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Schnalzlaut


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Schnalzlaute (englisch: clicks ) kommen vor allem in einigen afrikanischen wie den Khoisan -Sprachen vor und in benachbarten Sprachen der Bantu -Gruppe vor (Zulu Khosa und anderen) die von Khoisan übernommen haben. In beiden Sprachgruppen sind es etwa 80 Sprachen.

Die Schnalzlaute werden auf verschiedene Weise Schnalzen mit der Zunge gebildet. Um die zu erzeugen muss die Zunge eine saugende ausführen. Die Stellung der Zunge und die des Atemholens bringt ganz verschiedene Schnalzlaute hervor.

Bei der Verwendung in Wörtern ist für Nichtmuttersprachler recht schwierig sie mit den und Vokalen zu verbinden.

Schnalzen kommt in vielen Sprachen vor als Ausdruck des Missfallen oder zur Erregung Aufmerksamkeit. Nur in wenigen Sprachen werden sie als normale Bestandteile von Wörtern genutzt.

Die einzige nichtafrikanische Sprache in der regulär genutzt werden ist Damin eine alternative die von Sprechern des Lardil einer australischen in einer Art Sprachspiel verwendet werden.

Siehe auch Klicklaut

Khoisan

In den mit weniger als 50 und von nur etwa 200.000 Menschen ( Nama früher meist "Hottentotten" genannt Damara Buschleuten = San ) gesprochenen Khoisan-Sprachen werden Schnalzlaute verwendet.

Dabei gibt es drei Grundschnalzlaute:

  • Dentaler Schnalzlaut (/): Die Zungenspitze wird an Vorderzähne gebracht. Das klingt etwa wie das "ts".
  • Lateraler Schnalzlaut (//): Die Zungenspitze wird seitwärts die rechten Backenzähne gebracht.
  • Palataler Schnalzlaut (=): Die Zungenspitze wird an Vorderseite des harten Gaumens angepreßt und dann rasch wie möglich zurückgezogen. Das klingt etwa ein knallender Korken.

In der Sprache der Nama gibt es zusätzlich den zerebralen Schnalzlaut. Sprachen der San kennen sogar einen fünften labialen Schnalzlaut.

  • Zerebraler Schnalzlaut (!):Die Zungenspitze wird möglichst nach oben an die Decke der Mundhöhle

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