Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Die Santana-Formation ist eine der bedeutendsten Fossillagerstätten der Sie liegt in der Region Santana im Osten Brasiliens im Araripe-Becken im Grenzgebiet der Bundesstaaten Pernambuco Piauí and Ceará . Die Lagerstätte liegt am Fuß des der höchsten Erhebung im Araripe-Becken mit einer von maximal 600 bis 900 m NN und einer Ausdehnung von etwa 200 von Osten nach Westen. Die Fossilien der entstammen der frühen Kreidezeit vor etwa 110 Millionen Jahren.
Entdeckt wurden die ersten Fossilien 1819 von den beiden bayrischen Forschern Johann von Spix und Carl Friedrich Phillip von als sie diese damals noch vollständig unerforschte erkundeten und dabei auf die sehr gut Fossilien der Fische stießen. Die Nachricht über Fund wurde sehr schnell verbreitet und gelangte zu Paläontologen in aller Welt. Der erste Flugsaurier ( Araripesaurus castilhoi ) wurde erst 1971 von Llewellyn Price gefunden.
Die Santana-Formation bildete sich während der Kreidezeit vor etwa 90 bis 110 Millionen Zu dieser Zeit kam es zum Auseinanderbrechen Riesenkontinents Gondwana und die beiden Teile Südamerika und Afrika entfernten sich voneinander. Entsprechend die Lebensbedingungen zur Zeit der Ablagerung zeitlich räumlich schnell was sich auch in den der Santana-Formation zeigt.
Die Sedimentgesteine lagern einer Gesteinsbasis aus Metamorphosegesteinen hauptsächlich Gneiss und Vulkangesteinen auf. Darüber als erste Sedimentschicht (Cariri-Formation) vor allem Sandstein und Kies . Darauf folgen die Missao-Velha-Formation mit rotem grünem Sandstein (Mudstone) sowie die Crato Formation der der Sandstein einen sehr hohen Anteil Stoffe besitzt und mit Plattenkalken verzahnt ist. nächste Schicht (Ipubi Formation) besteht aus Evaporitgesteinen . Über dieser Gesteinsschicht lagert die vor aus feinem Sand und Kies bestehende Batateiras
Die aus dünnplattigen Kalken bestehende Crato ist die ältere der tatsächlich fossiltragenden Schichten. enthält vor allem Fossilien von landlebenden Gliederfüßern und von Pflanzenteilen. Die eigentliche Santana (auch Romualdo Member) mit den bekannten Fischfossilien darüber und besteht im wesentlichen wieder aus Sandstein mit gut ausgebildeten Fossilhorizonten meist in Kalkknollen. Abgedeckt wird sie durch weitere Sandsteine Sand und Kies der Exu Formation (Nomenklatur Martill (1993).
Besonders bekannt reichhaltig und bedeutend sind Fossilien von Fischen aus der Santana-Formation. Darin sind viele Arten der Knochenfische jedoch auch frühe Haie und Rochen sowie Quastenflosser . Viele dieser Fische wurden ausschließlich hier einige (etwa der sprottenartige Dastilbe crandalli ) außerdem an der Ostküste des afrikanischen wodurch sie als Beleg für die Gondwana-Theorie werden.
Für die Flugsaurier stellt die Formation besonders reichhaltige Quelle dar. An keiner anderen der Welt wurden so viele verschiedene Flugsaurier unteren Kreidezeit wie hier gefunden. Dabei wurden beinahe aller zu der Zeit bekannten Flugsauriergruppen einige Taxa sind sogar nur durch diese Exemplare
Unter den Dinosauriern sind es vor Theropoden die in der Santa-Formation entdeckt wurden; etwa der 1999 entdeckte Santanaraptor (Kellner 1999) und die Spinosauriden Angaturama limai und Irritator challengeri .
Bemerkenswert sind auch die Funde einiger an diesem Ort etwa die älteste bekannte Meeresschildkröte Santanachelys gaffneyi ( Protostegidae Hirayama 1998) sowie die Araripemydidae Araripemys barretoi (Meylan 1996) und die Bothremydidae Cearachelys placidoi (Hirayama et al. 2001).
Die Funde von sehr gut erhaltenen Gliederfüßern wie Spinnen Skorpionen und Insekten ( Libellen Zweiflügler Zikaden u.a.) gehen in die Tausende; ebenso Abdrücke von Blütenpflanzen und Farnen.
Die Santana-Formation entstand mit sehr hoher durch die Sedimentation eines flachen Binnensees der mit Süß- oder Brackwasser gefüllt war. Bezüglich der Salinität herrscht vor allem aufgrund der Fossilienfunde Uneinigkeit so sprechen einige Fische für ein oder salzarmes Wasser andere für Salzwasser. Die stellen eher ein Indiz für Süßwasser dar Fund der Santanachelys gaffneyi wiederum läßt Salzwasser vermuten.
Am meisten anerkannt ist die Theorie der es sich offensichtlich um eine brackige Lagune handelte die mit dem Meer in stand. Das Klima war tropisch-warm und soll heutigen Klima in Brasilien weitestgehend entsprochen haben.