Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDienstag, 21. Oktober 2014 

Sechsfüßer


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Sechsfüßer

Hummel

Systematik
Abteilung: Gewebetiere (Eumetazoa)
Unterabteilung: Bilateria
Stammgruppe : Urmünder (Protostomia)
Überstamm : Häutungstiere (Ecdysozoa)
Stamm : Gliederfüßer (Arthropoda)
Unterstamm : Tracheentiere (Tracheata)
Überklasse : Sechsfüßer (Hexapoda)
Klassen

Die Sechsfüßer (Hexapoda) bilden eine Überklasse der Tracheentiere und somit auch der Gliederfüßer (Arthropoda). Die Artenzahl in diesem Taxon ist extrem groß da allein die der Insektenarten auf mehrere Millionen geschätzt wird. Die Gruppen namentlich die Doppelschwänze (Diplura) die Springschwänze (Collembola) und die Beintastler (Protura) stellen dagegen gerade mal etwa Arten wobei wiederum 4000 allein auf die entfallen.

Das Taxon Sechsfüßer welches 1987 durch Kukalová-Peck erstmals in dieser Zusammenstellung dargestellt wurde der klassischen Zusammenfassung der Insekten ( Hennig 1953) und wurde vorher entsprechend als für diese Tiergruppe angesehen. Die hier dargestellten entsprechen demgegenüber der ehemals als Freikiefler (Ectognatha) Tiergruppe die oben bereits erwähnten Doppelschwänze Beintastler Springschwänze werden also nicht mehr zu den gezählt.

Inhaltsverzeichnis

Merkmale der Sechsfüßer

Die Sechsfüßer verfügen über einige Merkmale sie zweifelsfrei als natürliche Gruppe darstellen:

Hierzu gehört vor allem der gegenüber Tausendfüßern (Myriapoda) und Hundertfüßern (Chilopoda) auf eine feste Segmentzahl festgelegte Dabei besteht der Kopf aus wahrscheinlich sechs verschmolzenen Segmenten die sich anhand der Kopfgliedmaßen vor allem der Nervenknoten ( Ganglien ) im Kopfbereich erkennen lassen. Der Kopf ein Paar Antennen sowie drei Paar Mundwerkzeuge die als Mandibeln Maxillen und Labium bezeichnet werden. Das Labium besitzt eine Basis die aus den ehemals paarigen Extremitäten Verschmelzung hervorgegangen ist.

Der Brustbereich ( Thorax ) besteht immer aus drei Segmenten die ein Laufbeinpaar tragen (macht zusammen drei Laufbeinpaare sechs Laufbeine) und somit dieser Gruppe den gegeben haben. Bei den Geflügelten Insekten (Pterygota) die beiden letzten Brustsegmente die Flügel.

Der Hinterleib besteht im Grundmuster aus Segmenten plus einem so genannten Telson . Diese Segmente können teilweise bei den Gruppen innerhalb der Sechsfüßer veschmolzen sein.

Die weiteren Merkmale teilen die Sechsfüßer mit den anderen Angehörigen der Tracheentiere. Hierzu die Schwanzanhänge (zwei Cerci und ein Terminalfilum ) und die so genannten Styli Reststrukturen ehemals zweiästigen Extremitäten. Außerdem haben die Sechsfüßer Grundbauplan Facettenaugen und Punktaugen sowie ein gut entwickeltes Tracheensystem.

Systematik der Sechsfüßer

Die Systematik der Sechsfüßer ist teilweise sehr stark im Wandel begriffen und verschiedene werden diskutiert. In der klassischen Variante werden Insekten den restlichen Gruppen die gemeinsam aufgrund Mundtasche als Sackkiefler (Entognatha) bezeichnet werden gegenübergestellt (Hypothese 1; 1953 1969 (mod.)). Eine andere Hypothese fasst die Springschwänze und Beintastler als ein Taxon Elliplura zusammen und ordnet dann die Doppelschwänze ersten Abzweig den Insekten zu (Hypothese 2; 1987 1991).

Hypothese 1 : Die Beintastler Doppelschwänze und Springschwänze bilden Schwestergruppe der Insekten:

 ---Sechsfüßer (Hexapoda) |--Insekten (Insecta) |--Sackkiefler (Entognatha) (Diplura) |--Elliplura |--Beintastler (Protura) |--Springschwänze (Collembola)  

Hypothese 2 : Die Beintastler und Springschwänze bilden die der Insekten und Doppelschwänze:

 ---Sechsfüßer (Hexapoda) |--Elliplura | |--Beintastler (Protura) |--Springschwänze (Collembola) | |--Insekten (Insecta) |--Doppelschwänze (Diplura) (Ectognatha)  

Literatur

  • Anderson DT (2001): Invertebrate Zoology 2nd Ed. Oxford Univ. Press Kap. S. 232 ISBN 0195513681
  • Barnes RSK Calow P. Olive PJW DW Spicer JI (2001): The invertebrates - a synthesis 3rd ed. Blackwell Kap. 8.5.3b S. ISBN 0-632-04761-5
  • Brusca RC Brusca GJ (2003): Invertebrates 2nd Ed. Sinauer Associates Kap. 17 589 ISBN 0878930973
  • Moore J (2001): An Introduction to the Invertebrates Cambridge Univ. Press Kap. 15 S. ISBN 0521779146
  • Ruppert EE Fox RS Barnes RP Invertebrate Zoology - A functional evolutionary approach Brooks/Cole Kap. 21 S. 723 ISBN 0030259827

Wissenschaftliche Literatur

  • Beutel RG Gorb SN (2001) Ultrastructure of attachment specializations of hexapods (Arthropoda): patterns inferred from a revised ordinal phylogeny Journal of Zoological Systematics and Evolutionary 39 S. 177
  • Haas F Waloszek D Hartenberger R Devonohexapodus bocksbergensis a new marine hexapod from Lower Devonian Hunsrück Slates and the origin Atelocerata and Hexapoda Organisms Diversity and Evolution 3 S. 39
  • Nardi F Spinsanti G Boore JL A Dallai R Frati F (2003): Hexapod origins: monophyletic or paraphyletic? Science 299 (5614) S. 1887
  • Wheeler WC Whiting M Wheeler QD JM (2001): The phylogeny of the extant hexapod orders Cladistics 17 S. 113




Bücher zum Thema Sechsfüßer

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Sechsf%FC%DFer.html">Sechsfüßer </a>