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Sachsen (Volk)


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Die Sachsen (oder auch Falen ) sind die Angehörigen eines westgermanischen Stammesverbands seit dem 2. und 3. Jh. den des heutigen Deutschlands und den Osten der Niederlande jedoch nicht das heutige Bundesland Sachsen bewohnt. In den darauffolgenden Jahrhunderten eroberte weite Teile des heutigen Norddeutschlands und gliederte die dort lebenden germanischen seinem Stammesverband ein zuletzt im 6./7.Jh. das (heutiges Westmünsterland) und das Land der Brukterer (heutiges Ruhrgebiet). Später unterschied man die der Westfalen (westlich der Weser ) Ostfalen (zwischen Weser und Elbe ) Engern (im Bereich der Weser) und (nördlich der Elbe).

Die Bezeichnung lässt sich vermutlich aus sahsnotas ( Altniederdeutsch für Schwertgenosse ) ableiten. Das Siedlungsgebiet umfasst grob die Niederlande das heutige Westfalen Niedersachsen mit Ausnahme des von Friesen bewohnten Landesteils Holstein Mecklenburg und den Norden von Sachsen-Anhalt . Ein Teil der Sachsen eroberte im Jh. einen Teil der britischen Hauptinsel das Großbritannien ( Angelsachsen ) und wurde dort zu einer der Kulturen.

Von der Völkerwanderung kaum berührt bewahrten die Sachsen bis Unterwerfung durch Karl den Großen die alte germanische Stammesverfassung ohne König mit der Versammlung der Freien dem Thing zur Regelung aller politischen Angelegenheiten. Herzöge übernahmen nur in Kriegszeiten Führungsrollen.

Geschichte

  • 200 - 400 Die Sachsen breiten sich von Holstein kommend nach Süden aus und erreichen Westfalen und Ostfalen .
  • 300 - 500 Sachsen segeln gemeinsam mit Angeln und Jüten nach Britannien und verschmelzen dort zu Angelsachsen .
  • Um 450 werden von den Briten weitere Sachsen zum Schutz gegen die Pikten angeworben.
  • 477 Gründung des Königreiches Sussex (= Süd-Sachsen ).
  • Um 500 wird das Königreich Essex gegründet (= Ost-Sachsen ).
  • Um 530 erreichen die Sachsen den Rhein .
  • 531 zerschlagen festländische Sachsen und Franken gemeinsam das Königreich Thüringen in der Schlacht bei Burgscheidungen. Der nördlich des Harzes wird sächsisch der Süden fränkisch.
  • Ab 596 werden die britischen Sachsen zum Christentum bekehrt. Die Festlands-Sachsen bleiben bei ihrem Glauben.
  • Im 7. Jahrhundert beginnen die Sachsen Herzöge zu wählen zunächst nur in Kriegszeiten.
  • 738 : erste Unterwerfung unter die fränkische Krone Pippin der Jüngere
  • 772 bis 804 : Sachsenkriege Karls des Großen
  • 772 Eroberung der sächsischen Eresburg und Zerstörung wichtigsten Kultortes der Heiden die Irminsul
  • 785 : Die Taufe des sächsischen Herzog Widukind leitet die Christianisierung der Sachsen ein.

Ab 804 : Eingliederung der Sachsen in das Reich Karls des Großen als Herzogtum Sachsen bestehend aus den Teilen Engern Westfalen und Nordalbingien

Mit Heinrich I. wurde 919 ein Sachse deutscher König. Ihm folgten ersten deutschen Kaiser Otto der Große Otto II. und Otto III . Die Epoche der Sachsenkaiser endete mit Tod Heinrichs II. 1024 . Während dieses Jahrhunderts lag der politische kulturelle Schwerpunkt des Reichs im Gebiet der

Nach der Achtserklärung Heinrichs des Löwen 1180 wegen dessen Weigerung dem Kaiser Friedrich Barbarossa Heerfolge nach Italien zu leisten zerschlug der Kaiser das Herzogtum Sachsen . Westfalen wurde in kirchlichen Besitz übergeben dem Löwen blieben Braunschweig und Lüneburg die Fürsten und Bischhöfe wurden für reichsunmittelbar erklärt der Name Herzogtum Sachsen haftete noch einem kleinen Landesteil an der Elbe an.

Am 6. Januar 1423 wurde dieser Teil dem Markgrafen von Meißen Friedrich dem Streitbaren verliehen. Da der die höhere Würde besaß führte dieser von an den Titel "Herzog von Sachsen" wodurch heutige Land Sachsen seine Bezeichnung bekam. Deren Bewohner gehören zum germanischen Volksstamm der Thüringer . Dieses neue Herzogtum Sachsen wurde danach als Obersachsen bezeichnet das ehemalige Land Sachsen als Niedersachsen . Diese Bezeichnung wurde bei der Auflösung Preußens nach dem Zweiten Weltkrieg als Name des heutigen Bundeslandes wiederbelebt.

Sprachen

  1. Die niedersächsischen Sachsen sprachen Altsächsisch das zu altniederdeutschen Sprachen gehört s. auch Niedersächsische Sprache . Ihre Sprache bildete als Angelsächsisch die Grundlage des Englischen und steht dem Englischen näher als Hochdeutschen .
  2. Dementsprechend wird auch heute in Schleswig-Holstein und den nördlichen Teilen des Bundeslandes Niedersachsen (neben Hochdeutsch) nordniedersächsisch gesprochen. In Westfalen ( Westfälisch ) den südlichen Gebieten Niedersachsens ( Ostfälisch ) Mecklenburg-Vorpommern Brandenburg und im Norden von Sachsen-Anhalt werden ähnliche Dialekte gesprochen die insgesamt zur Niedersächsischen Sprache zusammengefasst werden können.
  3. Der heute als "Sächsisch" bezeichnete Dialekt Obersachsens heutigen Bundeslandes Sachsen sowie des südlichen Sachsen-Anhalts dagegen eine Untergruppe der Ostmitteldeutschen Sprache und gehört zur Thüringisch-Obersächsischen Dialektgruppe des Hochdeutschen .



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