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Shinto


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  Shintoismus  --  Siehe auch Diskussionsseite dieses Artikels!  82.83.246.144 21:04 25. Mai 2004 (CEST) 

Shinto torii und Schrein

Mit Shintō ( jap. 神道 dt. Weg der Götter ) bezeichnet man:

  1. Die Organisation von Schreinen und Institutionen deren Spitze der japanische Kaiser ( Tennō ) entweder als höchster Gott oder als steht (= Staats-Shintō jap. kokka shintō 国家 神道).
  2. Eine Vielzahl von indigenen lokalen und Teil auch überregionalen religiösen Kulten und Organisationen sich an die einheimischen Gottheiten ( kami ) richten und nicht den "neuen Religionen" oder dem Buddhismus zugerechnet werden.

Wortbedeutung

Das Wort shintō entstammt dem Chinesischen wo es shendao ausgesprochen wird. Shen (jap. shin oder kami ausgesprochen) bedeutet Geist(er) Gott/Götter dao (jap. oder michi ) ist der Weg . Schon in der zweitältesten japanischen Reichsgeschichte Nihonshoki (712) ist shintō erwähnt allerdings nur insgesamt vier mal. ist bis heute strittig auf welchen göttlichen Weg sich das Wort im damaligen Sprachgebrauch Die Interpretation dass es sich dabei um japanische Urreligion handeln würde entstand erst in Zeit.

Geschichte

Schon in vor-buddhistischer Zeit wurde in eine Unzahl einheimischer Gottheiten verehrt zumeist in mit ehrfurcht-gebietenden Naturerscheinungen wie Bergen Felsen oder Wie die ganze altjapanische Kultur war diese wahrscheinlich mit den shamanistischen Kulten des sibirisch-mongolischen verwandt und daneben auch durch die Kulte Südsee beeinflusst verfügte aber weder über ein Glaubenssystem noch über einen allgemeinen Namen. Beides eine systematische Theologie als auch die Bezeichnung nahm erst im 12. Jahrhundert also 600 nach der Übernahme des Buddhismus in Japan Gestalt an. Die ersten Doktrinen zur Lehre kami wurden von buddhistischen Mönchen verfasst und dementspechend vom Buddhismus aber auch von chinesischen des Konfuzianismus und des Taoismus geprägt. Es waren im Grunde Versuche volkstümlichen Glaubensvorstellungen der kami in den Dienst der Verbreitung des Glaubens zu stellen.

Erst im 18. und 19. Jahrhundert eine Denkrichtung die bemüht war den Shintō allen "fremden" d.h. indischen und chinesischen Ideen reinigen und zu seiner "Urform" zurückzufinden. Diese heißt auf Japanisch Kokugaku wtl. Lehre des und gilt als Wegbereiterin des Staats-Shintō wie sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts im der Neuordnung des japanischen Staates ( Meiji-Restauration ) herausbildete. Shintō sollte damals als ideologisches zur Wiederbelebung der Macht des Kaisers dienen. Zu diesem Zweck wurde eigens Gesetz erlassen das den gemeinsamen Kult von und shintoistischen Institutionen verbot.

Davor waren die meisten Schreine des in buddhistische Tempelanlagen integriert gewesen und in buddhistischen Tempeln wurden nicht nur Buddhas sondern auch indische und japanische Gottheiten Die meisten Shintō-Schreine hatten vor der Meiji-Restauration keine eigenen Shintō-Priester sondern wurden von buddhistischen betreut. Nur die ganz großen shintoistischen Institutionen in den Händen von erblichen Priester-Dynastien die im japanischen Mittelalter (12. - 16. Jh.) ausnahmslos einem buddhistischen Tempel unterstellt wurden. Obwohl "Gesetz zur Trennung von Buddhas und Shinto-Göttern" Veränderungen mit sich brachte sind die Spuren einstmaligen Vermischung noch heute in vielen religiösen zu bemerken.

Nach der Meiji-Restauration (1868) besonders aber der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde massiv in die Propaganda einer aggressiven nationalistischen eingebunden. Im Gegensatz zu den meist lokal Schreintraditionen wurden Shintō-Schreine nun landesweit zu Verehrungsstätten Tennō umgedeutet und jeder Japaner ungeachtet seiner Überzeugung war angehalten dem Tennō in Form Schreinbesuchen seine Reverenz zu erweisen. Aus Rücksicht die unter westlichem Einfluss verfassungsmäßig garantierte Religionsfreiheit dieser Schreinkult aber nicht als religiöser Akt als patriotische Pflicht definiert. Die daraus resultierende hinsichtlich der eigentlichen Natur des Shintō - Kult oder Ausdruck nationaler Verbundenheit - stiftet heute Verwirrung. Offiziell wurde der sog. Staats-Shinto dem Zweiten Weltkrieg abgeschafft einzelne Institutionen die eindeutig mit dieser Ideologie in Verbindung stehen allem der Yasukuni Schrein in Tokyo existieren jedoch heute noch.

Religiöse Praxis

Shinto Priester bei einer Hochzeit

In der heutigen Praxis spielt der nur noch in wenigen Schreinen eine zentrale Die vieldeutige polytheistische Natur der einheimischen Götter kami ) macht es überdies nach wie vor einen gemeinsamen religiösen Kern im Shinto zu Andererseits verfügen Schreine über ein paar allgemeine die sie deutlich von z.B. buddhistischen Traditionen An den Eingängen eines Schreinareals findet man charakteristische torii ein Tor das aus zwei Grundpfeilern zwei Querbalken besteht. Heilige Gegenstände oft auch oder Felsen werden mit einem Strohseil ( shimenawa ) gekennzeichnet. Shinto-Priester sind heute stets mit Amtsrobe bekleidet die auf die Adelstracht der zurückgeht. Auf dem Gebiet des Ritus ist Bemühen um Reinheit besonders auffällig. Die wichtigsten häufigsten Shinto-Riten sind harae (wtl. "Wegfegen") und misogi ("Waschung") beides Formen der rituellen Purifikation. Verunreinigung ( kegare ) vor der diese Riten schützen sollen weniger aus moralischen Übertretungen als aus wissentlichem unwissentlichem bzw. absichtlichem oder unabsichtlichem Übertreten von wozu auch die Berührung mit Kranken oder gehört. Diese Logik der rituellen Reinheit/Unreinheit ist alt und vielleicht die wichtigste Quelle aus bis heute immer wieder neue shintoistische Riten

Im modernen Alltagsleben der Japaner spielen Shinto als auch Buddhismus eine gewisse Rolle die Mehrzahl keinen Widerspruch darin sieht sich beiden Religionen zu bekennnen. Allgemein tendiert man shintoistische Riten für freudige Anlässe (Neujahr Hochzeit) dagegen für traurige und ernste Anlässe (Todesfall)


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