Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Der Schüttelreim ist eine Reimform bei der die Anfangskonsonanten der letzten betonten Silben miteinander vertauscht werden. Er stellt eine Sonderform des Doppelreims (die letzten beiden betonten Silben jeder reimen sich) dar.
Beispiel:
Der Fuchsenfang
Am Baum im grünen r unden H ut
der Jäger mit den H unden r uht.
Die Brill’ er auf der N ase h at
und sieht ob sich kein H ase n aht.
Ein Ziel bald seine B üchse f and:
‘s fiel einer aus der F üchse B and’.
Wie kläffte da die H unde m eut’!
Lob schallt aus jedem M unde h eut’.
An einem Baum ein F ähnchen h ing:
Tot ist der Hühnchen H ähnchen f ing!
Auch jubeln Spatz und F inke f lugs:
Tot ist er jetzt der f linke F uchs!
Eine weitere Steigerung erfährt der Schüttelreim neben den Konsonanten auch noch die Vokale letzten beiden Silben getauscht werden.
Beispiel:
Alpenfahrt
Ein Auto fuhr durch G o ssens a ß
Und kam in eine Soßengass
So dass die ganze G a ssens o ß
Sich über die Insaßen goss
aus: Wendelin Überzwerch (Herausg.) "Aus dem Ärmel Deutscher Bücherbund o.J.
Schüttelreime sind seit dem 13. Jahrhundert bekannt und waren damals noch eine Gedichtform . Seit dem 19. Jahrhundert werden Schüttelreime hauptsächlich für vergnügliche Zweizeiler mit anzüglichem Inhalt verwendet. Es gibt jedoch ganze Bücher in Schüttelreimform z.B. Versionen von Goethes Faust oder einen Opernführer.
Weitere Varianten und Steigerungen dieser Reimform man im Internet unter [1]