Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Sabor (in wörtlicher Übersetzung 'Versammlung' sinngemäß 'Parlament Landtag heißt das aus einer Kammer bestehende Kroatiens .
Der Sabor hat nach der kroatischen zwischen 100 und 160 auf vier Jahre Abgeordnete. (Die Zahl der Parlamentsmitglieder richtet sich der Bevölkerungsgröße und dem Proporz zur möglichst Abbildung des Wählerwillens. Derzeit hat das kroatische 152 Abgeordnete.
Kroatien war 2003 in 10 Wahlbezirke in denen nach Proporzsystem je 14 Abgeordnete gewählt wurden. Es eine Fünf-Prozent-Hürde innerhalb der Wahlbezirke.
8 Sitze sind für Vertreter der Minderheiten reserviert. Angehörige der Minderheiten können entweder für eine der Mehrheitsparteien wählen oder alternativ auf der jeweiligen Liste für Vertreter ihrer Die in Personenwahl ermittelten Sitze sind folgendermaßen 3 für Serben 1 für Italiener 1 Ungarn 1 für Tschechen und Slowaken 1 Slowenen Bosniaken Montenegriner Mazedonier und Albaner und für sonstige Minderheiten (Deutsche und Österreicher Ukrainer Ruthenen Rumänen Russen Türken Juden Roma Polen...). wird somit z. B. die jüdische Minderheit einem revisionistisch gesinnten Deutschen vertreten.
Auch für Staatsbürger ohne dauernden Wohnsitz Kroatien sind Parlamentssitze vorgesehen deren genaue Anzahl der Wahlbeteiligung in der "Diaspora" abhängt (maximal meist 4 - 6). Dieser Wahlbezirk umfasst nur Emigranten sondern vor allem auch viele in Bosnien und Herzegowina.
Die Anfänge der kroatischen Ständeversammlung aus der heutige Sabor hervorgegangen ist liegen im Mittelalter. Obwohl 1102 Teil der ungarischen Stephanskrone geworden war häufig separate Versammlungen des kroatischen Adels statt. dem Adel war noch die Kirche im vertreten. Jeder ungarische König ließ kurz nach Regierungsantritt auch einen Sabor einberufen auf dem die kroatischen Stände huldigten. 1527 wählte der Landtag von Cetin den Habsburger Ferdinand I. unabhängig von den Ungarn zum König Kroatien.
Durch die kroatischen Gebietsverluste im 15. 16. Jahrhundet (Dalmatien an Venedig andere Gebiete die Türken) schränkte sich das Gebiet aus der Adel zum Landtag kam immer mehr Hinzu kam dass der Adel Slawoniens sich nach 1526 von Kroatien trennte an den ungarischen Gegenkönig Johann Zapolya anschloss. wurden dort bis zur türkischen Eroberung eigene abgehalten. Nach der Rückeroberung Slawoniens durch die Armeen 1699 wurde Slawonien in Gespanschaften organisiert zunächst nur im ungarischen nicht aber im Landtag vertreten waren. Später erhielten sie auch Vertretung im kroatischen Landtag ohne jedoch die Vertretung im ungarischen zu verlieren so dass Status zwischen Ungarn und Kroatien umstritten blieb. die österreichische Militärgrenze war dem Zugriff der adeligen kroatischen entzogen. Der kroatische Landtag entsandte nach alter einige stimmberechtigte Gesandte zum ungarischen Reichstag.
1848 hat der kroatische Sabor eine Rolle in der Revolution gespielt. Vorübergehend konnten Land und Parlament von der ungarischen Vorherrschaft Die Ständeversammlung wurde schrittweise in ein modernes umgewandelt wobei bis zum Ende der Österreichisch-Ungarischen kein wirklich demokratisches Wahlgesetz galt. Seit 1849 der Sabor wieder für Slawonien seit 1881 für die Gebiete der aufgelösten Militärgrenze zuständig.
Durch den österreichisch-ungarischen Ausgleich ( 1867 ) und den ergänzenden ungarisch-kroatischen Ausgleich ( 1868 ) waren die Kompetenzen des kroatischen Parlaments sehr begrenzt. Die Wahlen von 1868 bis zum Ende der österreichisch-ungarischen Monarchie wurden nach einem äußerst restriktiven Zensuswahlrecht abgehalten das die Mehrheit der Bevölkerung der Wahl ausschloss. Zudem fanden die Wahlen statt und die Wähler waren massiven Wahlbeeinflussungen die staatlichen Verwaltungsbehörden ausgesetzt. Der Banus als der Exekutive in Kroatien-Slawonien war in erster der Krone und der ungarischen Regierung nicht Sabor verantwortlich.
Dalmatien das zur österreichischen Reichshälfte gehörte hatte seinen eigenen Landtag.
Im Herbst 1918 beschloss der letzte nach altem Recht Sabor seine Befugnisse dem Nationalrat der Slowenen Kroaten und Serben der Habsburgermonarchie zu übertragen der wiederum Zusammenschluss mit Serbien zum Königreich der Serben Kroaten und Slowenen beschloss dem späteren Jugoslawien .
In der Folge wurde die Wiedereinberufung vom gesamtjugoslawischen Parlament getrennten kroatischen Sabor eine Forderung der kroatischen Oppositionsparteien. So forderte die Bauernpartei unter Stjepan Radić im Frühjahr 1919 dass - analog zur Ratifizierung der staatlichen durch das serbische Parlament - auch der noch einmal einberufen werden müsse um über Ratifizierung der Vereinigung zu beraten. Die in Wahlen zur Verfassungsgebenden Versammlung des Königreiches der Kroaten und Slowenen gewählten Abgeordenten der Kroatischen konstituierten sich aus Protest gegen die eingeschränkten der Verfassungsgebenden Versammlung und die Nichtanerkennung eines Selbstbestimungsrechtes für Kroatien als separates kroatisches Paralament erarbeiteten eine Verfassung einer Bauernrepublik Kroatien die freilich angesichts der realen Machtverhältnisse Papier blieb.
Im Abkommen zwischen dem jugoslawischen Ministerpräsidenten und dem Vorsitzenden der Kroatische Bauernpartei Maček 1939 durch das eine autonome Banovina Kroatien innerhalb Jugoslawiens geschaffen wurde war parallel Neuwahl des jugoslawischen Parlamentes auch die Wahl kroatischen Sabor vorgesehen. Aufgrund der deutschen Überfallles Jugoslawien 1941 kam es dazu jedoch nicht mehr.
Die Ustascha die 1941 unter deutsch-italienischer Besatzung den Unabhängigen Staat Kroatien errichteten versuchten im Jahre 1942 ihre Herrschaft durch die Einberufung eines aus ehemaligen Mitgliedern des Sabor von 1918 Mitgliederen des jugoslawischen Parlamentes und anderen von eigenmächtig ausgewählten Personen zu legitimieren. Dieser Sabor jedoch bald suspendiert und nicht wieder einberufen es im nach dem Führerprinzip organisierten Unabhängigen Staat Kroatien für ein Parlament keine Funktion gab.
In der Volksrepublik Kroatien bzw. Sozialistischen Republik Kroatien 1945 bis 1990 war der Sabor das Republikparlament in die Vertretung unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen institutionell verankert zu dem jedoch keine Wahlen nach einem stattfanden.
Die ersten Wahlen zum Sabor nach fanden im Jahre 1990 statt. Der damals neugewählte Sabor verabschiedete 1990 eine neue Verfassung und erklärte 1991 die Unabhängigkeit Kroatiens von Jugoslawien .