Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenFreitag, 25. April 2014 

Skagerrakschlacht


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.

Explosion des Schlachtkreuzers "HMS Queen Mary"

Bei der Seeschlacht am Skagerrak handelt es sich um eine militärische der Hochseeflotte der deutschen Kaiserlichen Marine und der Grand Fleet der Royal Navy vom 31. Mai 1916 bis zum 1. Juni 1916 in den Gewässern vor Jütland .

Im englischen wird sie auch als Battle of Jutland ("Schlacht von Jütland") bezeichnet. Es handelt um die größte maritime Auseinandersetzung des Ersten Weltkriegs . Wenn man lediglich die Anzahl der Schiffe betrachtet ist es sogar die größte der Weltgeschichte. Der Seeschlacht am Skagerrak ging Gefecht auf der Doggerbank vom 24. Januar 1915 als größere Auseinandersetzung voraus ein direkter besteht jedoch nicht.

Inhaltsverzeichnis

Beteiligte

Deutsche Hochseeflotte

Der deutsche Flottenchef war Vizeadmiral Reinhard Scheer Führer der Schlachtkreuzer war Vizeadmiral Franz von Hipper. Es waren 16 5 Große Kreuzer und 78 weitere Schiffe

Britische Grand Fleet

Der britische Flottenchef war Admiral Sir Jellicoe Geschwaderchef der Schlachtkreuzer war Vizeadmiral Sir David Beatty. Es waren 28 9 Schlachtkreuzer und 114 weitere Schiffe beteiligt.

Die Absicht des deutschen Flottenchefs

Bis zum Januar 1916 verhielt sich deutsche Hochseeflotte in Übereinstimmung mit ihren Operationsbefehlen defensiv. Einzelne Vorstöße gegen die britische Küste von Küstenstädten) blieben weitgehend ergebnislos. Als Vizeadmiral Scheer im Januar 1916 den erkrankten von Pohl als Flottenchef ablöste erreichte er deutschen Kaiser Wilhelm II. eine offensivere Seekriegführung. Ziel war es einzelne britische Flottenteile durch Angriffe der Schlachtkreuzer die Küstenstädte zu provozieren und sie durch zahlenmäßig überlegene Hochseeflotte die in einer Aufnahmestellung warteten zu vernichten. Nach dem so zu Kräfteausgleich sollte eine Seeschlacht zwischen den Hauptkräften Grand Fleet und der Hochseeflotte herbei geführt werden. Ein zuerst vorbereiteter gegen die britische Küste wurde wegen schlechten (fehlende Luftaufklärung durch Zeppeline ) nicht durchgeführt. Stattdessen entschloss sich der Flottenchef zu einem Handelskriegsunternehmen vor der norwegischen Küste um so Briten aus ihren Stützpunkten zu locken. Im zur Hochseeflotte war England auf seine Flotte angewiesen um die Seewege zu schützen und deshalb bei einer Niederlage alles verlieren. Außerdem bekannt dass die deutsche Strategie mit U-Booten Minen auf den Rückzugswegen arbeitete. Eine Verfolgung deutscher Kräfte war deshalb nicht möglich.

Ablauf

Aufmarsch

Das Zusammentreffen der Flottenteile

Die britischen Streitkräfte waren bereits am dem 30. Mai gegen 21:30 Uhr aufgrund verstärkter Aktivitäten deutscher Seite ausgelaufen. Die deutschen Streitkräfte sind wenige Stunden später am morgen des 31. gegen 2:00 Uhr aus ihren Stützpunkten ausgelaufen. (Alle Zeitangaben für deutsche Zeit GMT+1 Stunde)

Die Grand Fleet war auf drei verteilt:

  • in Rosyth am Firth of Forth Schlachtgeschwader unter Evan-Thomas und das Schlachtkreuzergeschwader unter
  • im Cromarty Firth zwei Schlachtgeschwader
  • und in Scapa Flow vier Schlachtgeschwader Jellicoe

Geplant war das Jellicoe der Hochseeflotte Weg verlegte und Beatty den Rückweg blockieren

Jedoch bereits um 15:20 Uhr sichtet Kreuzer Galathea als nordöstliches Schiff der britischen Aufklärungslinie von deutschen Torpedobooten gestopptes dänisches Schiff. Zu diesem Zeitpunkt das deutsche Gros noch über 50 sm südlich und es gelang nicht mehr zwischen Hochseeflotte und die Jade zu gelangen. Auf Seite kam hinzu dass technische Hilfsmittel wie Radar noch nicht erfunden waren. Die Teilflotten sich weit außerhalb der Sichtweite und die Koppelnavigation errechneten Positionen waren nicht sehr exakt. waren die Informationen über die Positionen der und feindlichen Schiffe nicht sehr genau. Beatty nach der Sichtmeldung zunächst auf einen südöstlichen um dem feindlichen Geschwader den Weg abzuschneiden.

Auf deutscher Seite werden um 15:25 erstmals vom Kleinen Kreuzer Elbing dem westlichsten der deutschen Aufklärungsgruppe feindliche Schiffe gesichtet. Die Kreuzer eröffnen auch direkt das Feuer gegeneinander sich die britischen Kreuzer nach Nordwesten zurückzogen Beatty den Kurs nach Nordost änderte um deutsche Geschwader abzufangen. Damit war zwischen den Großkampfschiffen beider Flotten niemand mehr.

Das Schlachtkreuzergefecht

Das Zusammentreffen der Flottenteile

Um 16:25 Uhr kommen die Schlachtkreuzer Sichtweite. Admiral Hipper befiehlt daraufhin eine Kehrtwendung Südost um das britische Geschwader auf das zu ziehen Beatty der davon nichts ahnt eine Kursänderung nach Ost um die deutschen abzufangen. Um 16:48 Uhr ist die Entfernung 15.088 Meter gesunken und die deutschen Schlachtkreuzer das Feuer. Die Sichtbedingungen waren jedoch nicht beiden Richtungen gleich so dass die englischen den Vorteil der größeren Reichweite nicht einsetzen Innerhalb der nächsten Stunde wurde zunächst Indefatigable dann Queen Mary von mehreren deutschen Salven getroffen und Bei ersterem schlug ein Turmtreffer in die zurück bevor diese geflutet werden konnte Queen Mary wurde direkt in die Munitionskammer getroffen. deutschen Schlachtkreuzer erhielten zwar ebenfalls schwere Treffer wie auch auf der britischen Lion konnten die Munitionsräume jedoch noch rechtzeitig werden. Außerdem waren die britischen Granaten fehlerhaft.

Das Geschwader von Evan-Thomas war durch Signalübermittlung von Beatty getrennt worden und konnte nach der Versenkung der Indefatigable in den Kampf eingreifen und erzielte Treffer auf von der Tann . Nach dem Untergang der Queen Mary konnten Evan-Thomas' neue Schlachtschiffe (Super-Dreadnoughts der Generation) ganz in das Gefecht eingreifen und lieferten sich jetzt Torpedoboote und Zerstörer einen Nahkampf. Als dann das deutsche Gros von Briten gesichtet wurde drehten diese ab um Hochseeflotte Ihrerseits auf Jellicoes Gros zu ziehen. dem Geschwader von Evan-Thomas und dem Führungsgeschwader Hochseeflotte wurden jetzt ebenfalls Salven ausgetauscht die keine größeren Schäden verursachten.

Die Verfolgung der Schlachtkreuzer

Die Verfolgung

Admiral Jellicoe brachte währenddessen sein Gros in sechs Kolonnen gruppiert war in den der Hochseeflotte. Die Gruppierung in sechs Kolonnen die Herstellung einer Schlachtlinie in beliebiger Richtung kurzer Zeit. Während der Verfolgung dauerte das zwischen Evan-Thomas und der Hochseeflotte an aber schwere Panzerung der Schlachtschiffe verhinderte größere Schäden. oben angeführt gab Beatty zwar eine Positionsmeldung Funk durch aber der Fehler lag bei 20 Seemeilen so dass Jellicoe bis zum unsicher war ob die Kiellinie nach rechts links gebildet werden musste.

Währenddessen drehte das dritte Schlachtkreuzergeschwader unter Hood auf die deutschen Schlachtkreuzer zu. Zuerst der Aufklärungskreuzer Wiesbaden außer Gefecht gesetzt und Hipper setzte Torpedoboote zur Entlastung ein. Beatty konnte dann 18:30 Uhr mit den Aufklärungseinheiten von Jellicoe herstellen und drehte wieder auf das deutsche zu um dieses von Jellicoe wegzuzwingen. Da Torpedoboote anderweitig beschäftigt waren ging Hipper zurück direkt als Vorhut von Scheers Gros zu

  

Das Zusammentreffen der Flottenteile

Das Hauptgefecht

Um 19:14 Uhr lag endlich eine Positionsmeldung bei Jellicoe vor und er bildete Schlachtlinie nach Backbord. Währenddessen wollten die Kreuzer Warrior und Defence die manövrierunfähige Wiesbaden engültig versenken gerieten dabei aber in konzentrierte Feuer der Hochseeflotte. Defence flog in die Luft und Warrior wurde manövrierunfähig und sank am nächsten beim Abschleppen.

Evan-Thomas reihte sich jetzt an das der britischen Schlachtlinie ein. Bei diesem Manöver sich das Ruder der Warspite die eine zeitlang Kreise fuhr und Treffer einstecken musste dabei jedoch das Feuer der Warrior auf sich zog.

Admiral Scheer behielt seinen Nordostkurs zunächst bis zuerst Hood in Kampfreichweite zu den Schlachtkreuzern kam. Lützow erhielt seinen 20. Treffer und wurde Gefecht gesetzt. Im Gegenzug erhielt Hoods Flagschiff Invincible einen Turmtreffer der bis in die zurückschlug.

Jellicoes Schlachtlinie bildete nun das "Crossing T" vor der deutschen Linie. Innerhalb weniger sahen die deutschen im Norden nur noch große Reihe aufblitzender Geschütze. Um 19:35 Uhr Scheer deshalb seine erste Gefechtskehrtwendung bei der Schiffe gleichzeitig um 180° wendeten.

Es gelang ihm auch sich aufgrund fortgeschrittenen Zeit und des Dunstes zu lösen. 19:50 Uhr befahl er jedoch überraschend eine Kehrtwendung die die übel zugerichteten Schlachtkreuzer wieder die Spitze brachte. Er hoffte sich durch überraschende Offensivmanöver den Rückweg freizumachen. Durch eine Kursänderung nach Süden lag die Grand Fleet vor der deutschen Vormarschrichtung. Der zunächst eingeleitete verpuffte jedoch wirkungslos und die deutsche Vorhut unter einen Hagel britischer Geschosse ohne das erwidern zu können. Daraufhin befahl Scheer um Uhr seine dritte Kehrwendung. Währenddessen wurde das Derfflinger aus 6000 Metern verheerend getroffen. Jellicoe den Torpedobootangriff mit dem üblichen konservativen Gegenmanöver Abdrehen. Dieses brachte Ihn jedoch außer Sicht. konnte den Kontakt noch halten und gegen Uhr kam auch noch zu vereinzeltem Feuer. der einen Nachtkampf unter allen Umständen vermeiden drehte nach Süden ab in der Hoffnung Gefecht am nächsten Tag wieder aufnehmen zu

Eine deutsche Wendung nach Süden hätte Flotten wieder aufeinander geführt wurde aber erst Verzögerung ausgeführt so dass beide Flotten den Kurs verfolgten. Für den Durchbruch wählte Scheer einen erneuten Tageskampf vermeiden musste den einfachsten und hielt direkt auf Horns Rev zu. kam es zu verwirrenden Nachtgefechten mit dem in deren Folge der leichte Kreuzer Frauenlob das Linienschiff Pommern und drei Kleine Kreuzer versenkt wurden. englischer Seite sanken Black Prince und fünf Zerstörer. Das Nachtgefecht wurde von britischen Schlachtschiffen beobachtet meldeten dies aber ans Flagschiff weiter da "das Gefecht in des Flagschiffes erfolgte". So gelang der deutsche

Verluste

Verluste der deutschen Hochseeflotte

Das deutsche Linienschiff SMS Pommern

Von den Großen Kreuzern ging die SMS Lützow verloren. Aber auch die anderen Schlachtkreuzer die Hauptlast des Kampfes getragen hatten waren so konnte das Schwesterschiff der Lützow die SMS Seydlitz nur mit viel Mühe zurück nach gebracht werden. Darüber hinaus gingen die Kleinen Kreuzer Wiesbaden Frauenlob Elbing Rostock sowie das Linienschiff Pommern und 5 Torpedoboote verloren. Es waren Gefallene und 507 Verwundete zu beklagen.

Verluste der britischen Grand Fleet

Bei den Schlachtkreuzern musste die britische empfindliche Verluste hinnehmen; die drei Schlachtkreuzer Queen Mary Indefatigable und Invincible gingen allesamt durch Artilleriebeschuss verloren. Sie waren gegenüber den deutschen nur unzulänglich gepanzert sodass die Granaten der Schiffe in die Munitionskammern eingeschlagen sind und das gesamte Schiff zur Explosion gebracht haben. (Die Inflexible sank später im Krieg aus dem Grunde) Von den Panzerkreuzern gingen Defence Warrior und Black Prince verloren alle 3 ebenfalls durch Artilleriebeschuss. hinaus gingen 8 Zerstörer verloren. Es waren Gefallene und 674 Verwundete zu beklagen.

Schlußbetrachtungen

Beide Seiten reklamierten den Sieg für Die Briten hatten die schwereren Verluste insbesondere den Schlachtkreuzern . Die versenkten Panzerkreuzer sowie die Pommern waren veraltete Schiffe. An der Gesamtsituation sich nichts: Die Grand Fleet war nach vor deutlich überlegen und die Seeherrschaft (sowie verbunden die Blockade) wurde danach von der nie mehr angefochten.

Die Führung der Schlacht war schwierig nie zuvor: Durch die hohen Geschwindigkeiten (über Knoten und die geringen Sichtweiten praktisch komplett Luftaufklärung (die durch das Flugzeugmutterschiff Engadine und die deutschen Luftschiffe prinzipiell möglich sowie dem zögerlichen Einsatz von Funkverbindungen war Zusammentreffen der Flottenteile eher Glücksache. Die Skaggerakschlacht jedoch die letzte Flottenschlacht unter artilleristisch armierten Schiffen.

Die Hochseeflotte war an Großkampfschiffen unterlegen jedoch in den ersten beiden Phasen der daß bei etwa gleicher Kräfteverteilung ein Sieg war. Wäre es Jellicoe nicht gelungen in "Crossing the T"-Position zu gelangen bei der eine Flotte vor der anderen kreuzt und das Feuer praktisch nicht erwidern kann hätte Hochseeflotte ihre Kräfte gegen gleichstarke Feindkräfte massieren und der Ausgang wäre offen gewesen. So war die britische Seeherrschaft nie in Gefahr.

Weblinks



Bücher zum Thema Skagerrakschlacht

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Skagerrak-Schlacht.html">Skagerrakschlacht </a>