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Sachsenspiegel


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Christus die zwei Schwerter vergebend und der dem Papste die Steigbügel haltend. Aus der des Sachsenspiegels in der herzoglichen Bibliothek Wolfenbüttel.

Der Sachsenspiegel ( nds. Sassenspegel ) ist eine Sammlung des mittelalterlichen sächsischen Rechts das bis weit in die Neuzeit eine wichtige Grundlage der Rechtsprechung war. Er ist das erste große in Deutschland das nicht auf lateinisch verfasst wurde. Im Prinzip stellt er Rechtskodifikation sondern eine Sammlung von Rechtssätzen (sog. daher.

Der Sachsenspiegel wurde vom sächsischen Ritter von Repgow um das Jahr 1225 verfasst. Er schrieb darin das bis mündlich überlieferte Recht nieder das im sächsischen Gebiet gültig war. Er stellt eines ältesten und umfangreichsten Prosadokumente der mittelniederdeutschen Sprache dar. Der Sachsenspiegel beeinflusste die in weiten Teilen des nördlichen und östlichen bis nach Polen Russland Ungarn und in das Baltikum .

In Preußen war der Sachsenspiegel bis zum Erlass Allgemeinen Landrechts für die preußischen Staaten (ALR) 1794 gültig. In Anhalt und Thüringen wurde er erst 1900 durch das Bürgerliche Gesetzbuch abgelöst.

Der Sachsenspiegel umfasst zwei Rechtsbereiche das und das Lehnrecht.

  • Das Landrecht ist das Recht der freien einschließlich der Bauern. Es regelt Grundstücksangelegenheiten Erbschaftssachen Ehestand die Güterverteilung und Nachbarschaftsangelegenheiten. Es umfasst Strafrecht und die Gerichtsverfassung. Im heutigen Rechtssystem es also sowohl das Strafrecht als auch das Zivilrecht .
  • Das Lehnrecht regelt die Verhältnisse zwischen den im Land beispielsweise die Wahl von Kaisern Königen Lehenspflichten usw. Man kann es mit heutige Verfassungsrecht vergleichen.

Der Sachsenspiegel ist in vier Bilderhandschriften insgesamt ca. 460 Texten und Fragmenten überliefert.

Einige Sprichwörter gehen auf den Sachsenspiegel z.B. "Wer zuerst kommt mahlt zuerst" eine die für die Reihenfolge des Kornmahlens beim galt.

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