden vielfältige Anwendung im Maschinenbau.

Die einzelnen freien Riemenabschnitte bezeichnet man Trum. Je nach Belastung spricht man vom ziehenden Trum (Lasttrum) oder gezogenem Trum (Leertrum) .

Früher kannte man Riemengetriebe unter der Transmission .

Im Zuge der Industrialisierung wurden in vielen Firmen zentrale Dampfmaschinen oder Lokomobile zum Antrieb vieler einzelner Maschinen eingesetzt. Zur Übertragung der zentral erzeugten dienten Wellen aus Eisen und Riemenscheiben aus Holz die über Flachriemen den sog. Transmissionsriemen aus Leder verbunden waren. Die Transmissionswellen wurden meist an der Decke befestigt durch die gesamte Halle teilweise sogar in Gebäude geführt. An den Stellen an denen Maschine anzutreiben war wurde mit einer Riemenscheibe Riemen zu dieser Maschine heruntergeführt.

Gegenüber dem in Mühlen oft eingesetzten Zahnradantrieb konnte dieser die erforderlichen Kräfte über Wege mit vergleichsweise geringem Materialeinsatz weiterleiten.

Der Einsatz von kaskadierten (gestuften) Riemenscheiben verschiedener Durchmesser direkt nebeneinander) erlaubte die Einstellung Drehzahlen an der angetriebenen Maschine. Ein Nachteil und ist jedoch der Schlupf der zu Übertragungsverlusten führt und bei Zahnrädern ausgeschlossen ist.

Durch eine Anordnung von zwei gleichen nebeneinander wovon eine auf der Welle durchdreht so genannten Leerscheibe wurde eine einfache Art einer Kupplung geschaffen. Der Riemen wurde zum Einkuppeln die an der Welle befrestigte Festscheibe geschoben zum Auskuppeln auf die Leerscheibe .

Wenn der Wellenabstand groß genug war man mit einer Kreuzung des Riemens eine erreichen. Auch Schrägstellungen der Wellen zueinander konnten verdrehten Riemen ohne Probleme ausgeglichen werden.

Die moderne Transmission existiert heute noch Flachriementrieb . Dieses wird jedoch nicht mehr für Überwindung großer Wege eingesetzt.

Die klassische Transmission ist heute nur noch äußerst selten Die Entwicklung vor allem kleiner und leistungsstarker und Sicherheitsaspekte (Gefahr bei Riemenriß) haben die Transmission verdrängt aus den Industriebetrieben verdrängt.

Die Vorteile des Riementriebes wie z.B.

  • ruhiger und geräuscharmer Lauf
  • Stoßdämpfung
  • geringe Wartung (keine Schmierung)
  • geringen Kosten (besonders bei großen Wellenabständen)
  • kurzzeitige Überlastfähigkeit (Riemenschlupf-außer Zahnriemen)
  • geringes Gewicht/Leistung und
  • hohe Umlaufgeschwindigkeiten (Drehzahlen)
sowie die Entwicklung neuer Riemenarten haben sich jedoch in diversen Bauformen die die Nachteile wie z. B.:
  • begrenzter Temperaturbereich
  • Riemendehnung (Nachspannen)
  • Empfindlichkeit gegen äußere Einflüsse (Öl Benzin Temperatur Wasser Staub)
  • ständiger Dehnschlupf (ca.2%-nicht bei Zahnriemen))
  • große Wellenbelastungen (1 2-2 5fach mal Umfangskraft) nach Riemenart.
wieder aufwiegen oder im speziellen Fall relevant sind.

Riemengetriebe können unterschiedlich eingeteilt werden:

Inhaltsverzeichnis

nach Riemenart

  • Flachriemen
  • Keilriemen
  • Zahnriemen
  • Keilflach-/Zahnflachriemen

(siehe Riemenarten )

nach Riemenführung

offen

Offene Riemengetriebe sind die einfachste Bauart. ihnen läuft der Riemen über zwei Riemenscheiben Achsen parallel und deren Drehrichtung gleich ist.
Die Drehrichtung ist ohne weiteres umkehrbar. können sehr große Riemengeschwindigkeiten gefahren werden.

gekreuzt

Gekreuzte Riemengetriebe werden eingesetzt wenn sich Riemenscheiben in entgegengesetzen Drehrichtungen bewegen sollen. Sie einen relativ großen Abstand zwischen den Scheiben müssen so konstruiert sein daß sich die nicht berühren.

halbgekreuzt (geschränkt)

Winkelgetriebe

Mehrfachantriebe

Der Riemen läuft meist über eine und mehrere Abtriebswellen und/oder -scheiben

nach Spannmöglichkeit

Dehnungsgetriebe

Riemen kürzer als eigentlich notwendig-wird elastisch

Spannrollengetriebe

zusätzliche Spannrolle(n) am Leertrum. Die Spannrollen entweder fix oder federnd angebracht werden.

Spannwellengetriebe

Verschiebung der Antriebswelle bzw. des Motors den Riemen zu spannen.

Selbsttätiges Spannen

  • Motor auf Wippe befestigt-Spannung durch Masse des
  • Antriebsscheibe mit Zahnrad zur Motorwelle verbunden. Die ist um die Motorwelle schwenkbar. Die Drehbewegung Motors schwenkt die Antriebsscheibe und spannt so Riemen.

nach Verstell-/Schaltbarkeit

Ausrückgetriebe

Das Ausrückgetriebe entspricht der oben bei klassischen Transmission erklärten Kupplung für Flachriemen.

Stufenscheibe

Siehe ebenfalls klassische Transmission (flachriemen)-Anwendung bei Schaltung jedoch oft im Stillstand

Kegelscheibe

Zwei entgegengesetzte konische Rotationskörper auf denen Flachriemen in Achsrichtung verschoben wird.

Keilriemenverstellgetrieb

Stufenlosen Getriebe mit Keilriemen das Anwendung Fahrzeugbau fand.(siehe Variomatic )




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