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Safawiden


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Safawiden turkmenische Dynastie in Persien (1501 –

Herrscher:

  • Ismail I. (1501 – 1524)
  • Thamasp I. (1524 – 1576)
  • Ismail II. (1576 – 1577)
  • Muhammad (1577 – 1588)
  • Abbas I. (1587 – 1629)
  • Safi I. (1629 – 1642)
  • Safi II. (1666 – 1694)
  • Hussain (1694 – 1722)
  • Thamasp II. (1722 – 1732)
  • Abbas III. (1732 – 1736)

Die Ursprünge der Dynastie lassen sich auf Scheich Safi (* 1252 1334 ) zurückverfolgen der 1301 einen Sufi-Orden in Ardabil gründete der ab der Mitte des 15. Jahrhunderts zunehmend (Siehe auch: Safi-Orden ). Unter Ismail I. ( 1494 1524 ) gelang 1501 die Eroberung von Täbriz und der Sturz der turkmenischen Aq Qoyunlu . Nach der Gründung der Dynastie der wurde in den folgenden Jahren Persien und der Irak ( 1507 ) unterworfen. Nachdem der Ostiran mit einem bei Herat ( 1510 ) über die Usbeken gesichert worden war kam es zum mit den Osmanen im Westen. Diese besiegten 1514 die Safawiden bei Tschaldiran schwer und die Hauptstadt Täbriz. Die Zwölfer-Schia wurde unter Ismail I. Staatsreligion. Außerdem bemühte er sich den Ausgleich zwischen den nomadischen Turkmenen (im Militär) und den sesshaften Persern der Verwaltung).

Thamasp ( 1524 1576 ) befand sich weiter im Konflikt mit Osmanen und den Usbeken. Während er Khorasan gegen letztere in ständigen Kämpfen behaupten ging der Irak und Aserbaidschan bis 1534 an die Osmanen verloren.

Nach einigen dynastischen Wirren erreichte Abbas der Große ( 1587 1629 ) eine Konsolidierung des Reiches. Unter ihm 1601 Bahrain besetzt seit 1603 die Osmanen aus Aserbaidschan Armenien und Georgien vertrieben und 1623 sogar der Irak mit Bagdad wieder erobert. Damit kamen die schiitischen Nadschaf und Kerbala wieder unter persische Kontrolle. Außerdem konnten 1595 die verheerenden Einfälle der Usbeken in beendet werden. Durch eine geschickte Wirtschaftspolitik kam Land zu großem Wohlstand welcher u.a. in großartigen Ausbau der neuen Hauptstadt Isfahan zu erkennen ist. Auch begrenzte er Einfluss des turkmenischen Militärs durch den Aufbau Truppen aus christlichen Sklaven.

Unter den schwachen Nachfolgern von Abbas verlor die Zentralverwaltung wieder an Einfluss. Nur Abbas II. ( 1642 1666 ) gelang mit Reformen noch einmal eine des Reiches. Auch kam es unter ihm engen Handelskontakten mit den europäischen Seemächten England und Holland . 1648 konnte auch Kandahar in Afghanistan besetzt werden dass bisher den Großmoguln in Indien beansprucht worden war.

Gegen Ende des 17. Jahrhunderts kam unter Sultan Hussain ( 1694 1722 ) zu einem starken wirtschaftlichen Niedergang Persiens. gleichzeitig die Sunniten im Reich zwangsweise zum schiitischen Islam werden sollten kam es 1719 zum Aufstand der sunnitischen Afghanen (Gilzay). Diese eroberten 1722 Isfahan und beendeten damit faktisch die der Safawiden.

Zwar wurden auch später von einigen (z.B. Nadir Schah) Safawiden als Herrscher eingesetzt waren diese nur noch Marionetten. In einigen konnten sich die Safawiden bis 1773 halten. Nach der Vertreibung der Afghanen die Safawiden von den Afschariden und Nadir Schah abgelöst.



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