Aufgrund seiner Dichte zählt Scandium zu Leichtmetallen. An Luft wird es matt es sich eine schützende gelbliche Oxidschicht. Scandium reagiert verdünnten Säuren unter Bildung von Wasserstoff und Kationen. In Wasserdampf erfolgt ab 600°C Umsetzung Scandiumoxid Sc 2 O 3 . In wässrigen Lösungen verhalten sich Sc-Kationen wie Aluminium was bei analytischen Trennungen oftmals bereitet. In einer Mischung aus H N O 3 and 48% H F soll es beständig sein.
Seine Hauptanwendung findet Scandium als Scandiumiodid Hochleistungs-Hochdruck-Quecksilberdampflampen z.B. zur Stadiumbeleuchtung. Zusammen mit Holmium und Dysprosium entsteht ein dem Tageslicht ähnliches Licht. wird auch zur Herstellung von Laserkristallen verwendet. Magnetischen Datenspeichern wird Sandiumoxid zur Erhöhng Ummagnetisierungsgeschwindigkeit zugesetzt. Als Legierungszusatz zeigt Scandium gefügestabilisierende und Effekte. Eine Aluminium-Lithiumlegierung mit geringem Scandiumzusatz wird Herstellung einiger Bauteile in russischen Kampfflugzeugen verwendet.
Scandium (lat. Scandia für Skandinavien) wurde 1879 von Lars Fredrick Nilson entdeckt. Aus kg Euxenit und Gadolinit isolierte er ein mit bisher unbekannten Eigenschaften. Das von ihm neue Element nannte er zu Ehren seiner Scandium. Schon 1869 sagte Dmitri Iwanowitsch Mendelejew ein Element Eka-Bor mit der Ordnungszahl voraus. Erst Per Teodor Cleve erkannte später Identität des Scandiums mit dem Eka-Bor. Reines Scandium wurde erstmals 1937 elektrolytisch aus einer eutektischen Schmelze aus Lithium- und Scandiumchlorid bei 700 to 800° hergestellt.
Scandium gehört zu den seltenen Elementen. kommt es natürlich nicht vor. Nur in seltenen Mineralien findet man es in angereicherter
Thortveitit (Sc Y) 2 Si 3 O 7
Euxenit
Gadolinit
Scandium-Ixiolit (Ta Nb Sn Mn Fe Sc) 2 O 4
Bazzit (Sc Fe) 2 Be 3 Si 6 O 18
Kolbekit Sc(PO 4 )*H 2 O
Scandium findet sich in geringer Konzentration über 800 Mineralien. Es ist daher auch Erzkonzentraten der Übergangsmetalle als "Verunreinigung" enthalten. Hierzu russische und chinesishe Wolframit- und Tantalitkonzentrate. Auch der Aufbereitung uranhaltiger Erze fallen Scandiumverbindungen an. Die blaue Färbung des Aquamarins einer Spielart Berylls soll durch Sc 3+ Ionen verursacht werden.
Als Ausgangsstoff dient hauptsächlich Thortveitit das mehreren Verfahrensschritten zum Scandiumoxid aufbereitet wird. Metallisches wird anschliessend durch Umsetzung zum Fluorid und mit Calcium erzeugt.