Militärhistorisch ist der Einsatz neuer Waffensysteme Die Preußen verfügten über das so genannte Preußische Nadelgewehr (Zündnadelgewehr) ein modernes Repetiergewehr. Weiterhin spielten Eisenbahn und der Telegraph eine entscheidende Rolle.
Im Vorfeld des Preußisch-Österreichischen Krieges hatte bereits mehrere hundert Beobachter auf Seiten der in den amerikanischen Bürgerkrieg geschickt die dort den Einsatz von Telegraph und moderner Kriegstechnik beobachteten. Die Einführung "Obersten Heeresleitung" also die Steuerung der Armeen einer Zentrale heraus war ein Resultat der im amerikanischen Bürgerkrieg.
Die Bedeutung der Schlacht bei Königgrätz sowohl im allgemeinen politischen Kontext als auch Markstein der militärstrategischen Entwicklung in Europa wohl zu überschätzen. Mit Königgrätz beginnt das Zeitalter großen Manöver von nach Hunderttausenden zählenden Massenheeren im Unterschied etwa zur napoleonischen Epoche die Zahlen im Ansatz durchaus schon kannte reine führen - das Bajonett als kampfentscheidende weil der konkreten Gefechtssituation Mann gegen Mann einzusetzende wird durch die ansatzweise Automatisierung der Handfeuerwaffen historisch. Zugleich wird hier jedoch die "Auftragstaktik" auf Friedrich II. und Napoleon gleichermaßen zurückgehende der ursprünglich durch die Lineartaktik bedingten engen auch der mittleren Truppenoffiziere an die strikten Vorgaben der Armeebefehlshaber zu selbständiger eigenverantwortlicher und jeweiligen Geländeverhältnissen flexibel anzupassender Truppenführung erstmalig in Stil zur Anwendung gebracht: Endlich können bereits - also Offiziere im Hauptmanns- oder auch - im Zweifelsfall nach eigenem Ermessen Entscheidungen ohne eine Abstrafung durch vorgesetzte Kommandos wegen befürchten zu müssen.
Fast noch wichtiger nimmt sich die großer Truppenmassen durch den modernen Eisenbahnverkehr aus: legendäre Generalstabschef Helmuth von Moltke nutzte konsequent die Mittel des maschinenbetriebenen um seine komplizierten auf exakte Einhaltung des angewiesenen Aufmarschpläne verwirklichen zu können. Ebenso bahnbrechend die Überholung tradierter militärischer Kommunikation: Der Meldereiter vorindustriellen Epoche wurde mehr und mehr durch und Fernschreiber ersetzt. Diese Faktoren finden in politisch ebenso bedeutungsvollen Schicksalsstunde von Königggrätz ihre Anwendung und Bestätigung.
Moltkes Schlachtplan selbst war wie er olympierhafter Nonchalance zu bekräftigen nicht müde wurde einfach": Er basierte auf dem simplen aber der Ausführung durchaus problematischen Prinzip: "Getrennt marschieren vereint schlagen". So setzte das preußische Oberkommando Juni 1866 drei Armeen in Marsch - 1. unter Prinz Friedrich-Karl von Preußen die unter dessen Vetter dem Kronprinzen Friedrich-Wilhelm und Elbarmee unter General Herwarth von Bittenfeld - in einer großangelegten Umfassungsbewegung die österreichische Streitmacht Generalfeldzeugmeister Ludwig August von Benedek einkesseln und sollten.
Nach mehreren in der Mehrzahl siegreich Gefechten im böhmischen Hochland vor Prag zwischen Juni und 3. Juli (Berliner Straßennamen wie Nachod und Skalitz halten noch heute die an dieses Vorgefechte wach) kommt es am Juli in den frühen Morgenstunden zum Zusammentreffen verfeindeten Heere an der Swiep bei Sadowa. Anfang hat die österreichische Armee lediglich die preußische Armee vor sich - die Einheiten Kronprinzen befinden sich noch im Anmarsch. Folglich sich Stunde auf Stunde der Druck auf zahlenmäßig unterlegenen preußischen Truppen vor Ort die preußische Infanteriedivision unter Generalmajor von Fransecky darunter das 2. Magdeburgische Infanterieregiment Nr. 27 verschanzt im Swiepwald und versucht in einem fürchterlichen die Offensive zweier österreichischer Korps abzuwehren. Schon sich die österreichischen Generale im Gefühl eines Sieges schon artikuliert sich im preußischen Hauptquartier erste Unmut gegen den unorthodoxen Aufmarschplan des Moltke (selbst König Wilhelm I. und sein Graf Bismarck befürchten eine Niederlage) da taucht Mittag auf Höhe des gegenüber dem preußischen liegenden Hügels Horenowcs das 1. Garderegiment zu am Horizont auf. Es bildet die Avantgarde zur 2. Armee gehörenden preußischen Gardekorps - Armee des Kronprinzen ist da und nimmt mit den von Südwesten her anngreifenden Elbdivisionen 14 15 und 16 die in die Division im Swiepwald verbissenen österreichischen Truppen in Zange. Gegen 13.00 erobert "das erste Regiment Christenheit" wie das 1. Garderegiment bei Zeitgenossen wird die befestigte Stadt Chlum im Osten Sadowa und schlägt die verbliebenen österreichischen Einheiten die Flucht. Gegen Abend singen die erschöpften in ihrer Mitte der neunundsechzigjährige König Wilhelm preußische Krönungshymne "Heil Dir im Siegerkranz".