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Schari'a


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Die Schari'a (arab. شريعة deutlicher gebahnter Weg) ist islamische Gesetz mit dem sich die islamische Rechtswissenschaft Fiqh ) befasst. Sie stützt sich auf zwei den Koran und die Sunna des Propheten Mohammed d.h. den gesamten Korpus aus Erzählungen Aussprüchen des Propheten ( hadith ). Um auch Fragen rechtlich lösen zu können die nicht im oder der Sunna geregelt waren griff man den Konsens ( Idschma ) der muslimischen Gemeinde ( Umma ) und die Entscheidung nach Analogieschluss ( Qiyas ) der Rechtsgelehrten ( Ulama ) zurück. Das Konsensprinzip legitimierte man mit überlieferten Ausspruch Mohammeds nach dem sich "seine nie in einem Irrtum zusammenfinden würde".

Der Geltungsbereich der Scharia erstreckt sich auf den Bereich der religiösen wie auf der zivilen Rechtssprechung. Neben rituellen Vorschriften regelt das Familien- Erb- Sachen- und Schuldrecht das genauso wie Gesetze zur Regierung und Verwaltung Staats. Um dieses komplexe Recht handhaben zu haben sich mehrere Rechtsschulen ( Madhahib ) gebildet. Das Strafrecht macht entgegen weitläufiger wo Scharia und Strafrecht nahezu identisch scheinen der Scharia tatsächlich nur etwa 6 Prozent Es gibt in Koran und Sunna im zu anderen Rechtsaspekten nur sehr wenige Strafrechtsvorschriften. ist es nicht Aufgabe der Scharia Vergehen sondern bei Offenbarung einer Strafe keine Willkür in der Behandlung des Vergehens. Ein Richter immer die Aufgabe dem Betreffenden die Chance einen möglichst günstigen Ausgang seines Falles zu aber natürlich nicht mittels Rechtsverdrehung sondern getreu Koran und der Praxis des Propheten (Sunna) ggf. nach Rechtsfindung gemäß islamischer Kriterien. Selbst verhängte Todesstrafe kann z.B. bei Mord mit der Hinterbliebenen in ein sog. "Blutgeld" umgeändert Wenn es nur irgend geht so ist der mildere Weg zu suchen.

Die Scharia sieht für Rechtsbrecher verschiedene Strafen vor darunter Körperstrafen und die Todesstrafe .

Die Scharia ist geltendes Recht in Nigeria (einige Bundesstaaten) Iran Saudi-Arabien Bangladesch Afghanistan Marokko Sudan Katar und Pakistan .

Literatur: - Khurram Murad Scharia der zu Gott Schriftentreihe des Islamischen Zentrums München 22 ISBN 3-89263-022-4 - Said Ramadan Das islamische Recht und Praxis Otto Harrassowitz Wiesbaden 1980 ISBN 3-447-02078-4 - Jusuf al-Qaradawi Erlaubtes und Verbotenes Islam SKD Bavaria München 1989 ISBN 3-926575-12-3

Siehe auch: Liste islamischer Begriffe auf Arabisch Medienwirksame Kontroversen um die Scharia Strafgesetz der Islamischen Republik Iran



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