Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Als Schädelfenster werden größere Aussparungen im knöchernen Schädel der Wirbeltiere bezeichnet durch die im der Evolution die Kaumuskulatur von der Innenseite an Außenseite des Schädels verlagert werden konnte. Dadurch sich durch die größere Ansatzfläche für die kräftigere Muskelstränge und damit ein kräftigeres Gebiß Des weiteren konnte der nun freie Raum Schädelinneren für eine Vergrößerung der Hirnmasse genutzt werden.
Bei den Synapsida (zu denen neben ausgestorbenen Taxa auch die Säugetiere gehören) befindet sich ein Schädelfenster hinter Augenhöhle im Schläfenbereich (synapsider Schädel). Durch einen sekundären Verschluss Schläfe entsand bei den Säugetieren dann ein Hirnschädel das ursprüngliche Schläfenfenster ist bei ihnen Jochbogen ausgebildet.
Die Diapsida (umfasst alle Reptilien und Vögel bildeten zwei Schädelfenster hinter den Augenhöhlen (diapsider Schädel). Diese Grundform des Schädels wurde weiter aufgelöst und hat sich etwa bei Vögeln und Schlangen zu einem nur noch sehr spangenhaften entwickelt.
Als anapsider Schädel wird der Schädel Schildkröten bezeichnet. Dieser weist im Normalfall keine auf. Allerdings können auch hier "Schädelfenster" entstehen durch die Anlage der Salzdrüsen bei den Meeresschildkröten (Foramen interorbitale zwischen den Augen).