Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Der Rosenstraße-Protest war die größte ungenehmigte spontane Protestdemonstration in Deutschland während der Zeit des Nationalsozialismus .
Am 27. Februar 1943 begannen SS und Gestapo in der sog. " Fabrikaktion " die noch verbliebenen Berliner Juden zu und in Sammellager zu bringen. Unter den befanden sich zahlreiche Partner aus deutsch-jüdischen " Mischehen " und " Mischlinge " die in das Gebäude der ehemaligen für Wohlfahrtswesen und Jugendfürsorge der Jüdischen Gemeinde der Berliner Rosenstraße 2-4 gebracht wurden.
Bereits am Abend des 27. Februar sich vor dem Gebäude eine Menschenmenge gebildet sich vorwiegend aus Frauen und Angehörigen der zusammensetzte. Teilweise wurde offen die Freilassung dieser gefordert. Auch in den nächsten Tagen blieb Menschenansammlung aus mehreren hundert ständig wechselnden Teilnehmern obwohl die Polizei immer wieder mit dem von Waffengewalt drohte und einige der Demonstrantinnen verhaftet wurden. Am 4. März kam vor dem Sammellager in der Großen Hamburger zu einer ähnlichen Demonstration . Am 5. März wurden 25 der aus der Rosenstraße nach Auschwitz deportiert. Am 6. März allerdings befahl Joseph Goebbels in seiner Funktion als Gauleiter von Berlin angesichts der fortdauernden Unruhen inhaftierten Juden aus Mischehen "Geltungsjuden" und "Mischlinge 1. Grades" freizulassen. die am 5. März bereits Deportierten wurden Gegensatz zu allen übrigen Opfern der " Fabrikaktion " aus dem Konzentrationslager Auschwitz entlassen. Ob es allerdings tatsächlich Rosenstraße-Protest war der zur Freilassung der inhaftierten Juden geführt hat ist neuerdings unter Historikern
Die Ereignisse des Rosenstraße-Protestes wurden 2003 von Margarete von Trotta unter dem Rosenstraße verfilmt.
Nathan Stoltzfus: Widerstand des Herzens München [u.a.] 1999
Wolf Gruner: Die Fabrik-Aktion und die Ereignisse in der Rosenstraße : Fakten und Fiktionen um den Februar 1943 . - In: Jahrbuch für Antisemitismusforschung. - - 11 (2002) S. 137 - 177