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Schwerin


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Dieser Artikel befasst sich mit Schwerin in Für weitere Begriffe die Schwerin beinhalten siehe Schwerin (Begriffsklärung) .


Wappen Karte
Basisdaten
Bundesland : Mecklenburg-Vorpommern
Kreis : Kreisfreie Stadt
Fläche : 130 46 km²
Einwohner : 98.742 (31.12.2002)
Bevölkerungsdichte : 757 Einwohner/km²
Höhe : 40 m ü. NN
Postleitzahl : 19001-19079 (alte PLZ 2750)
Vorwahl : 0385
Geografische Lage : 53° 37' n. Br.
11° 25' ö. L.
KFZ-Kennzeichen : SN
Amtliche Gemeindekennzahl : 13 0 04 000
Gliederung des Stadtgebiets: 18 Ortsteile mit je
einem Ortsbeirat
Adresse der Stadtverwaltung: Am Packhof 2-6
19053 Schwerin
Website: www.schwerin.de
E-Mail-Adresse: info@schwerin.de
Politik
Oberbürgermeister : Norbert Claussen ( CDU )
Stadtpräsident : Dr. Armin Jäger ( CDU )

Schwerin ist eine Stadt im Norden Deutschlands. ist die Landeshauptstadt (die kleinste Deutschlands) und nach Rostock zweitgrößte Stadt sowie eines der vier Oberzentren des Landes Mecklenburg-Vorpommern . Nächst größere Städte sind Lübeck ca. 54 km nordwestlich Rostock ca. 69 km nordöstlich und Hamburg ca. 94 km westlich. Die Einwohnerzahl Stadt Schwerin überschritt 1972 die Grenze von 100.000 wodurch sie Großstadt wurde. Inzwischen ist die Einwohnerzahl jedoch unter diese Grenze gesunken.

Inhaltsverzeichnis

Nachbargemeinden

Folgende Gemeinden benannt nach dem Uhrzeigersinn beginnend im am Ostufer des Schweriner Sees grenzen an Stadt Schwerin:

  • im Landkreis Parchim : Leezen und Raben Steinfeld (Amt Ostufer See) Plate (Amt Banzkow)
  • im Landkreis Ludwigslust : Lübesse (Amt Rastow) Holthusen Pampow Klein und Wittenförden (alle Amt Stralendorf)
  • im Landkreis Nordwestmecklenburg : Brüsewitz (Amt Lützow) Pingelshagen Klein Trebbow Seehof und Lübstorf (Amt Lübstorf/Alt Meteln)

Geografie

Schwerin liegt im Westen des Bundeslandes in der mecklenburgischen Seenplatte am Südwestufer des Sees in einer wunderschönen waldreichen Seenlandschaft. Neben Schweriner See befinden sich im Stadtgebiet folgende Heidensee Ziegelsee Medeweger See Lankower See Ostorfer Fauler See Neumühler See Burgsee Grimkesee Kleine Große Karausche (es kursiert allerdings immer öfter Annahme in Schwerin befänden sich nur sieben

Wappen

Beschreibung : In Blau ein schreitender goldener Reiter der Rechten eine Lanze mit daran befestigter Fahne in der Linken einen Schild tragend. dem Schild ein goldener zum Sprung ansetzender Das Wappen ist bereits auf einem Siegel dem Jahr 1255 nachweisbar.

Geschichte

Schwerin wurde 1160 durch den Welfenherzog Heinrich den Löwen gegründet. 1167 wurde sie Sitz einer die 1358 an das Herzogtum Mecklenburg überging. Seit dem 15. Jahrhundert war Schwerin Residenzstadt des Herzogtums Mecklenburg-Schwerin das bis 1918 bestand. Zwischen 1763 und 1837 war jedoch Ludwigslust Residenzstadt. Schwerin wurde auch bald Sitz Amtes aus dem 1935 der Landkreis Schwerin hervorging der bei jüngsten Kreisreform 1994 aufgelöst wurde. Sie selbst wurde eine Stadt. Nach 1918 war Schwerin Hauptstadt des Freistaates Mecklenburg-Schwerin nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt Sitz des Landes zu dem seinerzeit bereits der westliche Teil gehörte. Nach Auflösung der Länder in der 1952 wurde Schwerin Bezirkshauptstadt des Bezirks Schwerin und 1990 wurde Schwerin erneut Landeshauptstadt des nunmehr Mecklenburg-Vorpommern bezeichneten Bundeslandes.

Religionen

Die Bevölkerung der Stadt Schwerin gehörte zum Bistum Schwerin und war Sitz eines Archidiakonats. Zum Domstift gehörten neben dem Probst dem Dekan noch 10 später 12 Domherren. Anna von Mecklenburg Gemahlin von Herzog Albrecht 1524 einen evangelischen Hofprediger ein zwei Jahre gab es in Schwerin die erste öffentliche Predigt und 1533 wurde ein eigenes kleines Kirchlein errichtet jedoch alsbald wieder verfiel weil sich bis 1548 das Franziskanerkloster auflöste und die Gemeinde die Kirche konnte. Bereits 1534 wurde in der Nikolaikirche evangelisch gepredigt ab 1538 war die Stadt bereits protestantisch. Bis 1554 wurde auch im Dom evangelisch gepredigt dass Schwerin über eine lange Zeit eine Stadt war. Vorherrschend war das lutherische Bekenntnis. Die Stadt war als Residenzstadt Mecklenburgs auch Sitz der Kirchenleitung. Auch nach der beiden mecklenburgischen Länder blieb Schwerin Sitz vereinigten mecklenburgischen Landeskirche. Heute gehören die Kirchengemeinden Stadt zur Propstei Schwerin-Stadt innerhalb des Kirchenkreises Wismar der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs .

Um Herzog Christian Louis der 1663 aus politischen Erwägungen zum Katholizismus übertrat scharten sich einige Anhänger und 1709 gründeten die Jesuiten in Schwerin eine Missionspfarrei. Die offizielle des katholischen Gottesdienstes seit der Reformation erfolgte im Jahr 1732 . Es dauerte aber noch bis 1795 als die Gemeinde ihre eigene Kirche heutige Propsteikirche (seit 1967 ) St. Anna erhielt. Danach wuchs die und zu Beginn des 19. Jahrhunderts gab es in ganz Mecklenburg bereits 500 Katholiken. Neben Schwerin entstanden bis 1900 auch in Ludwigslust Neustrelitz und Heiligendamm eigene Kirchen. Die Gleichstellung mit der Kirche erfolgte 1903 . Aus der St. Annen-Gemeinden entstanden in 1970er Jahren die St. Martin und die Andreas-Gemeinde.
Die Pfarrgemeinde Schwerin gehörte - wie Mecklenburg - zunächst zum Apostolischen Vikariat der Missionen dessen Jurisdiktion dauernd mit dem Bischofsstuhle Osnabrück verbunden war. 1930 wurde das Gebiet offiziell Teil des Bistums Osnabrück (Dekanat Mecklenburg). 1941 wurde das Dekanat Mecklenburg in einen einen mittleren und einen östlichen Konferenzbezirk aufgeteilt. die Grenzziehung nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es immer schwieriger für den Bischof seine Amtsgeschäfte in Mecklenburg wahrzunehmen. So 1946 das Bischöfliche Kommissariat Schwerin aus dem 1973 das Bischöfliche Amt Schwerin mit einem Administrator als "residierenden Bischof" hervorging. Dieses ging Gründung des Erzbistums Hamburg 1995 in dieses neue Erzbistum über. Die Pfarrgemeinden der Stadt Schwerin somit heute zum Dekanat Schwerin des Erzbischöflichen Schwerin innerhalb des Erzbistums Hamburg.

Politik

An der Spitze der Stadt stand dem 13. Jahrhundert der Rat mit zumeist 12 Ratsherren. Vorsitz hatten der bzw. die Bürgermeister zeitweise gab es zwei bzw. drei Im 19. Jahrhundert nach Vereinigung von Alt- und Neustadt es 2 Bürgermeister. Ab 1919 tragen die Bürgermeister den Titel Oberbürgermeister . Dieser wurde über Jahrhunderte vom Rat Stadt gewählt. Seit 2002 wird er direkt vom Volk gewählt.

Die Vertretung der Bürger ist die Stadtvertretung (in anderen Städten heißt dieses Gremium auch Gemeinderat Stadtverordnetenversammlung oder Rat der Stadt) . Die Mitglieder der Stadtvertretung (derzeit 47) werden von den Bürgern der Stadt 5 Jahre gewählt. Vorsitzender ist der Stadtpräsident . Dieses zusätzliche repräsentative Amt in der wurde 1990 neben dem Amt des Oberbürgermeisters durch "Gesetz über die Selbstverwaltung der Gemeinden und in der DDR" durch die damalige Volkskammer der DDR eingeführt. Es wurde zunächst hauptamtlich wahrgenommen. der Änderung der Kommunalverfassung 1994 wird es nur noch ehrenamtlich ausgeführt. Stadtpräsident leitet die Sitzungen bereitet diese vor vertritt die Stadtvertretung nach außen. Er repräsentiert mit dem Oberbürgermeister die Stadt.

Bürgermeister und Oberbürgermeister

Bis 1919 gab es zwei Bürgermeister dass sich die Amtszeiten in jener Zeit Nach 1919 gab es nur noch ein das seither den Titel Oberbürgermeister trägt.


Stadtpräsidenten

Wirtschaft

Brauerei Nahrungsmittelindustrie

Verkehr

Schwerin besitzt einen Flughafen in Parchim bei Schwerin. Im Süden Schwerins führt Bundesautobahn A24 Hamburg-Berlin vorbei. Von ihr zweigt am Schwerin die A241 nach Norden in Richtung ab (diese Autobahn ist noch nicht durchgehend Folgende Bundesstraßen führen durch das Stadtgebiet B104 und B106 . Von Schwerin aus führen auch Eisenbahnlinien in alle Richtungen.

Medien

In Schwerin erscheint als Tageszeitung die Schweriner Volkszeitung

Öffentliche Einrichtungen

Folgende Institutionen und Einrichtungen bzw. Körperschaften des öffentlichen Rechts haben ihren Sitz in Schwerin:

Bildungseinrichtungen

Schwerin besitzt keine Universität aber der Fachbereich Arbeitsverwaltung der Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung hat in Schwerin seinen Sitz. Die Universität befindet sich in Lübeck .
Die Stadt hat das komplette Angebot allgemein bildenden Schulen (Grund- Regional- und Förderschulen selbstverständlich Gymnasien) und eine Berufliche Schule für Bautechnik "G. A. Demmler".

Städtepartnerschaften

Schwerin unterhält eine Städtepartnerschaft mit folgenden Städten:

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet Schwerins ist gemäß § der Hauptsatzung in 18 Ortsteile mit je einem Ortsbeirat eingeteilt. Die Ortsteile bestehen aus ein mehreren Stadtteilen . Die Ortsbeiräte haben je nach Einwohnerzahl 5 und 15 Mitglieder. Sie werden nach Kommunalwahl von der neu gewählten Stadtvertretung für Dauer der Wahlperiode der Stadtvertretung bestimmt. Die sind zu wichtigen den Ortsteil betreffenden Angelegenheiten hören. Die endgültige Entscheidung über eine Maßnahme jedoch die Stadtvertretung der Gesamtstadt Schwerin.

Die 18 Ortsteile mit ihren zugehörigen

  • Ortsteil 1
    • Schelfstadt
    • Werdervorstadt
    • Schelfwerder
  • Ortsteil 2
    • Altstadt
    • Feldstadt
    • Paulsstadt
    • Lewenberg
  • Ortsteil 3
    • Großer Dreesch
  • Ortsteil 4
    • Neu Zippendorf
  • Ortsteil 5
    • Mueßer Holz
  • Ortsteil 6
    • Haselholz
    • Ostorf
  • Ortsteil 7
    • Lankow
  • Ortsteil 8
    • Weststadt
  • Ortsteil 9
    • Krebsförden
  • Ortsteil 10
    • Wüstmark
    • Göhrener Tannen
  • Ortsteil 11
    • Görries
  • Ortsteil 12
    • Friedrichsthal
  • Ortsteil 13
    • Neumühle
    • Sacktannen
  • Ortsteil 14
    • Warnitz
  • Ortsteil 15
    • Wickendorf
  • Ortsteil 16
    • Medewege
  • Ortsteil 17
    • Zippendorf
  • Ortsteil 18
    • Mueß

Entwicklung des Stadtgebiets

Eingemeindungen

Schwerin bestand ursprünglich nur aus der Altstadt. Doch konnte die Stadt bereits ab 1282 einige umliegende Dörfer hinzugewinnen (etwa Zippendorf oder Ostorf) die jedoch später wieder als Gemeinden geführt wurden. Ab 1705 entstand durch Dekret des Herzogs von infolge des Ausbaus der sog. Schelfe eine Siedlung die sich zu einer Stadt ( Neustadt ) mit der St. Nikolai-Kirche (auch Schelfkirche und dem Schelfmarkt entwickelte. Im Jahr 1832 wurde diese mit der Altstadt Schwerin In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts dehnte sich die Stadt weiter aus. entstanden die Paulsstadt in Richtung Westen und die Feldstadt in Richtung Süden. Ab 1891 wurden dann in mehreren Schritten benachbarte eingegliedert bis die Stadt 1936 ihre heutige Ausdehnung erreichte.

Im Einzelen wurden folgende Orte eingegliedert:

  • am 1. Oktober 1891 : Erbpachtgehört Neumühle und Gemeinde Wittenförden
  • 1908 : Oberer Hofküchengarten
  • 1912 : Villenkolonie Ostorf mit Ostorfer Hals Tannenhof und Kalkwerde
  • am 19. März 1920 : Kämmereigut Zippendorf
  • am 26. März 1920 : Kämmereigut Göhren
  • am 20. Januar 1921 : Teil des Gemeindebezirks Ostorf
  • am 1. Januar 1928 : Landgemeinden Ostorf und Lankow
  • am 1. Oktober 1928 : Ortschaft und Feldmark Schelfwerder (Gemeinde Wickendorf )
  • am 1. Oktober 1936 : Gemeinden Wickendorf-Seehof-Carlshöhe-Paulsdamm Groß Medewege Klein Medewege Warnitz (ohne Pingelshagen ) Friedrichsthal Krebsförden (mit Haselholz) Mueß (mit Fähre und Kaninchenwerder)

Einwohnerentwicklung

Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis handelt es sich meist um Schätzungen danach Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Ämter bzw. der Stadtverwaltung selbst.

Jahr Einwohnerzahlen
1590 ca. 300 Häuser
1764 3.288
1819 5.854
1830 7.744
1837 14.916
1842 17.336
1850 19.693
1. Dezember 1875 ¹ 27.643
1. Dezember 1890 ¹ 33.643
1. Dezember 1900 ¹ 38.667
1. Dezember 1910 ¹ 42.519
16. Juni 1925 ¹ 48.157
16. Juni 1933 ¹ 53.621
17. Mai 1939 ¹ 64.725
29. Oktober 1946 88.164
31. August 1950 93.576
31. Dezember 1959 92.195
31. Dezember 1972 100.888
30. Juni 1981 122.200
1986 128.300
30. Juni 1997 109.800
¹ Volkszählungsergebnis

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Der Schweriner See mit recht viel Wind.

Theater

Museen

Bauwerke

Das Schweriner Schloss vom See aus.

  • Schweriner Schloss (Wahrzeichen der Stadt) mit Altem Garten
  • Altstädtisches Palais
  • Arsenal
  • Fernsehturm
  • Kollogiengebäude
  • Neustädtisches Palais
  • Marstall
  • Rathaus
  • Schelfstadt mit Schelfkirche
  • Schleswig-Holstein-Haus
  • Schweriner Dom
  • Schleifmühle

Sonstige Sehenswürdigkeiten

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Mai: Jobparade Film-Kunst-Fest Schwerin Töpfermarkt Flottenparade
  • Juni/Juli: Schlossfestspiele
  • Juli: "Fünf Seen Lauf" - Größtes Volkssportereignis Mecklenburg-Vorpommern einer der 10. beliebtesten Läufe Deutschlands am 1. Wochenende im Juli www.fuenf-seen-lauf.de
  • August: Drachenbootfest Altstadtfest
  • September: Zehnkampf für Jedermann Weinfest
  • Oktober: Interkulturelle Wochen
  • Dezember: Weihnachtsmarkt

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

(bislang nur eine sehr kleine Auswahl)
  • 1896 : Heinrich von Stephan Gründer des Weltpostvereins
  • 1958 : Clemens Meyer Musiker Musikwissenschaftler Bratschist
  • 2001 : Ludwig Bölkow Industrieller

Söhne und Töchter der Stadt

Folgende bedeutende Personen sind in Schwerin

Weblinks


Landkreise und Kreisfreie Städte in Mecklenburg-Vorpommern :
Bad Doberan | Demmin | Greifswald | Güstrow | Ludwigslust | Mecklenburg-Strelitz | Müritz | Neubrandenburg | Nordvorpommern | Nordwestmecklenburg | Ostvorpommern | Parchim | Rostock | Rügen | Schwerin | Stralsund | Uecker-Randow | Wismar




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