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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 28. Mai 2012 

Sadomasochismus


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Der Sadomasochismus ist eine sexuelle Vorliebe die sich das Zufügen oder Erleiden von Macht Schmerzen oder Freiheitsbeschränkungen richtet. Kernpunkte des Sadomasochismus sind und Einvernehmlichkeit der Partner und die erotische dadurch kann er von sexueller Gewalt unterschieden Der Begriff wurde 1913 von I. Sadger Ausdruck dieser ethischen Grundlagen ist das unter weitgehend unumstrittene Motto safe sane and consensual ( SSC ) zu Deutsch sicherheitsbewusst mit klarem Verstand und einvernehmlich . Um einen Weg aus einem sadomasochistischen das aus dem Ruder zu laufen droht erlauben wird häufig ein Safeword vereinbart das einem verbalen oder nonverbalen entspricht.

Sadomasochismus wird heute weitgehend als sexuelle betrachtet ähnlich wie dies mit Homosexualität geschieht er früher auch von Sexualwissenschaftlern und Psychologen Perversion angesehen wurde. Diese Sicht beruhte auf Vermischung von meist sadistischen Sexualstraftätern und konsensuellen Die Rolle der Einvernehmlichkeit wurde dabei vernachlässigt ist erst seit den 1970er Jahren ins der Sexualwissenschaften geraten. Bestimmte Richtungen der Psychoanalyse sich bis heute jedoch schwer diese nicht-wertende zu akzeptieren. Sowohl von der Sexualwissenschaft als von Seiten der Psychoanalyse wurden im Laufe letzten Jahrhunderts diverse Theorien über den Ursprung Interessen in die Welt gesetzt (Misshandlungen in Kindheit Vergewaltigung eine retardierte sexuelle Entwicklung) die allesamt nicht belegen ließen.

Sadomasochismus ist in Deutschland im Regelfall strafbar - Nach § 228 StGB handelt der eine Körperverletzung mit Einwilligung der verletzten vornimmt nur dann rechtswidrig wenn die Tat der Einwilligung gegen die guten Sitten verstößt. 26.05.2004 hat der Bundesgerichtshof entschieden dass Sadomasochismus als sexuelle Spielart an sich sittenwidrig ist und damit § StGB gilt. Allerdings ist die Grenze zur laut BGH auf jeden Fall überschritten wenn vorausschauender objektiver Betrachtung aller maßgeblichen Umstände der durch die Körperverletzungshandlung in konkrete Todesgefahr gebracht

In Österreich könnten sadomasochistische Praktiken als Körperverletzung geahndet da die Einwilligung seitens des Opfers wahrscheinlich durch die Sittenwidrigkeit des Aktes wird. Rechtssicherheit besteht nicht da es kaum gibt.

Durch eine gesteigerte Medienberichterstattung seit ungefähr der 1990er-Jahre sind Elemente des Sadomasochismus popularisiert – sowohl schwarze Lederbekleidung als auch sexuelle wie Fesseln und Dominanz-Rollenspiele.

Die Schätzungen über die Prävalenz sadomasochistischer Vorlieben in der Bevölkerung reichen 5 bis 50 % je nach der Art Fragestellung.

In der Literatur ist Sadomasochismus ein und hat einige Klassiker hervor gebracht z. B. Die Geschichte der O von Dominique Aury (alias Pauline Réage) Justine von Marquis de Sade Die Venus im Pelz von Sacher-Masoch oder die Cult Comics von Eric in Anspielungen auch im King Ping Meh . Als Kuriosum zu erwähnen ist Marthas an Leopold Bloom in Ulysses von James Joyce .

In jüngerer Zeit findet SM Einzug die normale Filmlandschaft (z. B. Tokyo Decadence oder Secretary wobei Die flambierte Frau Anfang der 80er Jahre noch für gesorgt hat). Modeschöpfer entleihen ebenfalls seit einigen Ideen aus der SM-Szene.

Trotz des steigenden Interesses der Medien SM ist die Darstellung oft einseitig und sich mehr auf die extremen (Lustmord) und glamourösen Aspekte ( SM-Parties ) statt tatsächlich über das Thema zu Als eine Art Gegenbewegung leisten immer mehr Sadomasochisten Öffentlichkeitsarbeit nach dem Vorbild der Homosexuellen auch Jugendarbeit einschließt.

Siehe auch

Literatur

  • Matthias T. J. Grimme: Das SM-Handbuch . Charon-Verlag 2002 ISBN 3931406016 . (Ein eher technisches Handbuch mit Schwerpunkten bei der Erklärung Praktiken und Sicherheitshinweisen.)
  • Kathrin Passig und Ira Strübel: Die Wahl der Qual . Rowohlt-Verlag 2000 ISBN 3499609444 . (Ein eher informatives Buch das für Leute geeignet ist sich erstmalig mit der Thematik auseinander setzen; geeignet wenn man nicht weiß was man Sadomasochisten halten soll.)
  • Thomas A. Wetzstein Linda Steinmetz Christa Reis: Sadomasochismus Szenen und Rituale . Rowohlt TB-Verlag 1993 ISBN 3499196328 (Wissenschaftlicher Versuch sich dem Thema SM nähern.)
  • Arne Hoffmann: Lexikon des Sadomasochismus von Arne Hoffmann . Schwarzkopf & Schwarzkopf 2004 ISBN 3896022903 . (400-seitiges alphabetisches Nachschlagewerk.)

Weblinks




Bücher zum Thema Sadomasochismus

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