Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Der Sender Gleiwitz war ein deutscher Radiosender in Gleiwitz (polnisch Gliwice ) eine Stadt im damaligen Oberschlesien (heute in Polen ).
Am Abend des 31. August 1939 dringt der SS-Sturmbannführer Alfred Naujocks zusammen mit fünf oder sechs SS-Leuten den Sender Gleiwitz ein. Alle waren in gekleidet und gaben sich als polnische Freischärler aus. Die gesamte Aktion wäre beinahe völlig gescheitert der Sender Gleiwitz kein eigenes Programm ausstrahlt sein Programm vom Sender Breslau übernimmt. Ein im SS-Kommando findet schließlich ein sog. „Gewittermikrophon“. mit diesem Mikrophonanschluss sind Live-Durchsagen überhaupt möglich dies ist eigentlich nur geplant damit die mitteilen kann wenn eine Sendung – etwa Gewitter – gestört ist. Das laufende Programm konnte unterbrochen werden und den Sender wurde ein angeblicher Aufstand der Minderheit ausgerufen:
Achtung! Achtung! Hier ist Gleiwitz. Der Sender sich in polnischer Hand … Die Stunde Freiheit ist gekommen! Die vorbereitete Rede wird verlesen. Sie dauert vier Minuten. Die Sendung endet mit dem Hoch lebe Polen!
Ein Toter – aus einem KZ herbeigeschafft und intern als „Konserve“ bezeichnet wurde als „Beweis“ für den angeblichen polnischen in der Sendeanlage zurückgelassen. Die Aktion dauerte wenige Minuten dann verschwanden Naujocks und seine wieder.
Der 118 Meter hohe Sendeturm des Senders ist heute noch erhalten. Er ist sächsischen Fichtenholz gebaut und dürfte heute nach Abriß des hölzernen Sendeturms in Ismaning am 16.3.1983 der höchste Holzturm der (und der einzige noch erhaltene Sendeturm aus sein. Er trägt eine Sendeantenne für Mittelwelle. Sender Gleiwitz war nach dem Zweiten Weltkrieg Mittelwellensender für den polnischen Rundfunk in Betrieb. findet kein Sendebetrieb mehr von diesem Standort Die Anlagen dürften aber noch funktionsfähig sein.