Tarrasch war hauptberuflich Arzt widmete sich in seiner Freizeit mit aller Leidenschaft dem Schachspiel . Sein erstes Turnier gewann er im 1883 in Nürnberg und galt bald als einer der Spieler. Aus letztlich ungeklärten Gründen kam es nie zu einem Wettkampf zwischen Tarrasch und damals amtierenden Schachweltmeister Wilhelm Steinitz . In den neunziger Jahre des 19. schlug Tarrasch zudem ein Angebot aus sich einem Wettkampf mit dem späteren Weltmeister Emanuel Lasker zu messen damit der Sieger dann herausfordern könne.
Zu einem Wettkampf mit Lasker kam erst nachdem dieser seinerseits durch einen Sieg Steinitz Weltmeister geworden war. Tarrasch unterlag hierbei Jahre 1908 was er letztlich nie ganz überwunden
Mindestens ebenso bedeutend wie seine Turniererfolge seine theoretischen Erfolge. Die drei großen Bücher über das Schachspiel "Das Schachspiel" "300 Schachpartien" und "Die moderne Schachpartie" sind unbestrittene Klassiker der Schachliteratur geworden. zu Lebzeiten bezeichnete man Tarrsch als einen Praeceptor Germaniae (Lehrmeister Deutschlands). Er lehrte im Anschluß Steinitz die Wichtigkeit der Beherrschung des Zentrums. war er davon überzeugt daß es in Stellung einen absolut "besten Zug" gebe den zu finden gelte. Auch wenn seine Lehren dieser Hinsicht zu dogmatisch erscheinen bleibt er doch einer der Wegbereiter des modernen Schachspiels.