Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. In der Schlacht von Hochkirch überfiel am 14. Oktober 1758 die österreichische Armee unter dem Kommando der Feldmarschälle von Daun und Freiherr von Laudon das preußische Heerlager nahe Görlitz in Sachsen . Die Schlacht ist als zweite persönliche Friedrichs des Großen in die Geschichte eingegangen; ihr für unglücklicher Ausgang wird mit einigem Recht zum Teil der mangelnden Vorsicht des Königs bei des Lagerplatzes zugeschrieben.
Der König dessen Hang zum "Bataillieren" nur bei seinem Bruder und schärfsten Kritiker Heinrich von Preußen auf Widerwillen stieß (Mitte 18. Jahrhunderts galt angesichts der engen logistischen schon eine Abfolge von fünf größeren Schlachten Jahresfrist als rasch und ungewöhnlich) vefolgte den im Anschluss an die Vertreibung der Russen der Mark ( Schlacht von Zorndorf ) so schnell wie möglich eine Entscheidung die Österreicher herbeizuführen. Hierauf führen einige Historiker plausibel die äußerst riskante Standortwahl in der vor Hochkirch zurück: Der König wollte seinerseits Östterreicher überrumpeln rechnete aber nicht damit dass - vor allem auf Betreiben des fähigen engagierten Gideon von Laudon - seinem Angriff könnten. Dass das preußische Feldlager zudem direkt den Österreichern und dem Magazindepot Görlitz lag machte einen österreichischen Präventivschlag nur wahrscheinlicher.
In der Nacht auf den 14. Oktober gegen vier Uhr morgens begann der österreichisch-ungarischer Panduren auf die preußischen Stellungen. Hunderte noch im Schlaf als Teile des Lagers feindlichen Soldaten überrant werden. Die rasch improvisierte der Preußen kann nur vorübergehend Gegenwehr bieten vor allem den Kavalleriegeneralen Hans-Joachim von Ziethen und Friedrich Wilhelm von Seydlitz ist die Bewerkstelligung eines halbwegs geordneten zu verdanken (sie dringen entgegen dem königlichen darauf die Pferde ihrer Einheiten auch nachts zu lassen wohl in Vorahnung der drohenden Seydlitz selbst soll vor der Schlacht gesagt die Österreicher verdienten gehenkt zu werden griffen die Preußen in so einer günstigen Situation an). Indessen kämpfen zahlreiche Einheiten so insbesondere Infanterieregimenter Prinz von Preußen Prinz Heinrich von und von Anhalt um das nackte Überleben. der Dunkelheit entfaltet sich eine heftige Kanonade die Teile der preußischen Infanterie gegen Friedhof von Hochkirch drängt. Hier leistet das Bataillon des Infanterieregimentes Nr. 19 Markgraf Karl seinem Kommandeur Major von Langen erbitterten Widerstand Friedrich selber wird dem elf Tage nach Schlacht seinen zahlreichen Verletzungen erlegenen Bataillonskommandeur nach Kriege ein ehrendes literarisches Denkmal setzen. Nach verzweifelter Gegenwehr muss sich das zusammengeschmolzene Bataillon einbrechenden Feind ergeben Marschall Daun sieht angesichts unerheblicher eigener Verluste von der Verfolgung der Gegner ab.
Die Schlacht bei Hochkirch brachte Preußen nicht in unmittelbare existenzielle Gefahr - die unterließen vorerst eine Weiterverfolgung ihrer Offensive wohl deshalb weil die preußische Hauptmacht für einen Vernichtungsschlag noch zu kampfkräftig und umfangreich war sie markiert dennoch einen weiteren Wendepunkt im von nun an wurde Friedrich mit seinen Grenadieren endgültig vom Jäger zum Gejagten die einer beiderseitigen Umklammerung durch die Russen im Norden und die Österreicher im war allgegenwärtig und jeder Erfolg konnte nur Ausgangspposition für eine neue Defensivaktion genutzt werden.
Hinzu kam dass die Schlacht zwei Heerführern das Leben gekostet hatte: Generalfeldmarschall James Keith schottischer Emigrant und enger Freund des war beim österreichischen Angriff tödlich verwundet worden. Fürst Moritz von Anhalt-Dessau geriet schwerverwundet in Gefangenschaft; zwar entließ ihn im folgenden Jahr wieder in die eine durch die Verletzung an seiner Hand Krebserkrankung fesselte ihn jedoch fortan ans Krankenbett er 1760 nach langem Siechtum verschied ohne in den Dienst zurückgekehrt zu sein.