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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenFreitag, 10. Februar 2012 

Südliche Seebären


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Südliche Seebären

Neuseeländische Seebären

Systematik
Klasse : Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse : Höhere Säugetiere (Eutheria)
Ordnung : Raubtiere (Carnivora)
Unterordnung : Hundeartige (Cynoidea)
Familie : Ohrenrobben (Otariidae)
Gattung : Arctocephalus

Die Südlichen Seebären ( Arctocephalus ) sind eine Gattung der Ohrenrobben . Die acht Arten sind einander sehr und vor allem durch die verschiedenen Größen abzugrenzen. Mit dem Nördlichen Seebären haben sie das dichte wollige Fell allerdings enden hier auch schon die Gemeinsamkeiten; Seebären sind offenbar mit den Seelöwen dichter verwandt als mit ihren nördlichen

Die Farbe der Südlichen Seebären ist Männchen haben außerdem eine schwarze Halsmähne. Zu bilden Seebären große Kolonien in denen ein je einen Harem aus mehreren Weibchen unterhält. rivalisierenden Männchen gibt es Kämpfe um die Plätze an den Küsten in deren Verlauf und schwächere Männchen an den Rand der gedrängt werden. Außerhalb der Fortpflanzungszeit bleiben die in der Nähe ihrer Lagerplätze und wandern umher.

Die Arten sind:

  1. Guadalupe-Seebär ( Arctocephalus townsendi )
  2. Juan-Fernandez-Seebär ( Arctocephalus philippii )
  3. Galapagos-Seebär Arctocephalus galapagoensis )
  4. Südamerikanischer Seebär ( Arctocephalus australis )
  5. Subantarktischer Seebär ( Arctocephalus tropicalis )
  6. Antarktischer Seebär ( Arctocephalus gazella )
  7. Neuseeländischer Seebär ( Arctocephalus forsteri )
  8. Südafrikanischer Seebär ( Arctocephalus pusillus )

Inhaltsverzeichnis

Guadalupe-Seebär

Die seltenste aller Arten dieser Gattung der Guadalupe-Seebär ( Arctocephalus townsendi ). Die weltweit einzige Kolonie dieser Robbe sich auf der zu Mexiko gehörenden Insel Guadalupe (vor Baja California ); es ist das einzige Vorkommen einer der Südlichen Seebären auf der Nordhalbkugel. Man davon aus dass es früher Kolonien dieser auf zahlreichen Inseln vor der Westküste Nordamerikas hat. Die Kolonie auf Guadalupe bestand ursprünglich über 100.000 Robben; im 19. Jahrhundert schlachtete die Seebären massenhaft wegen ihrer Felle ab. man 1894 die letzten Robben tötete erklärte die Art für ausgestorben; heute wird angenommen in den folgenden Jahren Seebären unbemerkt in Höhlen entlang der Küste überlebten. Jedenfalls wurden wieder zwei Seebären von Fischern gefangen und Zoo von San Diego übergegeben; danach dauerte es bis zum 1949 bis man wieder einen frei lebenden fand und ab 1954 gab es wieder Kolonie auf Guadalupe. Der Guadalupe-Seebär ist heute mexikanische Gesetzt streng geschützt und die Insel ist ein Robbenschutzgebiet. So konnte die Kolonie auf 1600 Seebären anwachsen. Außerhalb der Fortpflanzungszeit man Guadalupe-Seebären selbst auf den kalifornischen Channel Islands wo sie sich unter die Nördlichen Seebären mischen.

Juan-Fernandez-Seebär

Der Juan-Fernandez-Seebär ( Arctocephalus philippii ) ist ebenfalls eine sehr seltene Art einzige Kolonien auf den Juan-Fernandez-Inseln leben einer Chile gehörenden aber 670 km von der südamerikanischen Küste entfernt liegenden Inselgruppe. Reisende des 18. Jahrhunderts schätzten die Bestände entlang der der beiden Inseln Alejandro Selkirk und Robinson auf vier Millionen Robben. Britische Robbenjäger wurden zu den Inseln entsandt. Gelegentlich ankerten gleichzeitig Schiffe vor der Insel während die Jäger Robben wegen ihrer Felle erschlugen. Da jedes etwa 250.000 Seebären getötet wurden brachen die in kürzester Zeit zusammen. 1824 hielt man Art für ausgestorben. Ähnlich wie der Guadalupe-Seebär die Art nur überlebt haben weil einige verborgen in Höhlen unentdeckt blieben. Erst 1965 die Art wiederentdeckt und sofort unter strengen gestellt. Die Kolonien auf beiden Inseln umfassen wieder 20.000 Robben und sind beständig am

Galapagos-Seebär

Mit einer Länge von 150 cm bzw. 120 cm (Weibchen) ist der Galapagos-Seebär ( Arctocephalus galapagoensis ) die kleinste Art der Südlichen Seebären. Kolonien leben auf 15 Inseln der Galapagos-Inseln ; sie wandern nicht und verlassen den auch außerhalb der Fortpflanzungszeit nicht. Während die Arten eher in kalten oder gemäßigt-kühlen Gewässern Hause sind lebt der Galapagos-Seebär in einer Klimazone. Um der Überhitzung zu entgehen halten die Robben auch beim Ruhen nach Möglichkeit Gezeitentümpeln auf. Wie die vorgenannten Arten wurden die Kolonien des Galapagos-Seebären von Robbenjägern so abgeschlachtet dass man die Art noch im Jahrhundert für ausgestorben hielt. 1932 wurde der wiederentdeckt und seitdem sind die Bestände dank strengen Schutzmaßnahmen der ecuadorianischen Regierung wieder auf knapp 50.000 Tiere

Südamerikanischer Seebär

Der Südamerikanische Seebär ( Arctocephalus australis ) hat das weiteste Verbreitungsgebiet aller Südlichen Es gibt zwei Unterarten. A. a. gracilis lebt an den Küsten Südamerikas von Peru bis Chile sowie von Argentinien bis Südbrasilien . Dagegen kommt A. a. australis an den Küsten der Falklandinseln vor. Die Seebären wurden an allen über Jahrhunderte von Robbenjägern getötet. Beispielsweise gab entlang der peruanischen Küste in den 1940ern vierzig Seebären; durch seitdem erlassene Schutzgesetze leben wieder 20.000 Robben. 40.000 Seebären leben an chilenischen Küsten 3000 an argentinischen Küsten und auf den Falklandinseln; am gesündesten sind die aber an den Küsten Uruguays wo sie 200.000 Tiere umfassen.

Subantarktischer Seebär

Die Kolonien des Subantarktischen Seebären ( Arctocephalus tropicalis ) leben auf isolierten Inseln rund um Antarktis . Drei Viertel des Gesamtbestandes leben in Kolonie auf Gough Island das zum Archipel Tristan da Cunha gehört. Die zweitgrößte Kolonie befindet sich der zu den französischen Antarktisterritorien gehörenden Insel Während des 18. und 19. Jahrhunderts wurden großen Kolonien von Robbenjägern nahezu vernichtet. So auf Gough Island 1892 nur noch 300 inzwischen wird die dortige Kolonie auf 320.000 geschätzt und wächst jährlich weiter an.

Antarktischer Seebär

Antarktischer Seebär Jungtier

Auch der Antarktische Seebär ( Arctocephalus gazella ) lebt auf Inseln rund um die Die größten Kolonien gibt es auf Südgeorgien ; weitere findet man auf den zu gehörenden Inseln Marion Island und Prince Edward sowie auf mehreren Inseln im Britischen Antarktis-Territorium zum Beispiel den Südlichen Shetlandinseln und Südlichen Orkneyinseln. Für gewöhnlich sind Antarktische und Seebären voneinander getrennt; auf wenigen Inseln bilden gemeinsame Kolonien und hier kommt es gelegentlich zu interspezifischen Fortpflanzungen.

Die Kolonien haben noch am Ende 18. Jahrhunderts mehrere Millionen Tiere umfasst. In 1790ern begannen die Raubzüge der Robbenjäger. Im 1800/1801 wurden allein auf Südgeorgien 112.000 Seebären Auf einer Insel nach der anderen wurden Kolonien vernichtet und die Ausbeute wurde immer Die Kolonien auf den Südshetlandinseln wurden erst entdeckt; sie umfassten etwa 400.000 Tiere die von nur zwei Jahren ausgelöscht wurden. In 1830ern galt die Art als ausgestorben; da ein so riesiges Verbreitungsgebiet jedoch nicht gänzlich lässt haben Antarktische Seebären das Massenschlachten in Regionen überlebt. In den 1930ern gab es eine Kolonie von hundert Tieren auf Südgeorgien. strenge Schutzgesetze wuchs sie jährlich an und heute wieder 1 4 Millionen Robben. Dagegen sich auf den anderen Inseln des einstigen die Bestände längst nicht so gut erholt umfassen insgesamt 20.000 Seebären.

Neuseeländischer Seebär

Der Neuseeländische Seebär ( Arctocephalus forsteri ) ist auch als Australischer Seebär bekannt jedoch zu Verwechslungen mit einer Unterart des Seebären führen kann. Die großen Kolonien an australischen und tasmanischen Küsten wurden am Ende des 19. vollständig vernichtet. Anschließend setzten die Robbenjäger das in Neuseeland vor wo alle Kolonien bis vernichtet waren. Nur wenige Seebären überlebten in die für die Robbenjäger nicht zugänglich waren. Bestände an Neuseelands Küsten umfassen heute wieder Tiere und wachsen jährlich weiter an. Aus Gründen konnten sich die Bestände in Australien erholen. Eine kleine Kolonie von 350 Robben aber inzwischen wieder an der Küste Tasmaniens.

Südafrikanischer Seebär

Der Name des Südafrikanischen Seebären ( Arctocephalus pusillus ) ist reichlich unpräzise denn während eine ( A. a. pusillus ) tatsächlich an Atlantikküsten Südafrikas und Namibias gefunden wird lebt die andere (Australischer A. a. doriferus ) an südlichen und östlichen Küsten Australiens. einer Länge von 250 cm (Männchen) bzw. cm (Weibchen) ist dies die größte Art Gattung; der lateinische Artname "pusillus" bedeutet unglücklicherweise "der kleinste" so dass sich manchmal der der Größe völlig unsinnige Name "Zwergseebär" für Art eingebürgert hat.

Nachdem auch diese Art im 19. an den Rand der Ausrottung gebracht worden haben sich die Bestände heute merklich erholt. gibt über eine Million Seebären an afrikanischen als einzige Seebären werden sie noch immer Doch anders als früher handelt es sich eine kontrollierte Jagd einer festgelegten Zahl junger und es werden nicht mehr ausschließlich die verarbeitet sondern auch das Fleisch und das

An den australischen Küsten lebten ursprünglich hunderttausend Seebären dieser Art; bis zu den war der fast ausgerottete Bestand wieder auf Tiere angewachsen. Aus unbekannten Gründen sind die seitdem aber nicht mehr angewachsen.




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