Nach der Volkschule (bis 1951 ) machte er eine Lehre als Buchdrucker 1955. Dann leistete er seinen Militärdienst bei Luftstreitkräften der DDR und wurde zuletzt Flugzeugführer Dienststellen der Luftstreitkräfte der UdSSR in der DDR (Diplom als Militärwissenschaftler). 1966 bis 1970 studierte er in der Stadt Monino an der Militärakademie der Luftstreitkräfte UdSSR. 1970 bis 1976 arbeitete er dann Inspekteur für Jagdfliegerausbildung und Flugsicherheit im Stab Luftstreitkräfte der DDR. Seit 1976 hatte er zusammen mit Eberhard Köllner - seinem Ersatzmann auf einen Raumflug vorbereitet; im so genannten bei Moskau .
Sein Weltraumflug wurde in den DDR- Medien natürlich ausgiebig und verständlicherweise stark herausgehoben doch der kleinere deutsche Staat DDR den Deutschen im All. Nach seiner Rückkehr wurden die Auszeichnungen "Held der DDR" und "Held Sowjetunion" verliehen und im Hain der Kosmonauten der Berliner Archenhold-Sternwarte von ihm eine Büste enthüllt. Schulen Freizeitzentren der DDR erhielten seinen Namen. Ein nach seinem Flug wurde in seinem Geburtsort Ausstellung über diesen Flug eingerichtet. 1991/92 wurde Ausstellung stark erweitert und nennt sich seit Deutsche Raumfahrtausstellung.
Er ist seit 1990 im russischen Kosmonautenausbildungszentrum als freier Berater das Astronautenzentrum der DLR und seit 1993 auch für die ESA (European Space Agency) tätig und lebt in Straußberg.
Im Jahr 2001 wurde der Planetoid nach ihm benannt.
Im Spielfilm Good bye Lenin von 2003 stellte er -- anders als viele Zuschauer vermuteten -- nicht sich selbst dar. Rolle wurde von Stefan Walz gespielt.
"Der Mensch ist technisch weit fortgeschritten. Er Raumstationen bauen sie im Weltall zusammenkoppeln und an die Landung auf dem Mars aber Entwicklung scheint seit der Steinzeit zu stagnieren." Sigmund Jähn Ende der 90er für einen