Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. System/360 oder kurz S/360 bezeichnet eine Großrechnerarchitektur der Firma IBM aus dem Jahre 1964 . Die wichtigsten Designkriterien waren:
General Purpose. Vor der S/360 waren Computer für kaufmännische oder für naturwissenschaftlich-technische Zwecke optimiert.
8-Bit Zeichengröße. Im Gegensatz zu zeitgenössischen Architekturen mit 6-Bit Einheiten arbeiteten wurden Bytes zu Bits verwendet.
32- oder 64-Bit Floating Point Worte mit Basis.
Vorzeichen bei Ganzzahlwerten ist 1 Bit
Dezimalzahlen (gepackte Speicherung) können variable Längen von bis 31 Stellen haben. In einigen "Hochsprachen" zum Beispiel RPG_(Programmiersprache) nur 15 Stellen. Jede Ziffer belegt ein halbes Byte (4 Bit Binär codierte Dezimalzahlen ) das Vorzeichen belegt im letzten Byte letzten 4 Bits: "C" (1100) "A" (1010) (1111) und "E" (1110) sind positive Vorzeichen (1011) und "D" (1101) sind negative Vorzeichen. anderen Kombinationen machen die Zahl ungültig für Maschinenbefehle. Die Position des Kommas muß man der Operanden beim Programmieren ermitteln.
Variabel lange Zeichenketten haben ein Längenfeld und nicht mit einem Spezialzeichen abgeschlossen.
Verzicht auf einen Stack . Dies macht Linkage Konventionen erforderlich da bei Unterprogrammaufrufen der Status werden muss.
Grundsätzlich indexierte Adressierung unter Verwendung eines Basisregisters. sind so grundsätzlich unabhängig von physischen Adressen.
Binäre Adressierung
Alle Register sind Universalregister die sowohl als Akkumulatoren auch zur Adressierung (Ausnahme Register 0) verwendet können. Ratsam ist allerdings als Basisregister (Adressierung) die Register ab Nr. 3 (bis max. zu verwenden. Register 1 und 2 werden bestimmten Befehlen (z.Bsp. TRT) zwangsweise verwendet. Die 12 bis 15 werden für den Aufruf Unterprogrammen verwendet und einige benötigt man auch für andere Zwecke. Ein Register reicht gerade einen Speicherbereich von 4096 Bytes (4k Bytes) adressieren. In den Maschinenbefehlen stehen für eine nur 2 Bytes zur Verfügung 4 Bits die Registernummer und 12 Bits für das
Die Universalregister sind 32 Bit breit zur werden die rechten 24 Bit verwendet was Adressraum von 16 Megabyte ermöglicht. Bei den "BAL" und "BALR" (Branch and Link) wird Rücksprungadresse in ein Register gespeichert dabei wird den linken 4 Bits des Registers der gerettet. Aufgrund dieser Besonderheiten war es bei Nachfolgesystemen nicht so einfach möglich den Adressraum die 16 MB hinaus zu erweitern.
Die S/360 - Architektur wurde im der letzten vierzig Jahre kontinuierlich weiter entwickelt gipfelt zur Zeit in der Architektur der zSeries .
Mit dem System/360 erschienen drei Betriebssysteme für Installationen ohne Harddisks DOS/360 für kleinere OS/360 für größere Installationen mit Disks. OS/360 der Vorläufer des aktuellen z/OS .
Eine Besonderheit stellte das System 360/20 Es war ursprünglich als reine Lochkartenanlage konzipiert von Tabelliermaschinen) und hatte nur einen eingeschränkten (Maschinenbefehle). Die Registerbreite betrug 16 bit bei statt 16 Registern.