Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Kreationismus (v. lat. creare erschaffen) auch Schöpfungsglaube oder Schöpfungslehre bezeichnet die religiöse These dass das Universum von einer Instanz die außerhalb des Universums steht (einem Schöpfer ) erschaffen wurde. Kreationismus ist somit auch diverser Religionen . Die klassische Naturwissenschaft befasst sich nicht mit dieser These sie wird weder bejaht noch verneint.
Auch die weitere Entwicklung des Universums nach der Auffassung vieler Ausrichtungen des Kreationismus fortgesetzten Eingriff dieser höheren Instanz. Damit stellt Kreationismus sich gegen das moderne Weltbild nach allein naturwissenschaftlich erfassbare Vorgänge zur Erklärung der und des Weltalls ausreichen. Weltanschaulich gesehen handelt es sich bei den im Normalfall um Theisten .
Kreationisten innerhalb des Christentums sind innerhalb des letzten Jahrhunderts vielfach Auseinandersetzungen mit naturwissenschaftlich geprägten Ansichten bekannt geworden in den USA . Aber auch innerhalb des Judentums insbesondere des orthodoxen ist der Kreationismus akzeptierte Anschauung.
In der islamischen Welt wurde die Evolutionstheorie seit dem 19. Jahrhundert rezipiert. Naturwissenschaftliche Lehrmeinungen wie sie Europa durch die Aufklärung weiten Bevölkerungsschichten bekannt wurden sind dort nur einer Minderheit bekannt. Deshalb dauerte es bis sich in islamischen Ländern ein "wissenschaftlicher herausbildete. Er wird heute vor allem in Türkei im Umfeld der Anhängerschaft von Said (1876?-1960) gepflegt. Die Hauptvertreter sind Fethullah Gülen und Harun Yahya (eigentlich Adnan Oktar 1956-). Bilim Araştırma Vakfı (Stiftung für wissenschaftliche Forschung) letzterem organisiert Konferenzen mit führenden westlichen Kreationisten. Kreationisten orientieren sich an der "Intelligent Design"-Theorie es keinen der Genesis vergleichbaren "Sechs-Tage"-Schöpfungsbericht im gibt. Durch das Internet finden ihre Thesen Verbreitung vor allem in Indonesien und Malaysia sowie der westlichen Diaspora. In den Ländern und Iran scheint das Interesse eher gering zu Wie im westlichen Kontext wird die Evolutionstheorie der islamischen Welt für eine materialistische Lebenseinstellung deren soziale und politische Folgen verantwortlich gemacht.
Während wissenschaftlich tätige Vertreter des Kreationismus Methoden akzeptieren und anwenden stehen sie einem gesetzten wissenschaftlichen Naturalismus als Weltanschauung und insbesondere einzig akzeptable Prämisse wissenschaftlicher Thesen kritisch gegenüber. sehen das als eine unzulässige Vermischung von und Weltanschauung die die wissenschaftliche Objektivität einschränkt. in den USA versuchen inzwischen fundamentalreligiöse Gruppe Lobbyarbeit zu betreiben und es gelang Politiker ihre Zwecke zu gewinnen.
Im wissenschaftlichen Diskurs wird unter einem kreationistischen Ansatz insbesondere eine Theorie verstanden die die oder Teile davon in Frage stellt. Diese wird oft als disqualifizierendes Attribut verwendet.
Die theistische Evolution sieht Gott als der das Leben mittels Evolution erschuf wobei unterschiedliche Auffassungen darüber gibt wie stark er diesen Prozess eingreift und eingegriffen hat. Vertreter Richtung akzeptieren die meisten Ergebnisse der modernen Diese Position wird von der offiziellen katholischen vertreten und ist allgemein unter gebildeten Christen verbreitet.
Vertreter dieser Richtung akzeptieren die wissenschaftliche stellen aber Thesen wie die Evolutionstheorie oder Abiogenese in Frage weil sie diese nicht befriedigende Erklärungen für gewisse wissenschaftliche Beobachtungen sehen. alternative These ist dass sich das Leben durch einen intelligenten Designer entwickelt haben könne. sei nach heutigen Erkenntnissen unmöglich dass gewisse in der Evolution rein zufällig geschehen seien es unter I.D.-Vertretern verschiedene Auffassungen zur Reichweite Prozesse gibt). Es gibt u.A. wahrscheinlichkeitsbasierte Argumentationen diesem Punkt. Daraus folgern sie dass sich Leben nicht anhand von Gesetzmäßigkeiten entwickelt habe das explizite Eingreifen einer Intelligenz den Anstoß habe bzw. maßgeblich gewesen sei. Argumente dafür z. B. aus der Mikrobiologie mathematischen Logik oder Linguistik .
Die wissenschaftlichen Vertreter des Intelligent Designs ein Anziehungspunkt für andere Kreationisten und werden diesen oft für eine religiöse Agenda missbraucht sie selbst nicht vertreten. Auf der anderen werden sie von Seiten der etablierten Wissenschaft pauschal als fundamentalistische Kreationisten abgestempelt. Einer der Vertreter des Intelligent Design ist der Biochemiker Michael J. Behe Autor von Darwin's Black Box .
Neben der rein wissenschaftlichen Diskussion ob Entwicklung eines bestimmten Systems wirklich auf einen angewiesen sei wird auch grundsätzlich kritisiert dass "Designer" eine Art Lückenbüßerrolle einnehme. Nicht erklärbare Phänomene auf eine (übermächtige) Intelligenz zurückzuführen sei Ziel und Inhalt einer wissenschaftlichen Theorie. Weiterhin die Theorie aufgrund der Transzendenz (Außerweltlichkeit) des Designers nicht verifizierbar.
Dem Intelligent Design wird vorgeworfen kreationistisches unter einem anderen Namen zu verbreiten nachdem von Kreationisten in einigen US-Bundesstaaten gegen die von Wissenschaft die ihren spezifischen religiösen Vorstellung scheiterten.
Eine dritte Gruppe sind die Kurzzeitkreationisten . Unter ihnen finden sich in erster (aber nicht nur) evangelikale und fundamentalistische christliche Wissenschaftler die für eine wörtliche einstehen. Sie interpretieren den Schöpfungsbericht in der als Tatsachenschilderung und formulieren daraus ein Gegenmodell Evolutionstheorie Urknalltheorie etc. für das sie wissenschaftliche erarbeiten.
Dabei werden Fakten wie Fossilienfunde und biologische oder morphologische Verwandtschaften nicht aber in andere Zusammenhänge gebracht und anders als das in der Schulwissenschaft üblich ist. Gruppe stellt viele gängige Thesen in Biologie Geologie in Frage und weist auf einige der heutigen wissenschaftlichen Modelle hin (die in Fällen auch von ihren Anhängern nicht bestritten Es liegt in der Natur der Sache es massive Kontroversen zwischen dieser Gruppe und der Evolutionstheorie gibt zumal es sich nicht um die unterschiedliche Interpretation von Fakten handelt auch um darunterliegende entgegengesetzte philosophische Weltanschauungen.
In Deutschland gehört die Studiengemeinschaft Wort und Wissen zu den bekanntesten Vertretern dieser Gruppe.
Kreationisten weisen immer wieder darauf hin es trotz der großen Variationen von verschiedenen keinen Fund gebe der die Überbrückung zwischen fülle. Dabei werden Funde teilweise so eingeordnet sie keine Übergangsformen ( Missing Links ) mehr darstellen (Archaeopteryx) teilweise auch einfach (Rahonavis). Eine Theorie zu dem Umstand dass Übergangsformen fehlen bietet das punctuated equilibrium -Modell das die Evolution nicht als graduell sondern als sprunghaft mit Phasen der Stasis beschreibt. Gerade auch bedingt durch weitere werden unter Wissenschaftlern kreationistische Ideen in der teilweise oder vollständig abgelehnt.
Der Kreationismus hat sich insbesondere in USA politisch engagiert. Die christliche Schöpfungslehre soll nach Ansicht von Kreationisten gleichberechtigt zu naturwissenschaftlichen wie Urknalltheorie und Evolutionstheorie im Schulunterricht behandelt werden. Jedoch auch Europa hat sich seit einigen Jahren eine Kreationistendebatte etabliert die vor allem von Pietisten und Evangelikalen getragen wird. In Deutschland wurde 2003 Lönnig Biologe am Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtung Köln und Zeuge Jehovas untersagt via Institutswebsite die Intelligent-Design Theorie verbreiten. In Italien scheiterte im April 2004 nach Protesten ein Versuch die Evolutionstheorie dem Lehrplan der Mittelstufe zu streichen. Kritiker dies damit in Zusammenhang dass in den der Regierungspartei Alleanza Nazionale gegen den Darwinismus als Grundlage linker Ideologie polemisiert wird. Kritiker sahen darin eine kreationistischen Gedankengutes. Die Regierung begründete ihren Vorstoß einer Straffung des Lehrsplanes und wies darauf dass die Evolutionstheorie nach wie vor auf Lehrplan der Oberschulen stehe. Daneben sind es Westeuropa vor allem junge Muslime oder muslimische welche die Evolution mit Augenmerk auf das in Frage stellen. Dabei unterscheidet sich ihre allerdings nicht wesentlich von der Christlichen.
Erich Blechschmidt: Wie beginnt das menschliche Leben? Vom Ei Embryo 6. neubearbeitete Auflage Stein am Rhein
Rolf Eraßme: Der Mensch und die "Künstliche Intelligenz" - Profilierung und kritische Bewertung der unterschiedlichen Grundauffassungen Standpunkt des gemäßigten Realismus philosophische Dissertation an der RWTH Aachen (elektronisch veröffentlicht) Aachen 2002
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Reinhard Junker und Siegfried Scherer: Evolution ein kritisches Lehrbuch 4. völlig neu bearbeitete Auflage Gießen ( ISBN 3921046106 )
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Willem Ouweneel: Evolution in der Zeitenwende ( ISBN 389287364X )
Erwin Schrödinger: Was ist Leben? Die lebende Zelle mit Augen des Physikers betrachtet 2. Auflage München 1987
Bruno Vollmert: Das Molekül und das Leben Vom makromolekularen des Lebens: Was Darwin nicht wissen konnte Darwinisten nicht wissen wollen Reinbek bei Hamburg 1985
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