Siricius betonte erfolgreich die Vorrangstellung des Bischofs von Rom vor den übrigen Bischöfen. Er war seiner Wahl einer der römischen Diakone ; sein Gegenkandidat war der Presbyter Hieronymus . Nach Bernhard Domagalski führte nicht zuletzt Wahlniederlage zu dem negativen Bild das Hieronymus den Diakonen seiner Zeit zeichnete (vgl. ders. Diakone im 4. Jahrhundert. Zum Verhältnis von Diakon und Presbyter in: Plöger Josef; Weber (Hg.) Der Diakon. Wiederentdeckung und Erneuerung seines Herder: Freiburg 21980 44-56.)
In seinem Schreiben an Himerius von findet sich eine Handlungsanweisung zur Häretikertaufe (eine Taufe ist nicht erlaubt die Aufnahme in Katholische Kirche findet durch die Handauflegung statt!). Siricius wird übrigens auch nochmals die Zölibatsvorschrift eingeschärft und im Rahmen der Synode Karthago 397 eine Modifikation des Kanons der biblischen beschlossen – Siricius war also ein recht und tätiger Papst.