In Luft ist Samarium halbwegs beständig bildet eine passivierende gelbliche Oxidschicht aus. Metallisch glänzendes Samarium entzündet sich von 150°C. Mit Sauerstoff reagiert es zum Sm 2 O 3 . Mit Wasser reagiert es heftig unter Bildung von Wasserstoff und Samariumhydroxid. Die beständigste Oxidationsstufe ist bei allen Lanthaniden +3. Samarium kommt in drei Modifikationen vor. Die liegen bei 734°C und 922°C. Sm 3+ -Kationen färben wässrige Lösungen gelb.
Ausgehend vom Monazit oder Bastnäsit erfolgt Auftrennung der Seltenen Erden über Ionentausch Solvent-Extraktion elektrochemische Deposition. In einem letzten Verfahrensschritt wird hochreine Samariumoxid mit metallischen Lanthan zum Metall reduziert und absublimiert .
Wegen seines großen Wirkungsquerschnitts für thermische epithermische Neutronen wird Samarium als Neutronen-Absorber in nuklearen verwendet
Samarium-Cobalt- Magnete : Permanentmagnete aus SmCo 5 weisen einen hohen Widerstand gegen Entmagnetisierung sowie eine Koerzitivfeldstärke von bis zu 2200 Die verbesserte Legierung Sm 2 Co 17 ist in der Herstellung aufwändiger weist höhere magnetische Eigenschaften und eine verbesserte Korrosionsbeständigkeit Verwendung finden sie in Schrittmotoren für Quarzuhren Antriebsmotoren in Kleinsttonbandgeräten (Walkman Diktiergeräten) Sensoren Kupplungen in Rührwerken und Festplattenlaufwerken . Als gewichtssparende Magnetwerkstoffe werden sie auch der Luft- und Raumfahrt verwendet.
Zur Entdeckung des Samariums gibt es der Literatur mehrere Darstellungen.
1853 wies der Schweizer Jean Charles Galissard Marignac Samarium spektroskopisch anhand einer scharfen Absorptionslinie Didymoxid nach. 1879 isolierte der Franzose Paul Lecoq de Boisbaudran das Element aus dem Samarskit ((Y Ce U Fe) 3 (Nb Ta Ti) 5 O 16 ). Mineral- und Elementbezeichnung leiten sich ab dem russischen Berginspektor (Bergbaubeamter) Oberst Samarsky der Mineral entdeckte.
1878 entdeckt der schweizerische Chemiker Marc Delafontaine das er Decipum nennt im Didymiumoxid. 1879 unabhängig von ihm Paul Emile Lecoq de Samarium. 1881 zeigt Delafontaine dass sein isoliertes neben Samarium ein weiteres Element enthält.
Die unter 1 erwähnte spektroskopische Entdeckung von 1853 durch wurde 1878 von Paul Emile Lecoq de gemacht.
1903 stellte der deutsche Chemiker W. metallisches Samarium durch Elektrolyse her.