Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDonnerstag, 28. August 2014 

Schachweltmeister


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.

Inhaltsverzeichnis

Die Zeit der Weltmeisterschaftskämpfe

Wilhelm Steinitz gilt durch seinen Sieg über Johannes Zukertort im Wettkampf von 1886 allgemein als der 1. Schachweltmeister. Freilich es auch zuvor eine Reihe von Spielern von dem schachinteressierten Publikum als weltbeste Spieler wurden so etwa André Danican Philidor Adolf Anderssen oder Paul Morphy als solche bezeichnete - und mit entsprechenden Einsatz versehene - Weltmeisterschaftskämpfe fanden jedoch statt.

Nach dem Sieg von Steinitz über fanden sich etliche Herausforderer die mit Steinitz die Weltmeisterschaft spielen wollten. Als Titelanwärter galten der spätere Weltmeister Emanuel Lasker der russische Meister Michail Tschigorin und der deutsche Schachmeister Siegbert Tarrasch . Es war jedoch bis 1948 allein Sache des jeweils amtierenden Weltmeisters Herausforderung er annahm und wem er einen verweigerte weswegen letztlich auch nur der amtierende die Bedingungen und das Preisgeld diktieren konnte.

1. Weltmeister: Wilhelm Steinitz (1886 -

Steinitz war eine Kämpfernatur und zudem Er war deswegen relativ leicht zu bewegen Weltmeistertitel gegen etwaige Herausforderer zu verteidigen.

  • Der erste Titelkampf nach 1886 fand 1889 erfolgreich gegen Michail Tschigorin statt.
  • 1890 / 1891 kam es zu einem Weltmeisterschaftskampf zwischen und Isidor Gunsberg den Steinitz gleichfalls für entscheiden konnte.
  • 1892 verteidigte Steinitz seinen Titel wiederum erfolgreich Michail Tschigorin.
  • 1894 musste sich Steinitz dem jungen deutschen Emanuel Lasker geschlagen geben.

2. Weltmeister: Emanuel Lasker (1894 -

Lasker war insgesamt 27 Jahre von bis 1921 Weltmeister. Seine überragende Stellung in der jener Zeit ist unbestritten. Allerdings war seine auch dadurch geprägt dass er Zweikämpfen ungewissen durch das Aufstellen nur schwer zu erfüllender aus dem Weg zu gehen wusste. So es zu einem von der Schachwelt gewünschten mit dem polnischen Meister Akiba Rubinstein nicht und zu einem Kräftemessen mit späteren Weltmesiter José Raúl Capablanca erst 1921.

Im einzelnen spielte Lasker nach seinem über Steinitz 1894 noch folgende Weltmeisterschaftskämpfe:

  • 1896 / 1897 gab es einen Revanchekampf gegen Steinitz Lasker wiederum für sich entscheiden konnte.
  • 1907 siegte Lasker über den Amerikaner Frank Marshall .
  • 1908 besiegte der Weltmeister seinen deutschen Rivalen Siegbert Tarrasch .
  • 1909 konnte sich Lasker gegen David Janowski durchsetzen.
  • 1910 verteidigte Lasker seinen Titel gegen Carl Schlechter . Der Wettkampf endete unentschieden was zur ausreichte.
  • 1921 unterlag Lasker dem kubanischen Meister Jose Capablanca.

3. Weltmeister: Jose Raul Capablanca (1921 1927)

Capablanca dominierte die Schachturniere in der Hälfte des 20. Jahrhunderts und war vor allem für sein positionelles Verständnis berühmt. Um die Weltmeisterschaft spielte erst 1927 wieder wobei er sich Alexander Aljechin geben musste. In der Folgezeit versuchte er Aljechin zu einem Revanchekampf zu bewegen.

4. Weltmeister: Alexander Aljechin (1927 - / 1937 - 1946)

Durch seinen spektakulären Sieg über Capablanca Aljechin 1927 den Schachthron. Durch geschicktes Taktieren er einem Revanchekampf gegen Capablanca ebenso auszuweichen einem Weltmeisterschaftskampf gegen Aaron Nimzowitsch dessen Ausgang höchst ungewiss gewesen wäre. dessen spielte er folgende Wettkämpfe:

  • 1929 verteidigte er seinen Titel erfolgreich gegen Efim Bogoljubow .
  • 1934 trat er erneut gegen Bogoljubow an wiederum keine ernsthafte Chance gegen Aljechin hatte.
  • 1935 verlor er schlecht vorbereitet seinen Weltmeisterschaftstitel Max Euwe .
  • 1937 gelang es ihm im Revanchekampf gegen seinen Titel zurückzugewinnen.

Zu weiteren Wettkämpfen kam es während Zweiten Weltkrieges nicht. 1946 beging Aljechin der mit den Deutschen und des Antisemitismus bezichtigt

5. Weltmeister: Max Euwe (1935 -

Der wissenschaftlich spielende Niederländer Machgielis (Max) konnte durch seinen Sieg über Aljechin zwei lang den Weltmeistertitel für sich beanspruchen.

Hierdurch war er auch als einer Kandidaten für das Weltmeisterschaftsturnier von 1948 prädestiniert bei dem er sich jedoch durchzusetzen vermochte.

Das Weltmeisterschaftsturnier von 1948

Durch den Tod Alexander Aljechins wurde Weg frei für die Übernahme der Weltmeisterschaftskämpfe den Weltschachverband ( FIDE ). Der erste FIDE-Weltmeister wurde in einem ermittelt das 1948 Michail Botwinnik für sich entscheiden konnte.

An dem Turnier nahmen neben Michail noch Paul Keres Wassili Smyslow Samuel Reshevsky und Max Euwe teil. Der usprünglich als Teilnehmer vorgesehene amerikanische Meister Reuben Fine verzichtete.

Die Weltmeisterschaften der FIDE

Das neue Weltmeisterschaftsregelment sah vor dass Weltmeister seinen Titel aller drei Jahre verteidigen Der jeweilige Herausforderer wurde durch Zonen- Interzonen- Kandidatenturniere ermittelt.

Bis 1963 galt zudem die Regel dass dem im Falle eines Titelverlustes ein Revancherecht ein später zustehen sollte.

6. Weltmeister: Michail Botwinnik (1948 - 1958 - 1960 1961 - 1963)

Nach dem FIDE-Reglement spielte Botwinnik folgende

  • 1951 verteidigte Botwinnik seinen Titel gegen David Bronstein
  • 1954 konnte sich Botwinnik gegen Wassili Smyslow durchsetzen.
  • 1957 verlor Botwinnik seinen Titel an Symslow.
  • 1958 gelang Botwinnik die Revanche gegen Smyslow.
  • 1960 verlor Botwinnik seinen Titel Michail Tal .
  • 1961 gelang Botwinnik wiederum die Revanche.
  • 1963 musste sich Botwinnik dem armenischen Meister Tigran Petrosjan geschlagen geben.

7. Weltmeister: Wassili Smyslow (1957 -

Der Zweitplazierte des Weltmeisterschaftsturniers von 1948 Botwinnik 1957 im Weltmeisterschaftskampf bezwingen unterlag dem Weltmeister jedoch ein Jahr später bei dem den Statuten vorgesehenen Revanchekampf.

8. Weltmeister: Michail Tal (1960 -

Der junge Michail Tal galt als unter den Schachmeistern seiner Zeit. 1960 setzte sich gegen Weltmeister Botwinnik durch. Zur allgemeinen gelang dem weitaus älteren Botwinnik aber dank präzisen Wettkampfvorbereitung erneut die Revanche.

9. Weltmeister: Tigran Petrosjan (1963 -

1963 gelang es Petrosjan einem der Defensivspieler der Schachgeschichte Botwinnik zu schlagen. Danach Petrosjan folgende Wettkämpfe:

  • 1966 verteidigte er seinen Titel gegen Boris Spasski .
  • 1969 verlor er seinen Titel an Spasski.

10. Weltmeister: Boris Spasski (1969 -

Spasskys Weltmeisterschaft dauerte drei Jahre bis dem vielbeachteten Wettkampf mit dem amerikanischen Schachgenie Robert James "Bobby" Fischer .

  • 1972 Weltmeisterschaftskampf Spasski gegen Fischer in Reykjavik : Fischer wird Schachweltmeister

11. Weltmeister: Robert James (Bobby) Fischer - 1975)

Die Weltmeisterschaft Fischers wurde im Westen bejubelt. Zu der Faszination die das Schachgenie ausstrahlte gesellte sich die Genugtuung darüber dass einem Amerikaner gelungen war in die Domäne Sowjetischen Schachschule einzudringen.

Allerdings erwies sich Fischers Herrschaft auf Schachthron als die kläglichste der Geschichte: Der zog sich vom Schach zurück und verteidigte Titel insbesondere im Jahr 1975 nicht gegen den von der FIDE Herausforderer Anatoli Karpow .

12. Weltmeister: Anatoli Karpow (1975 -

Nachdem Fischer zu dem Weltmeisterschaftskampf 1975 antrag wurde Herausforderer Karpow von FIDE-Präsident Euwe zum Weltmeister proklamiert. Als Weltmeister spielte Karpow Wettkämpfe:

  • 1978 gewann Karpow gegen Viktor Kortschnoi
  • 1981 gewann Karpow wiederum gegen Kortschnoi.
  • 1984 wurde ein Weltmeisterschaftskampf gegen Garri Kasparow nach einer Vielzahl von Remispartien wegen Länge gegen das Reglement abgebrochen. Bei Abbruch Wettkampfes lag Karpow zwar in Führung war sichtlich angeschlagen so dass der Abbruch allgemein eine Begünstigung des Weltmeisters gegen seinen jungen angesehen wurde.
  • 1985 musste sich Karpow dann gegen Kasparow geben. Die Statuten sahen für diesen Fall ein Revancherecht Karpows vor: Der Revanchewettkampf wurde 1986 ausgetragen wobei Karpow erneut verlor.

13. Weltmeister: Garri Kasparow (1985-1993)

Unter der Leitung der FIDE spielte zunächst folgende Wettkämpfe:

  • 1986 siegte er in dem vereinbarten Revanchematch gegen Karpov.
  • 1987 setzte er sich in einem regulären gegen Karpow durch.
1990 hieß der Herausforderer wiederum Anatoli Karpow sich Karpow erneut nicht gegen seinen Dauerrivalen konnte.

1993 kam es dann zum Bruch zwischen und der Weltschachorganisation. Kasparow weigerte sich unter Bedingungen der FIDE erneut um die Weltmeisterschaft spielen und war maßgeblich an der Gründung eigenen Schachverbandes beteiligt. Seither wurden in beiden rivalisierende Weltmeister ermittelt.

Liste der Schachweltmeister

Name von-bis Land
Wilhelm Steinitz 1886-1894 Österreich
Emanuel Lasker 1894-1921 Deutschland
José Raúl Capablanca 1921-1927 Kuba
Alexander Aljechin 1927-1935/1937-1946 Russland/Frankreich
Max Euwe 1935-1937 Niederlande
Michail Botwinnik 1948-1957/1958-1960/1961-1963 UdSSR
Wassili Smyslow 1957-1958 UdSSR
Michail Tal 1960-1961 UdSSR
Tigran Petrosjan 1963-1969 UdSSR
Boris Spasski 1969-1972 UdSSR
Bobby Fischer 1972-1975 USA
Anatoli Karpow 1975-1985 UdSSR
Garri Kasparow 1985-1993 UdSSR/Russland

Schachweltmeister PCA/Braingames ab 1993

Garri Kasparow 1993-2000 Russland
Wladimir Kramnik seit 2000 Russland

Schachweltmeister FIDE ab 1993

Anatoli Karpow 1993-1999 Russland
Alexander Khalifman 1999-2000 Russland
Viswanathan Anand 2000-2002 Indien
Ruslan Ponomariov seit 2002 Ukraine

Schachweltmeisterinnen

Name von-bis Land
Vera Menchik 1927-1944 CSSR/Großbritannien
Ludmilla Rudenko 1950-1953 UdSSR
Elisabeth Bykova 1953-1956/1958-1962 UdSSR
Olga Rubzowa 1956-1958 UdSSR
Nona Gaprindaschwili 1962-1978 UdSSR (Georgien)
Maja Tschiburdanidse 1978-1991 UdSSR (Georgien)
Xie Jun 1991-1996/1999-2001 China
Zsuzsa Polgar 1996-1999 Ungarn
Zhu Chen seit 2001 China

Siehe auch: Schach Brettspiel Sport Weltmeister



Bücher zum Thema Schachweltmeister

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Schachweltmeister.html">Schachweltmeister </a>