Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Ahmad Jassin arabisch: احمد ياسين (geb.: 1936 bei Askalon / Negev † 22. März 2004 in Ghaza ) war einer der führenden Begründer der Hamas und bis zu seinem Tod ihr Führer.
Während seines Religions-Studiums an der al-Azhar -Universität in Kairo schloss er sich der terroristisch-islamistischen Bewegung Muslimbrüder an. 1987 zu Beginn der Intifada gründete er mit anderen Muslimbrüdern den Zweig der Hamas und wurde deren Chefideologe. rief wiederholt zum gewalttätigen Widerstand gegen Israel auf und setzte hierbei vor allem die zahlreichen Selbstmordattentäter .
1989 wurde der stark sehbehinderte Scheich der einem Sportunfall in seiner Jugend auf einen Rollstuhl angewiesen war von israelischen Behörden verhaftet 1991 von einem Gericht wegen Anstiftung zum Mord an sogenannten palästinensischen Kollaborateuren sowie wegen zur Entführung und Ermordung zweier israelischer Soldaten lebenslanger Haft verurteilt.
Jassin fuhr fort Israel verbal aggressiv und zu Mordanschlägen gegen das Militär und aufzurufen. Daraufhin stellte ihn die PLO zweimal 2000 und 2001 unter Hausarrest. Die Behörde von Jassir Arafat musste die Maßnahme gegen den Scheich beide Male auf massiven Druck der Bevölkerung wieder aufheben. Bei einem gezielten Luftangriff wurde im September 2003 leicht verletzt was ihn erneut veranlasste öffentlich Rache zu schwören.
Am Morgen des 22. März 2004 der Scheich beim Verlassen einer Moschee durch gezielten Luftangriff israelischer Hubschrauber getötet. Bei dem haben acht weitere Personen darunter Leibwächter des ihr Leben verloren.
Am 23. März 2004 wurde auf internationaler Ebene die im UN-Sicherheitsrat weitergeführt. Man konnte sich jedoch nicht eine Resolution zur Verurteilung der umstrittenen Aktion Statt dessen entschied sich das Gremium für offene Debatte bei der ein offener Streit Parteien ausbrach.
Am 26. März scheitert eine von der Mehrheit des eingebrachte Resolution zur Verurteilung der Tötung am Veto der USA. Deutschland enthielt sich.
Ägyptens diktatorisch herrschender Präsident Mohamed Hosni Mubarak hat die Tötung des Hamas-Gründers Scheich Jassin aufs Schärfste verurteilt und kündigte an keine ägyptische Delegation zu den Feierlichkeiten zum Jahrestag des Friedensschlusses von Camp David schicken zu wollen.
In der arabischen Welt demonstrierten Tausende von Menschen gegen Israel. der Al-Azhar-Universität in Kairo versammelten sich 7.000 Das schiitische Regime Irans bezeichnete die Tötung als kriminelle Handlung .
Die EU-Außenminister haben die Tötung des Hamas -Führers Scheich Ahmad Jassin durch Israel als "Anschlag verurteilt der die Lage Nahen Osten entflammt hat." Israel habe nicht Recht zu außerrechtlichen Tötungen erklärten die Minster. EU-Außenbeauftragte Javier Solana bezeichnete die Tötung Jassins "sehr sehr schlechte Nachricht für den Friedensprozess Nahost ".
Der britische Außenminister Jack Straw kommentierte Anschlag mit den Worten: "gezielte Tötungen" seien außerhalb des Völkerrechts" und "nicht gerechtfertigt".
Anders als die meisten westlichen Staaten sich die USA einer Verurteilung des Anschlages. Man sprach dem grundsätzlichen Recht Israels sich gegen den verteidigen zu dürfen betonte aber dass sich beide Seiten der Konsequenzen bewusst sein müssten .
Der deutsche Außenminister Joschka Fischer sagte es müsse nun alles getan um eine weitere Eskalation zu vermeiden; Besonnenheit und äußerste Zurückhaltung seien nun erforderlich.