Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. SQL ( S tructured Q uery L anguage) ist eine Abfragesprache für relationale Datenbanken . Sie hat eine relativ einfache Syntax die an die englische Umgangssprache angelehnt und stellt eine Reihe von Befehlen zur von Datenstrukturen nach der relationalen Algebra zur von Datenbeständen (Anfügen Bearbeiten und Löschen von und zur Abfrage von Daten zur Verfügung. ihre Rolle als Quasi-Standard ist SQL von Bedeutung da eine weitgehende Unabhängigkeit von der Software erzielt werden kann. Die meisten SQL-Implementierungen darüber hinaus allerdings noch herstellerspezifische Erweiterungen die dem Standard-Sprachumfang entsprechen.
Die Grundlage aller relationalen Datenbanken legte 1970 Edgar F. Codd mit seinem Artikel "A Relational Model Data for Large Shared Data Banks". Codd damals im IBM -Forschungslabor in San Jose Kalifornien . Bei den auf diesen Artikel folgenden Forschungsarbeiten war ein Aspekt die Entwicklung relationaler Die Bedeutendste von der kommerziellen Sichtweise her die "Structured English Query Language" SEQUEL die den IBM Forschungslabors 1974 entwickelt wurde. 1976 wurde SEQUEL /2 definiert und aus Gründen in SQL umbenannt. Der Prototyp System R wurde 1977 funktionsfähig implementiert und enthielt einen Großteil Sprache SQL.
Nach den Erfolgen bei den Benutzern System R beschlossen mehrere Firmen SQL-basierte Datenbanken auf Markt zu bringen. Das System ORACLE der Relational Software Inc. (später in Oracle Corporation kam 1980 vor IBMs SQL/DS ( 1981 ) auf den Markt. Die Urversion der aktuell verfügbaren SQL-Implementierung DB2 von IBM entstand 1983 . INGRES folgte im Jahre 1985 SYBASE 1986 . SQL hatte sich innerhalb von 10 zum de-facto-Standard in der Welt der Datenbanken
Das American National Standards Institute ( ANSI ) beauftragte 1982 die Standardisierung einer relationalen Sprache die 1986 ratifiziert wurde und zum guten Teil dem IBM-Dialekt von SQL bestand. 1987 wurde SQL/86 auch als ISO -Standard akzeptiert. Aktualisierungen und Erweiterungen erfolgten mit SQL/92 und SQL/99.
Wählt alle Einträge aus der Tabelle Adressen bei denen in der Spalte Name der Wert Müller steht.
select Name from Adressen order by Name
Zeigt die Spalte Name aus der Tabelle Adressen an. Da die abgefragten Datensätze im nicht geordnet werden muss ein Ordnungsbegriff (hier Name) ausdrücklich angegeben werden.
select count (*) Anzahl_Adressen from Adressen
Gibt die Anzahl der Datensätze in Tabelle Adressen aus. Die Ausgabe besteht lediglich aus Zeile und einer Spalte welche die Überschrift Anzahl_Adressen trägt.
create table Laender (Kuerzel_ISO character (2) primary Land_Name varchar2 (50) not null)
Erzeugt eine neue Tabelle namens Laender mit den Spalten Kuerzel_ISO und Land_Name wobei Kuerzel_ISO der Primärschlüssel ist und in keiner der Spalten Felder erlaubt sind.
alter table Laender add Kuerzel_Auto varchar2 (3)
Definiert eine neue Spalte namens Kuerzel_Auto in der Tabelle Laender .
drop table Adressen
Löscht die gesamte Tabelle Adressen .
create index idx_Adressen on Adressen (Name)
Legt einen Index auf die Spalte Name der Tabelle Adressen . der Index bekommt die Bezeichnung idx_Adressen und beschleunigt die Suche nach Datensätzen der Tabelle Adressen wenn der Name als Suchkriterium angegeben wird.
In den oben vorgestellten Befehlen create table und alter table wird bei der Definition jeder Spalte angegeben Datenformat sie unterstützen soll. Dazu liefert SQL ganze Reihe standardisierter Datentypen mit. Dies sind wichtigsten von ihnen:
integer
Ganzzahl (positiv oder negativ)
number (n)
Ganzzahl (positiv oder negativ) mit maximal n Stellen
number (n m)
Festkommazahl (positiv oder negativ) mit maximal n Stellen davon m nach dem Komma
float (m)
Gleitkommazahl (positiv oder negativ) mit maximal m Stellen nach dem Komma
character (n)
Zeichenkette (also Text) mit n druckbaren und/oder nicht druckbaren Zeichen
varchar (n) varchar2 (n)
Zeichenkette (also Text) mit maximal n druckbaren und/oder nicht druckbaren Zeichen. Die Variante varchar2 ist für Oracle spezifisch.
date
Datum (bei Oracle inklusive Uhrzeit)
boolean
Boolesche Variable (kann die Werte true (wahr) oder false (falsch) annehmen). Dieser Datentyp fehlt in Oracle.
Die meisten Datenbanken welche SQL unterstützen zwischen statischem und dynamischem SQL.
Bei statischem SQL sind die SQL-Anweisungen in einem Anwendungsprogramm kodiert (sogenanntes Embedded SQL ). Während der Programmvorbereitung übersetzt ein Precompiler die SQL-Befehle in Funktionsaufrufe anschliessend definiert Optimizer den besten Zugriffspfad auf die Daten speichert diesen im Datenbanksystem ab.
Dynamisches SQL wird dagegen während der eines Programms interpretiert und der Zugriffspfad wird jedem Durchlauf neu optimiert.
Beide Arten von SQL haben ihre und Nachteile. Statisches SQL mit voroptimierten Zugriffen den aufwändigen Aufruf des Optimizers und wird häufig für zeitkritische Transaktionsverarbeitungen gebraucht. Das flexiblere SQL kommt dort zum Tragen wo zur die auszuführenden SQL - Anweisungen noch nicht sind.