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Schächten


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Unter Schächten (hebr. šahat = schlachten) versteht man das rituelle Schlachten von Tieren . Bezweckt wird das möglichst rückstandslose Ausbluten Tieres da der Genuss von Blut z.B. Judentum verboten ist. Die Tötung erfolgt unbetäubt eines speziellen Messers mit einem einzigen großen quer durch die Halsunterseite in dessen Folge großen Blutgefäße sowie Luft- und Speiseröhre eröffnet werden. ist Teil des jüdischen und des moslemischen Ritus.

Das Schächten ist vom Standpunkt des Tierschutzes umstritten. Die Seite der Befürworter dieser argumentiert dass es mit dem Schächtschnitt zu schlagartigen Abfall des Blutdrucks und damit der des Gehirns kommt was eine sofortige Bewusstlosigkeit zur Folge habe. Die Gegner des verneinen diese Auffassung da die Blutversorgung des auch durch nicht durchtrennte Gefäße im Bereich Wirbelsäule und des tiefen Nackens erfolgen kann. sofortige Bewusstlosigkeit ist daher nicht gegeben.

Schächten ist in Deutschland grundsätzlich nicht da das Tierschutzgesetz das Schlachten warmblütiger Tiere vorherige Betäubung untersagt. Auf substantiierten und nachvollziehbaren kann nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes vom 15.1.2003 - 1 BvR 1783/99 eine Ausnahmegenehmigung erteilt werden sofern das Fleisch getöteten Tieres von Personen verzehrt wird denen religiöse Vorschriften den Verzehr des Fleisches nicht Tiere verbieten. Der Schächtakt muß von einer sachkundigen Person in einem zugelassenen und registrierten erfolgen und ist vom zuständigen Veterinäramt zu Wer von dieser Vorschrift abweicht macht sich Deutschland strafbar. In der Schweiz ist das Schächten verboten.

Literatur

Rupert Jentzsch: Das rituelle Schlachten von in Deutschland ab 1933. Vet.med. Diss. Hannover



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