Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. In der Schlacht bei Zorndorf im Siebenjährigen Krieg ( 1756 - 63 ) kam es am 25. August 1758 erstmals zum bewaffneten Aufeinandertreffen der preußischen Hauptarmee und der russischen Streitkräfte unter ihrem Oberbefehlshaber Graf Fermor.
Nach der Besetzung Ostpreußens 1757 durch Fürst Apraxin stand im Sommer 1758 die Zukunft der brandenburgisch-preußischen Monarchie auf dem Spiel. Während von Süden die Österreicher unter Daun anrückten stand der russischen Armee das nach Brandenburg offen. Kurz vor der Schlacht hatte Artillerie-Bombardement der Oderfestung Küstrin begonnen der Einfall das Kernland des Königtums stand unmittelbar bevor. dieser Situation musste König Friedrich - wie schon so oft - vielfach überlegene feindliche Streitmacht zum Kampf stellen.
Die Schlacht zog sich den ganzen über in glühender Sommerhitze hin. Entgegen der Erfahrung kann der sturmerprobte preußische Infanterieangriff auf keine Bresche in die gegnerische Front schlagen. Zeit wogt der Kampf unentschieden hin und der linke preußische Flügel weicht zurück auch Prinz Moritz kann die Lage nicht wenden. König selbst zeichnet sich durch wagemutigen Einsatz eigenen Lebens aus er steigt vom Pferd die Fahne des Infanterieregiments Nr. 46 von und führt seine fliehenden Haufen wieder dem entgegen - dennoch stehen die Zeichen auf bis am späten Nachmittag General von Seydlitz auf dem rechten Flügel durch eine Kavallerieattacke mit über fünfzig Schwadronen die Entscheidung Entgegen dem ausdrücklichen und mehrfach wiederholten Befehl Königs zur Entlastung des Zentrums einzugreifen wartet erfahrene und klarsichtige junge Reitergeneral den Augenblick da er im Rücken der weit in preußischen Linien vorgedrungenen russischen Hauptmacht steht. Dann im zugleich günstigsten und äußersten Augenblick gibt den Befehl zum Angriff überrumpelt die nunmehr Russen und wendet in einer fulminanten Kavalkade Schlacht zu Gunsten Preußens.
Friedrich selbst honorierte die taktische Meisterleistung ebenso eigenwilligen wie genialen Generals indem er dem auf dem Schlachtfeld anwesenden verbündeten britischen Sir Mitchell nach der russischen Rückzug mit Worten vorstellte: "Ohne diesen hier stünde es heute schlecht uns."
Der Sieg von Zorndorf gab Friedrich Möglichkeit sich auf den Kampf der nach vorrückenden Österreicher zu konzentrieren während Fermor sich Osten zurückzog. Die Verluste waren auf beiden hoch insgesamt fielen über 30.000 Mann die und Gefangenen nicht eingerechnet. Trotz des preußischen hatte der Wafffengang an der Oder eher Wirkung eines Unentschieden eine weitere Konfrontation war eine Frage der Zeit wie denn auch Kriegstheoretiker Carl von Clausewitz zu einem eher gespaltenen Urteil über Schlacht fand.