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Sepsis


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Sepsis die: (Umgangssprachlich [falsch]: Blut vergiftung ) Die Sepsis tritt dann ein wenn Bakterien seltener Pilze Viren oder Parasiten aus einem örtlichen infektiösen Focus (z. Wunde ) durch die Blutbahn auf den ganzen Körper ausbreiten. In Folge entstehen weitreichende Störungen komplexer Körperfunktionen wie Störungen der Blutgerinnung der Nierenfunktion und anderes.

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Man unterscheidet zwischen einer systemischen Reaktion SIRS ) und der Sepsis . Die SIRS ist die Allgemeinreaktion des auf eine immunologisch-entzündliche Provokation des Organismus. Von Sepsis spricht man wenn eine definitive Ursache die Provokation in Form eines lokalen Infektionsherdes

Definition und Diagnostik

Unter Sepsis wird eine akute inflamatorische Wirtsantwort infektiöser Ätiologie verstanden die dadurch charakterisiert ist dass dem Wirtsorganismus nicht gelingt die Entzündungsantwort mit ihren Teikomponenten lokal zu begrenzen. ( Anästh Intensivmed 2004;34:82 )

Zur Diagnosestellung Sepsis ist der Nachweis eines Erregers Blutkultur Trachealabstrich oder anderswo erforderlich.

Zusammenfassend : SIRS ist die unspezifische Systemreaktion unter deren ein Patient auffällig wird. Werden diese Zeichen muss nach einem infektiösen Fokus gesucht werde. es in einem Untersuchungsverfahren Erreger (z. B. Tachealabstrich usw.) oder den Fokus direkt nachzuweisen ist die Diagnose Sepsis gestellt. Dieser Befund hat therapeutische Konsequenzen in der Verwendung von Antibiotika ).

Klassifikation

Es werden 3 Schweregrade der Sepsis

  1. Sepsis : Es existieren nur Symptome wie bei SIRS beschrieben. Eine Infektion ist nachgewiesen (z. Blutkultur nachgewiesenes Empyem)
  2. schwere Sepsis : Organbeteiligung (z. B. Nierenversagen)
  3. septischer Schock : schwerste Form mit Kreislaufversagen. Für den Schock wird eine Letalität von 46-82% angegeben [1].

Therapie

Die Sepsis erfordert in aller Regel der Intensivmedizin .

Gesicherte (Evidenz basierte) Methoden sind:

  1. Sanierung des Fokus (z.B. auf chirurgischem
  2. Antibiotika nach Antibiogramm (Resistenzprüfung)
  3. reichliche Volumenzufuhr (kristalloide > kolloide Flüssigkeiten) Einstellung eines ZVD >8-12mmHg [1 2] und eines arteriellen Mitteldruckes auf > 90mmHg (wenn mit Dobutamin [1]) [1 2]. Die zentralvenöse gemischtvenös nicht zur Verfügung steht) Sättigung soll 70% eingestellte werden [1].
  4. optimale Hb -Konzentration mit Hk > 30% [2]
  5. Beatmung mit Tidalvolumen von 6ml/kgKM [1] (Lungenprotektion). des "Open-Lung-Konzeptes" mit Einstellung des PEEP oberhalb Inflektionspunktes [3] mit Vermeidung der closing volume -Wirkung.
  6. intensivierte Insulintherapie mit Blutzucker um 80 - 100 mg/dl (<6

Weitere Therapieempfehlungen:

  1. Drotrecogin (Biotechnologisch rekombinant hergestelltes humanes aktiviertes C) zur Modulation des Gerinnungssystems
  2. Hydrocortison bei Insuffizienz der Nebennierenrinde (dieser Therapieempfehlung fehlt die Evidenz es gibt aber sinnvolle Anwendungstrategien [1])

Quellen

  1. A. Meier-Hellmann: Was ist gesichert an den Sepsis-Medikamenten? Anästh Intensivmed 2004;45;81-96
  2. A. Sablotski und andere: Aktuelle Konzepte zur der Mortalität bei schwerer Sepsis und Multiorganversagen Intensivmed 2003;44;263-272
  3. A. Sablotzki und andere: Sepsis - Die Tun wir das Richtige zur richtigen Zeit? für Anästhesie und Intensivbehandlung 2004;1;212



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