Rjukan ist eine Gemeinde im Süden Norwegens etwa 170 km westlich von Oslo . Der Ort ist Verwaltungssitz der Kommune Tinn .
Geographie
Rjukan liegt im engen Vestfjord -Tal das im Norden von den südlichen der Hardangervidda und im Süden von einem der Berge Norwegens begrenzt wird dem Gaustatoppen (1883 m) . Die Enge des Tals ist der daß im Winterhalbjahr von Oktober bis März Licht der tiefstehenden Sonne den Ort am nicht mehr erreicht. Weitere geographische Besonderheiten sind 10 km östlich von Rjukan gelegene fjordähnliche See Tinnsjø und der 105 m hohe Wasserfall Rjukanfossen .
Geschichte
Das Vestfjord-Tal war bereits im 18. ein Anlaufpunkt für Touristen welche die Naturattraktionen der Gegend zum Ziel hatten besonders den Um 1907 lebten nur etwa 50 Familien im Tal. Seine eigentliche Entstehung Anfang des Jahrhunderts verdankt Rjukan ebenfalls den zahlreichen Wasserfällen der nächsten Umgebung allerdings aus völlig anderen 1911 wurde einige Kilometer westlich von Rjukan Wasserkraftwerk Vemork gebaut zu der Zeit das größte Welt. In den folgenden Jahren wurden weitere und Industrieanlagen gebaut und 1917 lebten bereits 10.000 Menschen in Rjukan und Umgebung. Der und alle kulturellen und sozialen Einrichtung des wurden dabei vom Betreiber der Kraftwerke Norsk Hydro gebaut und unterhalten. So zum Beispiel 1928 die Krossobane die erste Seilbahn Nordeuropas. Sie wurde erbaut damit die aus Rjukan auch im Winter die Sonne Gesicht bekommen konnten. Rjukan entwickelte sich in Folgezeit zum ersten Schwerindustriezentrum Norwegens.
Wasserkraftwerk Vemork 2003
Bekannt über Norwegens Grenzen hinaus wurde während des Zweiten Weltkriegs . Norwegische Forscher hatten im Wasserkraftwerk Vemork vor dem Krieg mit der Erforschung und Produktion von schwerem Wasser begonnen. Schweres Wasser war ein notwendiges zum Bau von Atombomben . Mit der Besetzung Norwegens durch deutsche im April 1940 fielen die Forschungsergebnisse und vorhandenen Bestände an schwerem Wasser in die der Deutschen. Um die Bedrohung durch eine Atombombe zu verhindern startete im November 1942 britische Sabotage-Gruppe in Zusammenarbeit mit dem norwegischen Widerstand eine Operation um die Bestände an Wasser in Vemork zu zerstören. Diese erste schlug jedoch fehl 34 britische Soldaten kamen ums Leben. Bei einer zweiten Operation im 1943 landeten norwegische Widerstandskämpfer auf der Hardangervidda. Gruppe gelang es am 27. Februar die Tanks für das schwere Wasser in Vemork sprengen. Der größere Teil der norwegischen Gruppe anschließend in das neutrale Schweden flüchten während einige Widerstandskämpfer bis zum des Krieges eine kleine Funkstation auf der unterhielten.
Die Deutschen bauten die zerstörten Bereiche noch im Sommer 1943 wieder auf. Die beschlossen daraufhin die gesamte Anlage massiv zu Am 16. November griffen 140 B-17 Flying Fortress Bomber das Kraftwerk Vemork und die Forschungsanlage Die Anlage wurde dabei so schwer beschädigt die Deutschen die Produktion von schwerem Wasser Vemork aufgaben. Bei dem Angriff wurden allerdings über 20 norwegische Zivilisten getötet.
Die verbliebenen Reste an schwerem Wasser nach der Aufgabe der Anlage im Februar per Zug nach Deutschland geschafft werden. Um zu verhindern traten die norwegischen Widerstandskämpfer noch in Aktion. Am 20. Februar 1944 brachten eine Sprengladung am Rumpf der Eisenbahnfähre an welche die Tanks mit der Fracht über den Tinnsjø bringen sollte. Als die Fähre in der Mitte des Sees brachte ein Zeitzünder den Sprengstoff zur Explosion. Das Schiff innerhalb von wenigen Minuten zusammen mit dem Wasser und der Besatzung 4 Deutschen und Norwegern.
Der Kampf um das schwere Wasser damit in Norwegen beendet. Die Aktionen von 1942 bis Februar 1944 war eine der koordinierten Widerstands-Operationen des gesamten Krieges.
Nach dem Krieg schwand der Einfluß Norsk Hydro in Rjukan und auch die als Industriestandort nahm aufgrund der Unzugänglichkeit der ab. Die Kraftwerke blieben jedoch der Hauptwirtschaftsfaktor der Gegend.
In heutiger Zeit ist Rjukan wie dem Aufstieg zum Industriezentrum wieder in erster ein Zentrum für den Tourismus. Es ist für Touren in die Hardangervidda und im ein beliebtes Skigebiet.
Sehenswürdigkeiten
Gaustatoppen – Aussichtsberg und Skigebiet
Rjukanfossen – 105 m hoher Wasserfall
Tinnsjø - Fjordähnlicher See 45 km lang bis zu 470 m tief
Kraftwerk Vemork – Heute ein Industriemuseum mit über die Sabotageaktionen im 2. Weltkrieg