Schwerin ist eine Stadt im Norden Deutschlands. ist die Landeshauptstadt (die kleinste Deutschlands) und nach Rostock zweitgrößte Stadt sowie eines der vier Oberzentren des Landes Mecklenburg-Vorpommern . Nächst größere Städte sind Lübeck ca. 54 km nordwestlich Rostock ca. 69 km nordöstlich und Hamburg ca. 94 km westlich. Die Einwohnerzahl Stadt Schwerin überschritt 1972 die Grenze von 100.000 wodurch sie Großstadt wurde. Inzwischen ist die Einwohnerzahl jedoch unter diese Grenze gesunken.
Schwerin liegt im Westen des Bundeslandes in der mecklenburgischen Seenplatte am Südwestufer des Sees in einer wunderschönen waldreichen Seenlandschaft. Neben Schweriner See befinden sich im Stadtgebiet folgende Heidensee Ziegelsee Medeweger See Lankower See Ostorfer Fauler See Neumühler See Burgsee Grimkesee Kleine Große Karausche (es kursiert allerdings immer öfter Annahme in Schwerin befänden sich nur sieben
Beschreibung : In Blau ein schreitender goldener Reiter der Rechten eine Lanze mit daran befestigter Fahne in der Linken einen Schild tragend. dem Schild ein goldener zum Sprung ansetzender Das Wappen ist bereits auf einem Siegel dem Jahr 1255 nachweisbar.
Die Bevölkerung der Stadt Schwerin gehörte zum Bistum Schwerin und war Sitz eines Archidiakonats. Zum Domstift gehörten neben dem Probst dem Dekan noch 10 später 12 Domherren. Anna von Mecklenburg Gemahlin von Herzog Albrecht 1524 einen evangelischen Hofprediger ein zwei Jahre gab es in Schwerin die erste öffentliche Predigt und 1533 wurde ein eigenes kleines Kirchlein errichtet jedoch alsbald wieder verfiel weil sich bis 1548 das Franziskanerkloster auflöste und die Gemeinde die Kirche konnte. Bereits 1534 wurde in der Nikolaikirche evangelisch gepredigt ab 1538 war die Stadt bereits protestantisch. Bis 1554 wurde auch im Dom evangelisch gepredigt dass Schwerin über eine lange Zeit eine Stadt war. Vorherrschend war das lutherische Bekenntnis. Die Stadt war als Residenzstadt Mecklenburgs auch Sitz der Kirchenleitung. Auch nach der beiden mecklenburgischen Länder blieb Schwerin Sitz vereinigten mecklenburgischen Landeskirche. Heute gehören die Kirchengemeinden Stadt zur Propstei Schwerin-Stadt innerhalb des Kirchenkreises Wismar der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs .
Um Herzog Christian Louis der 1663 aus politischen Erwägungen zum Katholizismus übertrat scharten sich einige Anhänger und 1709 gründeten die Jesuiten in Schwerin eine Missionspfarrei. Die offizielle des katholischen Gottesdienstes seit der Reformation erfolgte im Jahr 1732 . Es dauerte aber noch bis 1795 als die Gemeinde ihre eigene Kirche heutige Propsteikirche (seit 1967 ) St. Anna erhielt. Danach wuchs die und zu Beginn des 19. Jahrhunderts gab es in ganz Mecklenburg bereits 500 Katholiken. Neben Schwerin entstanden bis 1900 auch in Ludwigslust Neustrelitz und Heiligendamm eigene Kirchen. Die Gleichstellung mit der Kirche erfolgte 1903 . Aus der St. Annen-Gemeinden entstanden in 1970er Jahren die St. Martin und die Andreas-Gemeinde. Die Pfarrgemeinde Schwerin gehörte - wie Mecklenburg - zunächst zum Apostolischen Vikariat der Missionen dessen Jurisdiktion dauernd mit dem Bischofsstuhle Osnabrück verbunden war. 1930 wurde das Gebiet offiziell Teil des Bistums Osnabrück (Dekanat Mecklenburg). 1941 wurde das Dekanat Mecklenburg in einen einen mittleren und einen östlichen Konferenzbezirk aufgeteilt. die Grenzziehung nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es immer schwieriger für den Bischof seine Amtsgeschäfte in Mecklenburg wahrzunehmen. So 1946 das Bischöfliche Kommissariat Schwerin aus dem 1973 das Bischöfliche Amt Schwerin mit einem Administrator als "residierenden Bischof" hervorging. Dieses ging Gründung des Erzbistums Hamburg 1995 in dieses neue Erzbistum über. Die Pfarrgemeinden der Stadt Schwerin somit heute zum Dekanat Schwerin des Erzbischöflichen Schwerin innerhalb des Erzbistums Hamburg.
An der Spitze der Stadt stand dem 13. Jahrhundert der Rat mit zumeist 12 Ratsherren. Vorsitz hatten der bzw. die Bürgermeister zeitweise gab es zwei bzw. drei Im 19. Jahrhundert nach Vereinigung von Alt- und Neustadt es 2 Bürgermeister. Ab 1919 tragen die Bürgermeister den Titel Oberbürgermeister . Dieser wurde über Jahrhunderte vom Rat Stadt gewählt. Seit 2002 wird er direkt vom Volk gewählt.
Die Vertretung der Bürger ist die Stadtvertretung (in anderen Städten heißt dieses Gremium auch Gemeinderat Stadtverordnetenversammlung oder Rat der Stadt) . Die Mitglieder der Stadtvertretung (derzeit 47) werden von den Bürgern der Stadt 5 Jahre gewählt. Vorsitzender ist der Stadtpräsident . Dieses zusätzliche repräsentative Amt in der wurde 1990 neben dem Amt des Oberbürgermeisters durch "Gesetz über die Selbstverwaltung der Gemeinden und in der DDR" durch die damalige Volkskammer der DDR eingeführt. Es wurde zunächst hauptamtlich wahrgenommen. der Änderung der Kommunalverfassung 1994 wird es nur noch ehrenamtlich ausgeführt. Stadtpräsident leitet die Sitzungen bereitet diese vor vertritt die Stadtvertretung nach außen. Er repräsentiert mit dem Oberbürgermeister die Stadt.
Schwerin besitzt einen Flughafen in Parchim bei Schwerin. Im Süden Schwerins führt Bundesautobahn A24 Hamburg-Berlin vorbei. Von ihr zweigt am Schwerin die A241 nach Norden in Richtung ab (diese Autobahn ist noch nicht durchgehend Folgende Bundesstraßen führen durch das Stadtgebiet B104 und B106 . Von Schwerin aus führen auch Eisenbahnlinien in alle Richtungen.
Schwerin besitzt keine Universität aber der Fachbereich Arbeitsverwaltung der Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung hat in Schwerin seinen Sitz. Die Universität befindet sich in Lübeck . Die Stadt hat das komplette Angebot allgemein bildenden Schulen (Grund- Regional- und Förderschulen selbstverständlich Gymnasien) und eine Berufliche Schule für Bautechnik "G. A. Demmler".
Das Stadtgebiet Schwerins ist gemäß § der Hauptsatzung in 18 Ortsteile mit je einem Ortsbeirat eingeteilt. Die Ortsteile bestehen aus ein mehreren Stadtteilen . Die Ortsbeiräte haben je nach Einwohnerzahl 5 und 15 Mitglieder. Sie werden nach Kommunalwahl von der neu gewählten Stadtvertretung für Dauer der Wahlperiode der Stadtvertretung bestimmt. Die sind zu wichtigen den Ortsteil betreffenden Angelegenheiten hören. Die endgültige Entscheidung über eine Maßnahme jedoch die Stadtvertretung der Gesamtstadt Schwerin.
Schwerin bestand ursprünglich nur aus der Altstadt. Doch konnte die Stadt bereits ab 1282 einige umliegende Dörfer hinzugewinnen (etwa Zippendorf oder Ostorf) die jedoch später wieder als Gemeinden geführt wurden. Ab 1705 entstand durch Dekret des Herzogs von infolge des Ausbaus der sog. Schelfe eine Siedlung die sich zu einer Stadt ( Neustadt ) mit der St. Nikolai-Kirche (auch Schelfkirche und dem Schelfmarkt entwickelte. Im Jahr 1832 wurde diese mit der Altstadt Schwerin In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts dehnte sich die Stadt weiter aus. entstanden die Paulsstadt in Richtung Westen und die Feldstadt in Richtung Süden. Ab 1891 wurden dann in mehreren Schritten benachbarte eingegliedert bis die Stadt 1936 ihre heutige Ausdehnung erreichte.
Im Einzelen wurden folgende Orte eingegliedert:
am 1. Oktober 1891 : Erbpachtgehört Neumühle und Gemeinde Wittenförden
am 1. Oktober 1928 : Ortschaft und Feldmark Schelfwerder (Gemeinde Wickendorf )
am 1. Oktober 1936 : Gemeinden Wickendorf-Seehof-Carlshöhe-Paulsdamm Groß Medewege Klein Medewege Warnitz (ohne Pingelshagen ) Friedrichsthal Krebsförden (mit Haselholz) Mueß (mit Fähre und Kaninchenwerder)
Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis handelt es sich meist um Schätzungen danach Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Ämter bzw. der Stadtverwaltung selbst.
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