Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMittwoch, 1. Oktober 2014 

Riesengebirge


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.

Das Riesengebirge ( poln. Karkonosze tschech. Krkonoše ) ist ein Teilgebirge der Sudeten bildet die Grenze zwischen Polen und Tschechien und verläuft in Nordwest-Südost-Richtung.

Das Riesengebirge hat trotz seiner Höhe nur maximal 1602 m in seinen Kammlagen subalpinen Charakter. Es ist das höchste mitteleuropäische Zwischen Spindlermühle (Špindlerův Mly´n) und Harrachsdorf (Harrachov) sich in einer Höhe von 1384 m Quelle der Elbe . Das Riesengebirge gewinnt in den letzten zunehmend auch für deutsche Touristen Bedeutung als Alternative zu den Alpen. Riesengebirge befinden sich viele Stätten für den Wintersport . Es ist Schauplatz der Legenden um den Berggeist Rübezahl (Tschechisch Krkonoš ). Die östliche Fortsetzung bildet das Rehorngebirge.

Eine Besonderheit des Riesengebirges stellen die Bergbauden dar. Ursprünglich waren dies meist von im Sommer bewohnte Gebäude in den höheren des Gebirges. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts wurden jedoch viele von ihnen zu umgewandelt. Bei vielen Bauden kamen später noch hinzu um eine größere Zahl von Gästen und beherbergen zu können. Dazu zählt z.B. Vosecká Bouda Wosseckerbaude ) oberhalb von Harrachov . An anderen Stellen wurden die alten ganz durch neuere Gebäude ersetzt. Zu diesen für touristische Zwecke errichteten Bauden zählen z.B. Petrová bouda ( Peterbaude ) oder die Luční bouda ( Wiesenbaude ) unweit der Schneekoppe .

Inhaltsverzeichnis

Entstehung

Geographie

Die Schneekoppe liegt genau auf der polnisch-tschechischen

Der Hauptkamm des Riesengebirges bildet auch die Grenze zwischen Tschechien und Polen. Zu gehört auch die 1602m hohe Schneekoppe (tschechisch: Sněžka polnisch: Śnieżka) der höchste des Riesengebirges sowie ganz Tschechiens. Nördlich des fällt das Gebirge steil nach Polen hin Nur im Nordosten setzt sich das Riesengebirge Polen im Landeshuter Kamm fort.

In Tschechien verläuft südlich des Hauptkamms dazu der nur ca. 100m niedrigere Böhmische oder auch Innere Kamm. Er wird bei Špindlerův Mlýn von der Elbe durchbrochen. Daran schließen noch mehrere Nebenkämme an.

Der Hauptkamm und der Böhmische Kamm durch die Täler von Mumlava ( Mummel ) Labe ( Elbe ) und Bílé Labe ( Weißwasser ) getrennt. Weitere bedeutende Flüsse auf tschechischer sind Velka Úpa ( Große Aupa ) und Malá Úpa ( Kleine Aupa ) sowie die Jizerka ( Kleine Iser ).Die Mumlava und die Jizerka münden in Jizera ( Iser ) welche im angrenzenden Isergebirge entspringt und den Südwesten des Riesengebirges Die Flüsse auf tschechischer Seite stürzen oft steile Kanten von den Rändern der Höhenzüge die von eiszeitlichen Gletschern geformten Täler. Die Wasserfälle auf tschechischer Seite sind Labský vodopád Elbefall ) mit einer Fallhöhe von 50m Pančavsky´ ( Pantschenfall ) (250m) Horní Úpský vodopád ( Oberer Aupafall ) Dolní Úpský vodopád ( Unterer Aupafall ) und Mumlavský vodopád ( Mummelfall ) 10m. Die bedeutendsten Flüsse auf polnischer sind Kamienna ( Zacken ) Łomnica ( Lomnitz ) und Bóbr ( Bober ). Diese bilden aufgrund des starken Gefälles häufig imposante Wasserfälle wie z.B. Wodospad Kamienczyka Zackelfall ) (27m) Wodospad Szklarki ( Kochelfall ) (13 5m) und Wodospad na Łomnicy Lomnitzfall ) (10m).

Natur

Im Riesengebirge sind die typischen Vegetationszonen eines mitteleuropäischen Gebirges vertreten. Die Flusstäler niederen Lagen bilden die submontane Zone. Die natürlicherweise vorherrschenden Laub- und Mischwälder wurden jedoch größtenteils durch Fichten monokulturen ersetzt. Nur in den Flusstälern sind Reste der Laubwälder vorhanden.

Daran schließt die montane Vegetationszone an. natürliche Nadelwaldbestände wurden ebenfalls zum großen Teil durch monokulturen ersetzt. Diese sind durch Luftverschmutzung und Bodenversauerung oft stark geschädigt. An vielen Stellen der Wald großflächig abgestorben. Der Grund ist geographische Lage im sog. "Schwarzen Dreieck" einer um das deutsch-polnisch-tschechische Dreiländereck in der eine Zahl von Braunkohle kraftwerken existiert. Zwar wurde deren Schwefeldioxidemission die für den " sauren Regen ist sowie die Emission vieler anderer seit Beginn der 1990er Jahre stark reduziert trotzdem konnte der des Waldsterbens der bereits in den 1970er Jahren einsetzte noch nicht vollständig gestoppt

Besonders in der Umgebung von Bauden durch Rodung artenreiche Bergwiesen. Um die Wintersportorte Touristenzentren herum wurde breite mit Wiesen bestandene Gefälle folgende Schneisen in den Wald geschlagen.

Oberhalb der Baumgrenze in ca. 1250-1350m die subalpine Vegetationszone . Sie ist vor allem von Knieholzbeständen und sekundären Borstengraswiesen und subarktischen Hochmooren geprägt.

Diesem Lebensraum kommt im Riesengebirge eine besondere Bedeutung Es handelt sich hierbei um einen Rest arktischen Tundra die während der Eiszeiten in Mitteleuropa vorherrschte. Gleichzeitig bestand jedoch Verbindung zum alpinen Grasland der Alpen. Es hier Pflanzenarten nebeneinander die sonst mehrere tausend voneinander getrennt sind z.B. Moltebeeren . Einige Arten entwickelten sich unter den Bedingungen des Riesengebirges anders als in den oder in der Tundra. Sie sind endemisch das heißt sie kommen nur hier

Nur auf den höchsten Gipfeln (Sněžka hora ( Brunnberg } Luční hora ( Hochwiesenberg ) Vysoké Kolo ( Hohes Rad ) und Kotel ( Kesselkoppe )) findet man die alpine Vegetationszone. Hier Gras- und Flechtengesellschaften vor.

Besonders artenreich sind die Gletscherkare wie důl ( Riesengrund ) Labsky´ důl ( Elbgrund ) und Důl Bílého Labe (Weißwassergrund). Die Stellen nennt man Gärtchen (Čertova zahrádka ( Teufelsgärtchen ) Krakonošova zahrádka ( Rübezahls Gärtchen ) usw. Davon gibt es im Riesengebirge 15.

Sowohl auf tschechischer Seite als auch polnischer Seite sind große Teile des Riesengebirges Nationalpark geschützt. Der tschechische Nationalpark Riesengebirge wurde 1963 als erste Nationalpark in Tschechien gegründet. umfasst annähernd 370 km 2 . Der mit 56 km 2 weitaus kleinere Nationalpark auf polnischer Seite bereits seit dem 16.1. 1959 . Große Teile des Riesengebirges stehen zusätzlich Biosphärenreservat unter dem Schutz der UNESCO .

Klima

Das Klima des Riesengebirges ist von häufigen Wetterumschwüngen Die Winter sind kalt und Schneehöhen über 3 keine Seltenheit. Weite Teile des Gebirges verbergen ca. 5-6 Monate unter einer Schneedecke. Die Lagen sind oft in dichten Nebel gehüllt. Der Gipfel der Schneekoppe ist an durchschnittlich 296 zumindest zeitweise im Nebel bzw. in den Wolken verborgen. Die Durchschnittstemperatur auf der Schneekoppe ca. 0 2°C und entspricht damit der Island . Die Kammlagen gehören zu den windexponiertesten Europas. Auf der polnischen Seite ist der Föhn eine häufige Wettererscheinung. Die Niederschlagsmengen reichen ca. 700mm am Fuße des Gebirges bis 1230mm auf der Schneekoppe. Mit bis zu 1512mm in den Schneegruben werden die höchsten jedoch in den Tälern am Fuße des erreicht. Besonders im westlichen Riesengebirge muß mit schnellen Wetterwechseln gerechnet werden.

Geschichte

Ausgewählte Orte im Riesengebirge

in Polen :
  • Jelenia Góra ( Hirschberg )
  • Karpacz ( Krummhübel )
  • Szklarska Poręba ( Schreiberhau )
  • Kamienna Gora ( Landeshut )
  • Kowary ( Schmiedeberg )
  • Jagniątków ( Agnetendorf )

in Tschechien :

  • Harrachov ( Harrachsdorf )
  • Rokytnice nad Jizerou ( Rochlitz an der Iser )
  • Vrchlabí ( Hohenelbe )
  • Špindlerův Mly´n ( Spindlermühle )
  • Pec ( Petzer )
  • Trutnov ( Trautenau )
  • Žacléř ( Schatzlar )

Die höchsten Berge des Riesengebirges

Hauptkamm (von Ost nach West):
  • Kammstein (Czolo) 1286 m
  • Tafelstein (Skalny Stol) 1282 m
  • Schwarze Koppe (Svorova hora) 1410 m
  • Schneekoppe (Snezka) 1602 m
  • Kleines Rad (Tepy Syczyt) 1388 m
  • Kleine Sturmhaube (Maly Sisak) 1440 m
  • Mädelsteine (Divci kameny) 1414 m
  • Mannsteine (Muzske kameny) 1416 m
  • Große Sturmhaube (Smietec) 1424 m
  • Hohes Rad (Vysoke Kolo) 1506 m
  • Plattenstein (Sokolnik) 1384 m
  • Reifträger (Szrenica) 1362 m

andere im tschechischen Teil:

  • Kahle Berg (Lysa hora) 1344 m
  • Kesselkoppe (Kotel) 1435 m
  • Schlüsselberg (Medvedin) 1235 m
  • Hochwiesenberg (Lucni hora) 1555 m
  • Steinboden (auf dem Brünnlberg) (Studnicni hora) 1554
  • Heuschober (Stoh) 1315 m
  • Schwarzenberg (Cerna hora) 1299 m
  • Fuchsberg (Lisci hora) 1363 m

Literatur

Weblinks



Bücher zum Thema Riesengebirge

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Riesengebirge.html">Riesengebirge </a>