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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenFreitag, 24. Mai 2013 

Schamanismus


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Schamanismus ist ein vor allem in Naturreligionen anzutreffendes religiöses Phänomen wobei in einem ekstatischen Zustand Kontakt mit Geistern aufgenommen wird. Diese Geister sind Naturgeister Fluss- Baum- Tiergeister u.s.w (siehe auch Animismus ) aber auch Geister der oberen und unteren Welt Seelen Verstorbener hinter Krankheiten vermutete Schadensgeister (siehe Exorzismus ) etc. Die Ausübenden dieser Praxis werden Schamanen genannt. Sie genießen eine besondere Stellung der Gesellschaft und vertreten in Stammesgesellschaften oft geistliche Autorität ("Medizinmann"/"Medizinfrau") im Ggs. zur weltlichen

Das Phänomen des Schamanismus gelangte hauptsächlich die Erforschung der nordamerikanischen Indianerkulturen und die Sibirischen Völker in das Bewusstsein ist aber durchaus kein zirkumpolares Phänomen. Oft finden sich im Substrat Nicht-Naturreligionen (Religionen mit Schriftkultur) schamanistische Elemente. In Zusammenhang zu nennen sind:

  • Die keltischen Druiden .
  • Die tibetischen "Orakel" genannten Medien die die vorbuddhistsche Bön -Religion zurückgeführt werden.
  • Afrikanische Religionen die später auch nach gelangten ( Voodoo ).
  • Moderne Medien (s. Okkultismus Esoterik )
  • Ekstatische Techniken bei den Propheten im Alten Testament den Persern den Sufis .

Der Begriff Schamane kommt wahrscheinlich vom evenkischen (= tungusischen ) šaman (ša: wissen?).

(Vertreter der Theorie der Schamanismus sei Indien oder Tibet nach Zentralasien und Sibirien leiten ihn vom indischen Pali-Wort samana ("Bettelmönch") her. Diese Theorie kann aber weite Verbreitung des Schamanismus nicht erklären.)

Eine weitere Deutung des Wortes Schamane aus dem Manjutungisischen einer Sprache Sibiriens und "mit Hitze und Feuer arbeiten". dfd Ein Aspekt des Schamanismus ist der Zustand der in dem Kontakt mit den Bewohnern anderer Kontakt aufgenommen wird. Dieser Zustand wird über Meditation mit Hilfe von Musik und rituellen aber auch über halluzinogene Drogen herbeigeführt. In die Kulthandlung werden zumindest passiv die dem Ritual beiwohnenden Personen einbezogen. In schamanistischer Vorstellung die Seele den Körper des Schamanen und andere Welten oder er wird von einem besessen der durch ihn spricht.

Die Aufgaben des Schamanen umfassen u.a. Geleit verstorbener Seelen ins Totenreich Abwehr böser Wettervorhersage und -beeinflussung Auffindung von Jagdwild Weissagung Schadenszauber .

Das schamanistische Weltbild ist in Schichten statt des einfachen dreischichtigen (Himmel Erde Unterwelt) sieben- oder gar neunschichtige Modelle vor. An Achse dem Weltenbaum steigen die Schamanen auf ab.

Dem Schamanen stehen ein oder mehrere bei die gemäß dem Jagdumfeld dieser Völker in Tiergestalt vorgestellt werden. Der Schamane selbst sich während des Rituals eine Tiergestalt legt Felle um und setzt Masken auf. Er mit Amuletten und rituellen Musikinstrumenten meist Trommeln.

Die Berufung der Schamanen ist selten Die Weitergabe des Wissens geschieht entweder über Vererbung an blutsverwandte Nachkommen oder der (Ahnen-)Geist sich selbst sein neues Medium was dem Schamanen durch Omen mitgeteilt wird. Oft sträubt sich das eine Weile gegen den besitzergreifenden Geist. Das wird meist als Vorerleben des eigenen Todes Auflösung des Körpers gestaltet. Der Schamane muss das alte Leben gestorben sein um zwischen Welten wandeln zu können.

Von den monotheistischen Weltreligionen wurde das Schamanentum meist verdrängt oder Die Hilfsgeister der Schamanen werden mit bösen Dämonen identifiziert.

Die positivistische Naturwissenschaft versucht schamanistische Phänomene meist abzutun mit Epilepsie oder anderen psychischen Abnormitäten zu erklären. Wirksamkeit wird geleugnet oder mit Suggestion / Autosuggestion erklärt ( Placeboeffekt ).

Der amerikanische Anthropologe Prof. Michael Harner eine Vielzahl von schamanischen Kulturen und formulierte der Achziger Jahre das Konzept des Core Schamanismus. Dabei handelt es sich um einen von Kerntechniken die in den schamanischen Traditionen unterschiedlicher Ausgestaltung angewendet werden. Auf dieser Basis ein kulturunabhängiger Weg zur schamanischer Erfahrung entwickelt von Menschen der modernen Welt gegangen werden Die von M. Harner gegründete Foundation for Studies widmet sich der weltweiten Bewahrung der Erforschung und Lehre des schamanischen Wissens.

Literatur

  • Alfred Stolz: Schamanen - Ekstase und Jenseitssymbolik dumont 1988
  • Michael Harner: Der Weg des Schamanen München 1999
  • Gerhard Mayer: Schamanismus in Deutschland Würzburg: Ergon 2003




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