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Schwaben


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Inhaltsverzeichnis

Bedeutungen des Begriffes "Schwaben"

  1. Abgeleitet aus dem Germanischen Volksstamm der Sueben . In den romanischen bzw. lateinischen Quellen dieser Volksstamm auch als Alemani bezeichnet woraus der Begriff Alemannen ableitet. Alemannen und Schwaben also eigentlich ein und dasselbe.
  2. Begriffsverwirrung um die Begriffe "Schwaben" und "Alemannen": Um sich von den "deutschen" Schwaben wird der Begriff Schwaben bzw. Alemannen in Schweiz nur noch für die Baden-Württemberger bzw. für alle Deutschen benützt. In Bezug auf Fasnet wird auch hier noch der Begriff verwendet. Der Begriff "schwäbisches Meer" für den ist seit dem Unabhängigkeitskrieg der Schweiz ( Schwabenkrieg ) verschwunden und wird heute nur noch Teilen Baden-Württembergs benützt. Aus ähnlichem Grund distanzierte auch das Badische Herrscherhaus mit einigem Erfolg sich von der ständigen Annektionsgefahr seitens Württembergs zu entziehen um dem Staat Baden eine gewisse Daseinsberechtigung (als eigenständige Nation ) zu geben. So sind auch noch aus der Sicht vieler Badener nur die Schwaben sie selber aber Badener. Im "schwäbischen" Bayerns wird dagegen der Begriff "Schwaben" sehr benützt um sich vom bayrischen Teil abzugrenzen sich die bayrischen Schwaben gegenüber den württembergischen deutlich abgrenzen und sich hierbei widerum als fühlen. Die Bevölkerung im österreichischen Vorarlberg benützt nicht den Begriff "Schwaben" aber bezeichnet sich gerne als österreichische Alemannen.
  3. Schwaben ist die heutzutage hauptsächlich vom Dialekt her definierte Bezeichnung für die Bewohner Schwabenlandes jener Region im Südwesten Deutschlands die auf die Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg verteilt. Innerhalb Baden-Württembergs die Schwaben einen Großteil des ehemaligen Landes Württemberg während im nördlichen Teil Württembergs eher Franken wohnen. In Bayern sind die Schwaben im Regierungsbezirk Schwaben (siehe unter Ziff. 2) Der Name leitet sich vom germanischen Stamm der Sueben ab die diese Region im 3. Jahrhundert besiedelten. Teile dieses Stammes zogen später Nordspanien weiter wo sie bis zur Eroberung die Mauren das heutige Galicien beherrschten. Gewisse dieser Region lassen sich noch bis auf suebische Zeit zurückführen.
  4. Im Bundesland Bayern gibt es einen Bezirk Schwaben als kommunale Gebietskörperschaft und einen Regierungsbezirk Schwaben als staatlichen Verwaltungsbezirk. Beide sind für gleiche Gebiet zuständig haben jedoch sehr unterschiedliche
  5. In der Schweiz verwendet man den Begriff Schwaben abwertend für alle Deutschen was auf Zeit des Schwabenkrieges zurückgeht. Auch im Elsaß werden bestimmte Eigenheiten mancher Deutscher als Schwoowweziich (Schwabenzeug) bezeichnet was unter anderem daher daß man Ihnen während ihrer Zeit als 1870-1918 versucht hat die schwäbische Kehrwoche nahezubringen.
  6. Bezeichnung für eine deutschstämmige Minderheit im Nordosten Rumäniens mit dem Zentrum Temeswar siehe Banater Schwaben
  7. Donauschwaben bezeichnet eine deutschstämmige Minderheit in der Vojvodina (heute Teil von Serbien ) Slawonien ( Kroatien ) und Süd ungarn . Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Donauschwaben aus der Vojvodina oder kamen in jugoslawischen oder sowjetischen Arbeitslagern Leben.
  8. Davon abgeleitet werden die Deutschen (oft auch noch heute im ehemaligen Jugoslawien scherzhaft-salopp selten auch abwertend als Schwaben bezeichnet.

Geschichte

Im frühen Mittelalter waren aus den Siedlungsgebiet der Alemannen vorherrschenden punktuellen ortsbezogenen Einflussbereichen Gebietsherrschaften geworden. Über eine lange Zeit stritten Welfen und die Staufer um die Vorherrschaft die schließlich die für sich entscheiden konnten: stauffische Gebiete umklammerten die welfischen. 1191 starb der letzte Herzog Welf VI. in Memmingen aufgrund seines Testaments fielen die welfischen an den stauffischen Herzog Philipp von Schwaben .

Unter Kaiser Friedrich II. wurde das stauffische Hausgut zu dem das Herzogtum Schwaben gehörte Krongut der stauffischen Kaiser. der Zeit des Interregnums von 1250 bis 1273 waren die einzelnen Teilherrschaften Schwabens praktisch und verwalteten sich selbst. Als 1273 Rudolf I. von Habsburg deutscher Kaiser wurde schrieb er viele Regierungsprivilegien schwäbischer Städte und Stifte als Reichsfreiheit

Die meisten dieser freien Reichsstädte Reichsstifte und anderen kleinen Herrschaften hatten zur Mediatisierung bzw. Säkularisation nach dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 bestand.


Literatur

  • Thaddäus Troll : Deutschland deine Schwaben. Vordergründig und hinterrücks rororo 1970 ff

Weblinks




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