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Scholastik


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Die Scholastik (v. lat. schola Schule) ist eine philosophische Richtung die gegen Ende des 11. Jahrhunderts entstand. Sie löste langsam aber sicher sprirituell-mystizistisch geprägten Bemühungen der Intellektuellen des frühen ab in stetiger Suche die Einheit der Seele mit dem Göttlichen herzustellen und verdrängte Ansicht dieses Streben sei der einzige Sinn Geistes.

Die Scholastik war weit rationalistischer geprägt: Sie stellte die menschliche Vernunft den Vordergrund und sprach dem menschlichen Geist Sinnhaftigkeit zu die auch zu anderen Zwecken der inneren Kontemplation eingesetzt werden müsse.

Gemeinsam war allen Scholastikern zum einen Betonung des menschlichen Verstandes und zum anderen unbedingte Glaube an die christliche Offenbarung als Wahrheit. Das Projekt der Scholastik war beiden Verstand und dem Glauben eine gleichberechtigte Existenz verschaffen.

Dennoch war die Scholastik keine einheitliche denn die Ansätze der einzelnen Vertreter waren unterschiedlich. Sie manifestierten sich im Universalienstreit . Die Hochscholastik insbesondere unter Thomas von Aquin verschmolz die christlichen Glaubensgrundlagen mit der Logik den ontologischen Anschauungen des wiederentdeckten Aristoteles und dem Weltbild aufs Engste: Durch den Verstand sollte Mensch in die Lage kommen Gottes innerstes zu erkennen. Eine spätscholastische Richtung die insbesondere William von Ockham geprägt wurde vertrat genau gegenteilige Ansichten trennte Wissenschaft und Glaube durch eine unüberbrückbare Auf der einen Seite konnte der Verstand und ein Wissen von der empirisch erfahrbaren liefern aber er konnte nie die Grenze jene Bereiche überteten in denen Gott absolute genoss: Erkenntnisse über Gott konnte also nur Glaube nicht der Verstand liefern.

Die Scholastik erreichte ihren Höhepunkt mit von Aquin und Ockham von Mitte des 13. bis Mitte des 14. Jahrhunderts . Sie verebbte im aufkommenden Humanismus zu Beginn der Neuzeit am Ende des 15. Jahrhunderts zusammen mit der Bildungshoheit des Klerus.

Zu den wesentlichen Zügen der Scholastik der Exemplarismus .

Inhaltsverzeichnis

Zeitlicher Kontext

Kreuzzüge

Die Scholastik entstand im Zeitalter der Zu dieser Zeit waren die massiven Umbruchsprozesse sich als Folge des Zusammenbruches des römischen ereignet hatten abgeebbt. Die Klöster des frühen hatten während dieser Beruhigungsphase die letzten im Westen verbliebenen kulturellen Reste des Römischen Reiches auch unter Verschluss bewahrt. Dieser Grundstock war gering reichte aber um Lesekenntnisse sowie die des Lateinischen in den neu zusammengewürfelten Völkern Mittelalters am Leben zu erhalten.

Während der Kreuzzüge erhielt das nun aber im Grunde auch abgeschottete Heilige Römische neue Impulse aus den byzantinischen und arabischen Kaiser Otto. II hatte sogar eine Byzantinerin geehelicht Theophanu .

Wiederentdeckung antiker Schriften

Für die Ausprägung der Scholastik am ist jedoch wohl die Tatsache dass im 12. und 13. Jahrhundert viele Schriften des Aristoteles (in lateinischer neu entdeckt wurden. Dies betraf unter anderem Metaphysik die Physik und de anima . Auch die Schriften des Ptolemaios kehrten ins "alte Europa" zurück. Diese das Mittelalter neuen Ideen fanden in den deren Geistesleben (jahrhundertelang im Disput über Finessen Glaubensauslegung geschult) wieder einen hohen Stand erreicht fruchtbarsten Boden.

Universitäten

Im 12. Jahrhundert hatten sich bestimmte Klöster zu äußerst Zentren der Gelehrsamkeit entwickelt die aus ganz Studenten anzogen. Insbesondere die Augustiner-Abtei des heiligen in Paris ist hier zu nennen. Der entstehende Lehrbetrieb begann sich von den Klöstern 1170 wurde die Universität Paris gegründet die 1215 dann als erste Universität eine erzbischöflich halbwegs ernst zu nennende Autonomie für sich konnte. Auch Oxford und Cambridge begannen sich als intellektuelle Zentren zu

Kernpunkte und wesentliche Vertreter

Die Scholastik sprach zunächst einmal dem Verstand eine zentrale Rolle beim Verständnis des Glaubens zu. Der Verstand sollte nicht länger dem Glauben untergeordnet sein sondern er sollte dienen den Glauben zu erforschen und neue gültige Wahrheiten über den Glauben zu

Anselm von Canterbury und Hugo von Sankt Viktor gehörten zu den ersten die diese These aufstellten.

Die Scholastiker vollzogen im Grunde den von Platon zu Aristoteles erneut: Nicht mehr die sondern das Annehmen der Welt und logische treten in den Vordergrund.

Im 13. Jahrhundert unterscheidet Albertus Magnus zwischen Wissen das wissenschaftlich erworben (empirisch und logisch abgeleitet) wird und solchem das abgeleitet wird.

Sein Schüler Thomas von Aquin hatte sich dann vorwiegend mit der der konservativen Theologen herumzuschlagen die das Aufdecken Ableiten von Naturgesetzen als eine Einschränkung der Gottes betrachteten. Thomas argumentierte dagegen dass Gott Menschen mit seinem Verstand und seiner Autonomie habe. Diese Gaben hätten ihren Ursprung in Natur Gottes so könne ihre tägige Anwendung Menschen nur näher zu Gott bringen aber von ihm entfernen. Im Gegenteil: Ein Verzicht den Einsatz seiner Fähigkeiten hieße dass der die Erwartungen die Gott in ihn gelegt indem er ihm diese Fähigkeiten gab nicht würde.

Literatur

  • Eco Umberto: Der Name der Rose Hanser-Verlag München 1982
  • Hennen Anna Maria: Die Gestalt der Versuch einer Erklärung im Sinne der aristote-lisch-scholastischen Würzburg 2000
  • Vries Josef de: Grundbegriffe der Scholastik 1993
  • Kantische und scholastische Einschätzung der natürlichen I. Band 5. Heft in: Philosophie und – Schriftenreihe hrsg. vom Innsbrucker Institut für Philosophie Innsbruck 1925

Fortsetzung folgt (wenn sie jemand schreibt!):

  • mehr zur Lehre Thomas von Aquins
  • Gegenströmungen
  • Etablierung Aristoteles'
  • Dante/Astronomie
  • Ockham
  • Aufkommen des Humanismus

Siehe auch: Thomas von Aquin Neuscholastik Essentia Thomismus Neuthomismus Natürliche Theologie ...



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