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Schöppenstedt


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Karte Wappen
Basisdaten
Bundesland : Niedersachsen
Regierungsbezirk : Braunschweig
Landkreis : Wolfenbüttel
Fläche : 126 73 km²
Einwohner : 10.601 (Stand 2002)
Bevölkerungsdichte :
Höhe : 100 m ü. NN
Postleitzahl : 38170
Vorwahl : 05332
Geografische Lage :
KFZ-Kennzeichen : WF
Amtliche Gemeindekennzahl :
Webseite: www.schoeppenstedt.de
E-Mail-Adresse: info@schoeppenstedt.de
Politik
Bürgermeisterin (SG) : Ruth Naumann ( SPD )
Bürgermeister: Karlheinz Mühe ( SPD )
Schöppenstedt ist eine Kleinstadt Sitz der gleichnamigen im Landkreis Wolfenbüttel / Niedersachsen . Das Gemeindegebiet liegt im Übergang zwischen norddeutscher Tiefebene ins mitteldeutsche Bergland ( Mittelgebirge ) zwischen Elm und Asse .

Inhaltsverzeichnis

Name und Wappen

Der Volksmund hat an den Namen das Wappen Schöppenstedts sagenhafte Deutungen geknüpft die von den Gelehrten verworfen werden. So sagt der Name weise auf eine altdeutsche Gerichtsstätte wo “Schöppen” (Gerichts-Beisitzer) zusammengekommen seien; diese hätten törichte Urteilssprüche gefällt welche man andernorts als Streiche” verlachte. Ohne Zweifel sind aber die von Schöppenstedt niemals einfältiger gewesen als anderswo. Wappen der Stadt zeigt ein Schiff mit aufrecht darin stehenden Löwen; daran knüpft sich Überlieferung die Altenau sei hier früher mit zu befahren gewesen. Vielleicht ist die Stadt nach dem ersten Ansiedler der Gegend (Skippo) worden ( nach Friedrich Bosses "Kleine Braunschweigische Landeskunde" 1907 ).

Samtgemeinde

Geschichte

Schöppenstedt liegt auf sehr altem Siedlungsboden. Umgebung ist reich an Spuren der Bandkeramiker . Die außerordentliche Fruchtbarkeit der Mulde in der Ort an der einst schiffbaren Altenau (Nette) liegt und die Lage an alten Straßen (Rhein-Elbe-Straße; südlicher Dietweg am Elm) bedeutsamen Verbindungswegen (von Braunschweig und Wolfenbüttel nach Schöppenstedt) haben zur Entwicklung beigetragen.

Die Anfänge der Besiedlung liegen noch Dunkeln. Möglicherweise hat auch hier ein fränkischer Königshof bestanden. Das Westendorf wo bis 16. Jahrhundert eine Peterskapelle stand könnte der Platz Ansiedlungen gewesen sein. Auf jeden Fall gehört mit zu den ersten kirchlichen Mittelpunkten des Halberstadt denn die Stephanskirche war eine der vor 827 gegründeten Urkirchen des Bistums die sich zu Archidiakonatskirchen entwickelten. Schöppenstedt war bis 1542 dem der evangelisch-lutherischen Religion ein Archidiakonatssitz des Bistums Halberstadt.

Sicher ist Schöppenstedt auch eine alte gewesen (1326 zuerst bezeugt). Die erste urkundliche des Ortes erfolgte 1051 unter dem Namen "Sciphinstete" der wahrscheinlich scep (Schiff) abgeleitet ist und auf die der Altenau hinweisen sollte. Die Gegend wurde als ´Darlingau´ bezeichnet allerdings ist die Bedeutung Namens nicht geklärt. Alt-Schöppenstedt gehört zu den die noch 1332 als "villa" bezeichnet durch landesherrliche Verfügung Marktflecken erhoben wurde. Eine förmliche Erhebung zur scheint nicht stattgefunden zu haben doch war seit dem 15. Jahrhundert den übrigen Städten Landes gleichgestellt.

1583 verlieh Herzog Julius die Braugerechtigkeit. Für das gute Wasser die Nette zuständig. Dies weckte den Neid Braunschweiger die die Stadt am 14. Mai 1602 überfielen und verwüsteten. 1667 wurde auf dem Markt unmittelbar an Nette ein steinernes Brauhaus errichtet in dem Einheimischen ihre Mumme brauten. In der "Rotte" der Waldmühle wurde Flachs als Rohstoff für Leinen angebaut das "An der Bleiche" in Küblingen gebleicht wurde.

Kreuzung mehrerer Handelsstraßen

Schöppenstedt hatte als Knotenpunkt wichtiger Handels- Heerstraßen große Bedeutung gewonnen. Im Spätmittelalter war eine herzogliche Zollstätte. Durchreisende Kaufleute begünstigten die des Ortes der Anreize genug für Handwerker Krämer bot sich hier niederzulasen.

Befestigung

Eine Stadtmauer wie Schöningen und Königslutter hat Schöppenstedt niemals besessen. Dafür bestand Heckenbefestigung die aus einem bis zu 2 Meter hohen Wall Hecke und Graben gebildet und wohl aus militärischen Gründen angelegt worden Die Abtragung der Wälle und Tore im 1750 und die Errichtung von 15 Häusern dem Twelken- und Stobentor trugen zur Entwicklung Stadt bei.

Eingemeindung

Ein Anwachsen des Ortes erfolgte vor durch Aufnahme der Einwohnerschaft der umliegenden Dörfer (im Norden) Allum (im Süden) und Neindorf Westen). Die bekannte Twelkenmühle ist das letzte des gleichnamigen Dorfes dessen Kirchturm im 18. abgetragen für den Brückenbau verwendet wurde. Allum kleinste Dorf wenige hundert Meter der Straße Uehrde gelegen muss bereits um 1300 von Bevölkerung verlassen worden sein. Neindorf wird 1491 als "wüst" bezeichnet. Es lag zu Seiten des Feldweges von Berklingen nach Bansleben die Kuckucksmühle ist das letzte verbliebene Haus der Bansleber Seite. Mittelpunkt des Fleckens wurde Markt an dem einst außer dem Rathaus das Backhaus das Wachthaus und das schon städtische Brauhaus standen. Erwähnenswert ist der seit eingemeindete Ortsteil und ehemalige Wallfahrtsort Küblingen der auf eine weit über 1000jährige zurückblicken kann.

Sehenswürdigkeiten

St. Stephanus Kirche

Wahrzeichen der Stadt ist die St. Kirche mit dem bekannten schiefen Turm aus 12. Jahrhundert der im Innern an einem Pfeiler merkwürdige Darstellungen von Tiergestalten und Menschenköpfen darunter Wotan mit seinen Raben der Fenriswolf Mitgardschlange und der Weltesche Ekdrasül ( Abbildung oben ). Diese geschmückte Säule wurde möglicherweise bei des Christentums als Denkmal alten Götterglaubens errichtet die Ornamente könnten auf die Zeit zurückgehen der Schöppenstedt erstmals urkundlich erwähnt wird (1051). das Turmgewölbe welches wohl von dieser Säule wurde eine Kapelle war oder ob in vorhandenen Wehrturm eine Kapelle eingebaut wurde ist wie vor umstritten. Für die zweite Deutungspricht alten Bezeichnung “Bollwerk”. Am 8. Dezember 1999 der Blitz in 63 m Höhe ein. Turmhelm fing erst nach Stunden Feuer und bis auf den steinernen Kranz ab. Da Schöppenstedter ihren schiefen Turm wiederhaben wollten wurde Bürgerinitiative und der Verkauf von Turmaktien organisiert schließlich auch zum Kauf neuer Glocken beitrugen die ohnehin ausgedienten Glocken von 1923 und ersetzten.

Brandkatastrophen

Im Laufe der Jahrhunderte wurde Schöppenstedt mehreren Bränden heimgesucht so 1578 als allein Wohnhäuser zerstört wurden. Im Dreißigjährigen Krieg wurde Schöppenstedt zuerst von den Kaiserlichen dann von den Dänen und dann wieder den Kaiserlichen gebrandschatzt. Dem großen Brand von fielen über hundert Häuser zum Opfer. Er übrigens beim Pflaumenmus-Kochen in einer Schmiede. Danach die Zeit von Karl-August Funcke der im mit Herzog Carl I. (Regierungszeit: 1735-1780) für den Neuaufbau und Einführung einer Brandkasse sorgt. So wurden zum die Stroh- durch Ziegeldächer ersetzt - eine die nicht überall auf Gegenliebe stieß. 1749 bereits 208 Wohnungen wiederhergestellt worden sein.

Stadt der Streiche

Berühmt wurde Schöppenstedt als die Stadt Streiche. Erwähnt werden diese zuerst 1619 in von einem unbekannten ehemaligen Schöppenstedter Schulmeister verfassten die das Königliche Museum in Kopenhagen aufbewahrt. Die Sammlung enthält drei Streiche von einem entlaufenden Dieb einer vergeblichen Wolfsjagd der Samtmütze des Bürgermeisters handeln. Allerdings fügt Verfasser hinzu dass lächerliche Streiche „teils den Schildbürgern teils den Hirschauern teils den Schöppenstedtern werden". In der Tat kommen gerade die Streiche in älteren Schwanksammlungen vor. So findet zum Beispiel die Geschichte von dem Bullen das Gras abweiden soll in ähnlicher Form in den 1597 bzw. 1598 erschienenen Volksbüchern den Lalen und Schildbürgern. Umso mehr interessiert Frage wie die Schöppenstedter in den Ruf sein mögen ähnlich wie die Einwohner von Buxtehude Krähwinkel oder Fünsing närrische Leute zu Die Ursache dafür liegt möglicherweise darin dass auf ihr Mummebier sehr stolzen Braunschweiger die der tüchtigen Schöppenstedter Bierbrauer fürchteten und versuchten Bürger dieser Stadt lächerlich zu machen. Einen darauf geben die erhaltenen Spottverse der Braunschweiger Schöppenstedter anlässlich einer Fehde im Jahre 1602 die mit einem Überfall der Braunschweiger das wehrlose Städtchen und einer Vernichtung der Braueinrichtungen endete. Es hat Zeiten gegeben wo die Schöppenstedter ihres Ruhmes schämten. Heute sind aber bei weitem nicht alle stolz darauf Stadt der Streiche und eine Pflegestätte des Eulenspiegelgeistes zu sein.

Weblinks




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