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Schlacht am Waterberg


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Die Schlacht am Waterberg am 11. August

Telegramm des Generals von Trotha an Majestät den Kaiser (Auszug): „Hamakari 12. August. Der Feind der mit außerordentlicher Zähigkeit kämpfte trotz sehr gewandter Aufstellung im dichtesten Dornbusch Verluste. Tausende von Vieh erbeutet. Zersprengt und Rückmarsch nach allen Seiten begriffen bewegt sich Hauptmasse des Feindes nach Osten (in Richtung Anm. d. Verf.) wohin ich ihm den mit den vereinigten Abteilungen Deimling Mühlenfels und d. Heyde verlegen werde wobei Estorff von her mitwirkt.“

“Yet it was they (die Hereros d. Verf.) who won. At Okandjira they at Ovijombo they won; at Erindirombua they at Ohamakari (Schlacht am Waterberg Anm. d. they won; at Erindirondeka they won; and Otjihinamaparero they won. I say that at place where a battle was fought they Warriors Leaders Sages and Outcasts in the Past - Narrated by Willy Njanekua and/or Muuondjo to G. Mupaine at Okakarara 28.01.1986 Tape 40.

Das Deutsche Reich war auf einen in Südwestafrika völlig unvorbereitet. Zu Beginn des im Januar 1904 bestand die Schutztruppe aus Kompanien 1 Geschützbatterie und einer Reihe zumeist Stationsbesatzungen mit insgesamt 769 deutschen und 132 Soldaten. Verstärkung aus dem Schutzgebiet erhielt die durch 1.141 Reservisten Angehörigen der Landwehr Landsturmpflichtigen Kriegsfreiwilligen. Desweiteren konnten noch die Hilfstrupppen der Witbois und Bethanier aufgeboten werden. Mit diesen war es nicht möglich den Aufstand der niederzuwerfen. Diese konnten nach Schätzungen etwa 5.000 7.000 Krieger ins Feld führen. Die erfolgreiche aller größeren Stationen wie Okahandija und Omaruru deren Entsetzung aus eigener Kraft war daher ein großer Erfolg und für den weiteren des Krieges von entscheidender Bedeutung. Auch nach Eintreffen von Verstärkungen aus Deutschland reichten die Verfügung stehenden Kräfte für einen vollständigen militärischen nicht aus zumal starke Kräfte bei der der deutschen Stationen und Siedlungen sowie der gebunden waren. Es zeigte sich als besonderer dass Deutschland nicht über eine ständige Eingreiftruppe welche für einen Einsatz in Übersee ausgebildet ausgerüstet war. So bestanden die aus der eintreffenden Verstärkungen großteils aus schnell aufgestellten Verbänden Freiwilligen der verschiedensten Truppenteile welche völlig unvorbereitet Afrika in Marsch gesetzt werden mussten. Trotz Hingabe und Opferbereitschaft der deutschen Soldaten war die Leistungsfähigkeit der neu eintreffenden Verbände begrenzt. Ausbildung (z. B. bezüglich den besonderen Anforderungen die Gesundheitsvorsorge auf einem afrikanischen Kriegsschauplatz) und Erfahrung führten zu teilweise schweren Verlusten sowohl Gefecht als auch durch Krankheiten wie beispielsweise Oberst Leutwein Gouverneur und bis zu seiner durch General von Trotha auch Befehlshaber der war sich der begrenzten eigenen Möglichkeiten bewusst. waren ihm als Landeskenner die fast unüberwindlichen für den Einsatz ausreichender Kräfte in dem nahezu unerschlossenen Land bekannt. In richtiger Einschätzung Lage plante Leutwein eine politische Lösung des welche durch militärische Mittel vorzubereiten war. Dagegen die deutsche Öffentlichkeit in völliger Verkennung der Situation vor Ort eine rasche und gründliche der Hereros. General von Trotha war gewillt öffentlichen Forderung nachzukommen. Dabei unterlief ihm eine Fehleinschätzung der Lage. Von Trotha war der mittels eines konzentrischen Angriffes aller verfügbarer Truppen Hereros zu einer Entscheidungsschlacht stellen und den mit einem Schlag militärisch beenden zu können. Trotha unterschätzte die örtlichen Schwierigkeiten für eine umfassende Bewegung die militärischen Fähigkeiten der Hereros die Bedeutung der auf deutscher Seite kämpfenden Hilfstruppen.

Nach den Kämpfen bei den Onjati-Bergen sich die Stämme der Hereros südwestlich des am Omuramba –u- Omatako einem etwa 200 breiten trockenem Flussbett. Als dort die Weide war zogen die Hereros in den Raum / Waterberg wo es ausreichend Wasser und gab. Unter Berücksichtigung aller bekannter Faktoren einschließlich Wasser- und Weideverhältnisse wird man davon ausgehen dass sich in diesem Raum etwa 25.000 50.000 Hereros versammelt hatten. Schätzungen zufolge befanden darunter etwa 3.500 bis 6.000 Krieger welche Großteil mit Gewehren bewaffnet waren. Der Rest mit dem Kirri die traditionelle Waffe der für den Nahkampf. Die im Raum Hamakari Waterberg versammelte Masse der Hereros bot General Trotha die Gelegenheit den von ihm angestrebten Schlag zu führen. Anfang August 1904 schien Abzug der Hereros bevorzustehen. Der Zeitpunkt zum war daher gekommen. Für den geplanten Angriff von Trotha über insgesamt 1.625 Gewehre 30 und 14 Maschinengewehre. In jedem Fall stand Schutztruppe einem zahlenmäßig bedeutend überlegenen Feind gegenüber. von der Schutztruppe eingesetzten Geschütze und Maschinengewehre in dem unübersichtlichen dicht mit Dornbüschen bestandenen nur eine stark eingeschränkte Wirkung und konnten zahlenmäßige Überlegenheit der Hereros nicht vollständig ausgleichen. Hererokrieger waren im Gegensatz zu den überwiegend deutschen Soldaten mit dem Kampf in diesem vertraut und das Klima gewohnt. Zudem verfügten Hereros über genaue Ortskenntnisse und waren im der Wasserstellen. Desweiteren hatten die Hereros den Vorteil der "inneren Linie". Von Trotha dagegen seine Truppen auf einer Frontlinie von ca. km verteilen. Von einer Umzingelung oder einer bzw. Vernichtungsschlacht konnte daher keine Rede sein. Trotha plante vielmehr durch den Einsatz von Abteilungen die voraussichtlichen Fluchtwege insbesondere den Streitwolfschen nach Südosten in Richtung Omaheke zu sperren durch einen konzentrischen Angriff den Gegner im Station Waterberg / Hamakari entscheidend zu schlagen. taktischen Ziele der deutschen Abteilungen waren folgende:

- Abteilung Volkmann: Sperrung der Wege Norden Besetzung einer Signalstation auf dem Waterberg 200 Gewehre 2 Geschütze 2 Maschinengewehre;

- Abteilung Deimling und Abteilung Fiedler: der Wege nach Westen offensives Vorgehen gegen die Station Waterberg und weiter auf Hamakari 658 Gewehre 8 Geschütze;

- Abteilung von Estorff: Sperrung der nach Nordosten offensives Vorgehen gegen die Station Stärke: 247 Gewehre 4 Geschütze 4 Maschinengewehre;

- Abteilung Mühlenfels Abteilung v. d. und Abteilung Winkler: Sperrung des Weges nach in Richtung Omaheke und offensives Vorgehen gegen Wasserstellen von Hamakari. Entscheidend für das Gelingen gesamten Schlachtplanes war das Zusammenwirken dieser drei voneinander anmarschierenden Abteilungen. Gesamtstärke: 520 Gewehre 16 8 Maschinengewehre.

Der Schlüssel zu den Stellungen der im Raum Waterberg waren die Wasserstellen von welche durch dichten Dornbusch und künstlich angelegte geschützt waren. General von Trotha mit seinem schloss sich der Abteilung Mühlenfels an um der Kämpfe am Schwerpunkt des Angriffes und am voraussichtlichen Ort der Entscheidung zu sein. strategische Ziel des deutschen Schlachtplanes lautete: Vernichtung feindlichen Streitkräfte Gefangennahme möglichst vieler Nichtkombattanten und völlige Unterwerfung der Hereros.

Das Vorrücken der Schutztruppe an die Stellungen erfolgte am 10.08.1904. In der Nacht 11. marschierten die deutschen Abteilungen zum Angriff Die oben erwähnten Fehleinschätzungen des Generals von führten auf deutscher Seite zu einer folgenschweren Der Abteilung Winkler gelang es nicht den an die Abteilung v. d. Heyde herzustellen in die Schlacht einzugreifen. Die Abteilung v. Heyde wich aufgrund Orientierungsschwierigkeiten bei dem Marsch der Nacht zum 11. August durch den nach Norden vom Weg ab. Maßgeblich schuld dieser Friktion war das Fehlen eingeborener Hilfstruppen Dienste bei der Aufklärung unersetzlich waren. So es nicht zu dem geplanten Zusammenwirken der Abteilungen Mühlenfels v. d. Heyde und Winkler dem Ziel die Wasserstellen von Hamakari zu und ein Entkommen der Hereros entlang des Weges nach Südosten und damit in Richtung zu verhindern. Die Hereros erkannten die Schwierigkeiten deutscher Seite und nutzten diese entschlossen aus. gegen die von Westen anmarschierende Abteilung Deimling hinhaltender Widerstand geleistet wurde stellten sich die bei Hamakari mit äußerster Hartnäckigkeit der Abteilung entgegen. Die isolierte Abteilung v. d. Heyde in dem unübersichtlichen Dornbusch nördlich des Streitwolfschen massiv angegriffen. Den Vorteil der inneren Linie konnten die Hereros an diesen beiden Stellen großer Übermacht auftreten.

Hier einige Auszüge aus dem amtlichen des Generalstabes über die Kämpfe bei der v. d. Heyde: „Hier war der Feuerkampf das heftigste entbrannt und es zeigte sich die kleine deutsche Schar einen vielfach überlegenen gegenüber hatte. Beide Flügel waren umklammert und tauchten im Busche zahlreiche schwarze Gestalten im der Deutschen auf.“ „Immer kühner drängten die vor laut „Kajata“ und Assa“ brüllend.“ “Den Hereros gelang es diesmal bis auf 10 20 m heranzukommen. Die Lage wurde äußerst „An dem kaltblütigen Feuer der todesmutigen deutschen zerschellte auch dieser Angriff des Feindes.“

Zeitweise drohten die Abteilungen Mühlenfels und d. Heyde vom Gegner überrannt zu werden. waren allein dem Durchhaltewillen und -vermögen der Soldaten zu verdanken dass sich die Abteilungen und von der Heyde behaupten konnten. Schließlich es der Abteilung Mühlenfels am Nachmittag des August die Wasserstellen von Hamakari zu nehmen gegen die heftigen Gegenangriffe der Hereros zu

Hauptmann Bayer schildert den Kampf um Wasserstellen von Hamakari folgendermaßen: „Die Sonne stand ziemlich tief und die ganze Atmosphäre war Staub und dem Rauch des Geschütz- und erfüllt. Es herrschte düstere Gewitterstimmung. Durch den Dämmer zuckten und blitzten die Schrapnells und die in rasendem Schnellfeuer über Visier und auf 100 Meter in die anstürmenden Schwarzen wurden. Ohrenbetäubend donnerten die Geschütze und ratterten Maschinengewehre. Am zweiten Geschütz waren unmittelbar hintereinander Mann verwundet worden und das Geschütz wurde größter Gefahr zurückgebracht. Die Munition fing an zu werden.“

Erst bei völligem Dunkelwerden endeten die bei Hamakari. Mit der Einnahme der dortigen war es der Schutztruppe gelungen unter ungünstigsten einen bedeutenden taktischen Erfolg zu erkämpfen. Die v. d. Heyde hatte mittlerweile die schweren der Hereros abweisen können. Allerdings war diese durch die Angriffe der Hereros daran gehindert in Richtung Hamakari vorzustoßen und den Anschluss die Abteilung Mühlenfels zu gewinnen. Aufgrund völliger sowie Munitions- und Wassermangel sah sich die v. d. Heyde genötigt in der darauf Nacht den Rückzug anzutreten. Infolgedessen konnte die der am Waterberg lagernden Hereros im Laufe 11. und 12. August mit ihrem Vieh des Streitwolfschen Weges in Richtung Südosten abziehen. von Estorff der spätere Kommandant der Schutztruppe diese Entwicklung so: „Es war ein schwerer dass der Masse der Herero dieser Durchbruch wenn auch in der Flucht“.

Die deutschen Verluste betrugen in der am Waterberg 26 Gefallene und 60 Verwundete. Verluste der Hereros sind nicht bekannt. Es davon ausgegangen werden dass die kämpfenden Hereros den einzelnen Gefechten am 11. August teilweise Verluste hinnehmen mussten. Das Ziel des Kampfes Vernichtung oder Übergabe der waffentragenden Hereros wurde nicht erreicht. Dagegen gelang es den Hereros der Schutztruppe zu entziehen und in Richtung Bewegungsfreiheit zu gewinnen. Das amtliche Werk des bemüht sich zwar die Schlacht als einen darzustellen muss aber zugeben: „So endeten die Kämpfe am Waterberge. Ihr Verlauf war ein anderer als er von der obersten Führung worden war.“

Somit muss die Schlacht am Waterberg einiger taktischer Erfolge als eine strategische Niederlage die Schutztruppe angesehen werden. Die zwei Wochen aufgenommene Verfolgung der Hereros in die Omaheke militärisch ebenfalls erfolglos und führte die Schutztruppe den Rand des völligen Zusammenbruches.

Verwendete Literatur :

Großer Generalstab „Der Feldzug gegen die Berlin 1906;

Großer Generalstab „Sanitätsbericht der deutschen Truppen Südwestafrika 1904 – 1907“ Berlin 1908;

Dincklage-Campe Friedrich v. (Hg.). Deutsche Reiter Südwest. Selbsterlebnisse aus den Kämpfen in Deutsch-Südwestafrika. persönlichen Berichten bearbeitet. Berlin 1908;

Leutwein Paul „Elf Jahre Gouverneur in Berlin 1907;

Hauptmann Bayer M. „Mit dem Hauptquartier Südwestafrika“ Berlin 1909;

Rust Conrad. Krieg und Frieden im Aufzeichnungen aus dem Kriegsjahre 1904. Leipzig 1904;

Lau Brigitte: „Ungewisse Gewissheiten“ Windhoek 1989;

Lorenz Klaus: „Geschehnisse am Waterberg 1904“ 2001;

Warriors Leaders Sages and Outcasts in Namibian Past. Narratives collected from Herero for Michael Scott Oral Records Projekt 1985-86 ed. A.Heywood B.Lau R.Ohly Windhoek 1992;

Major von Estorff Ludwig: „Wanderungen und in Südwestafrika Ostafrika und Südafrika 1894 –




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