Der Samtfußrübling Flammulina velutipes (Curt. ex Fr.) Singer ist ein allem in Ostasien beliebter Speisepilz mit kleinen wohlschmeckenden Fruchtkörpern. Seine geographische Verbreitung umfasst sowohl und kalte Regionen auf der Nordhalbkugel der wie China Sibirien Kleinasien Europa Nordamerika und als auch Australien auf der Südhalbkugel. Ein der wissenschaftlichen Literatur früheren Datums häufig auftretender nicht mehr aktueller Name lautet Collybia velutipes . Die deutschen Trivialnamen sind: Winterpilz Samtfuß Samtfußrübling und beziehen sich auf sein jahreszeitliches bzw. auf den samten erscheinenden unteren Stielteil.
Der Samtfußrübling kommt in der Zeit September bis April oft reichlich an Stümpfen (auch an lebenden Bäumen) und abgefallenen Ästen Laubgehölzen ganz selten auch an Koniferen und an unterirdischem Holz vor. Eine besondere Vorliebe der Samtfußrübling für die Gattungen Salix ( Weiden ) Populus ( Pappeln ) Fraxinus ( Eschen ) und Holunder häufig auch für durch das " Ulmensterben " geschädigte Ulmenarten .
Die Fruchtkörper bilden 2-10 cm breite und schmierige Hüte von honiggelber bis rotbrauner mit dunklerer Mitte.
Die faserig zähen im Alter hohlen sind 3-8 cm lang oben gelblich unten bis olivschwarz samtfilzig oft plattgedrückt und wurzelartig Charakteristisch ist auch die verdrillte Struktur der
Eine besondere Bedeutung besitzt der Samtfußrübling Japan dort bekannt als Enokitake wo er nach dem Shiitake der meistangebaute Speisepilz ist. Weltweit werden ca. 100.000 Tonnen Pilzes produziert. Damit steht der Samtfußrübling weltweit sechster Stelle in der Rangfolge der meistangebauten Er zählt auch zu den Heilpilzen ist aber weniger bedeutend.
Auch hierzulande ist der Samtfußrübling Pilzkennern bekannt als wohlschmeckender Speisepilz der gerade in kalten Jahreszeit auftritt wenn die sonstige Pilzflora Wachstum wegen der winterlichen Kälte weitgehend eingestellt
Der Samtfußrübling war einer der ersten überhaupt der gezielt in Kultur genommen wurde. wurde sein Anbau erstmals in der späten Tang-Dynastie in China zwischen 800-900 n. Chr. Es ist überliefert dass man damals reife auf frischen Baumstubben verrieb mit guten Aussichten später eine Pilzernte erwarten zu können.
Die unkomplizierte Kultur des saprophytischen Winterpilzes dazu daß Flammulina velutipes ein beliebtes Objekt in der wissenschaftlichen wurde. So nahm der Pilz 1993 an D-2-Mission teil wo u. A. der Einfluss Schwerkraft auf das Wachstum "Höherer Pilze" (d. Großpilze im Gegensatz zu z. B. Schimmelpilzen ) untersucht werden sollte.